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Abwanderung der Firma Bornemann nach Wermelskirchen

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen e.V.

Es ist schon bemerkenswert, mit welch unterschiedlichen Maßstäben Politik und Stadtplanung in Remscheid zu Werke gehen:  Während man der Firma Bornemann verweigert, eine am Firmenstandort bisher als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Fläche  für eine Betriebserweiterung mit einer 1200 qm großen Werkshalle in Anspruch zu nehmen, hat man andererseits keinerlei Bedenken, für das geplante Gewerbegebiet Blume mehr als 200.000 qm Landschaft in Anspruch zu nehmen, die ebenfalls einst als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen waren. Den aktuellen Fall der Firma Bornemann müssen wir zum Anlass nehmen, der Stadt Remscheid erneut ein massives Versagen in der Gewerbeflächenpolitik und den entsprechenden Planungen vorzuwerfen. Obwohl seit nunmehr acht Jahren sowohl der Politik als auch der Verwaltung die aus unserer Sicht unlösbaren Probleme bei den Blume-Planungen bekannt sind, ist es versäumt worden, eine Alternativplanung – zum Beispiel im Bereich Gleisdreieck Bergisch-Born – zu entwickeln:

  • Maßgebliche Grundstückseigentümer im Bereich Blume haben von Anfang an immer wieder erklärt, dass sie ihren Grundbesitz nicht abtreten werden;
  • Ein Grundstückseigentümer klagt vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die von der Stadt erlassene Entwicklungssatzung Blume. Erhält er Recht, bricht die gesamte Finanzierungskonzeption zur Entwicklung des Gewerbegebietes zusammen;
  • Bis heute gehört der Stadt, trotz rechtskräftigem Bebauungsplan, nicht ein einziges Grundstück;
  • In großen Teilen der Bürgerschaft sind die Planungen von Anfang an auf Ablehnung gestoßen. Der Bürgerprotest wird bis heute ignoriert.

Seit 1999 eröffnet der Gebietsentwicklungsplan der Stadt die Möglichkeit, das Gewerbegebiet in Bergisch-Born großflächig zu erweitern. Seit 1999 ist planerisch nichts geschehen. Alle von der Stadt genannten Hinderungsgründe sind lösbar und wurden nur vorgeschoben, um Blume durchzusetzen. In dieser Zeit haben Radevormwald und Hückeswagen, fern ab der Autobahn, in erheblichem Umfang Gewerbeansiedlungen möglich gemacht. Dort wird aktive Wirtschaftsförderung betrieben. In Remscheid beschäftigt man sich dagegen demnächst mit jahrelangen Enteignungsverfahren oder enteignungsähnlichen Maßnahmen.

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Kommentare

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Kai Reumschüssel am :

Bei den Begriff Abwandern dachte ich schon, dass nun auch dieses Unternehmen is Ausland geht. Gott sei Dank nur in die Nachbarstadt. Ich frage, was der Remscheider Rat eigenlich hinkriegt? Seit Jahren in der Debatte: Blume, Bahnhof, Rückbau der Allestrasse, Schliesung Biblothek Lütringhausen. Wenn dann ein Unternehmer in die Nachbarstadt abandert, ist das nur folgerichtig.

Fraktion der SPD am :

Bornemann ist für SPD Anlass zur Neuorientierung. Der Wegzug der Remscheider Unternehmens Bornemann nach Wermelskirchen zeigt aus Sicht der SPD-Ratsfraktion zum einen das schlechte Management des ehemaligen Baudezernenten im Hinblick auf eine realistische und seriöse Erweiterungsplanung der Firma in einem regionalen Grünzug und zum anderen, dass es der Stadt kurzfristig gelingen muss, unter Aufgabe bestehender Planungen alternative Gewerbestandorte zu finden. Was nützen Remscheid -zig Hektar Gewerbeflächen, die der Stadt nicht gehören und deswegen nicht erschlossen werden können? So ist zum Beispiel vom Entwicklungsträger der Blume seit knapp einem Jahr nicht ein im Vertrag vereinbarter Bericht über den Fortgang der Maßnahme gegeben worden. (SPD-Fraktionsgeschäftsführer Martin Brink)

Frank Schneider am :

Was für eine nutzlose Aussage! War es wirklich so reizvoll, dem ehemaligen Baudezernenten noch mal einen mitzugeben, dass die SPD ein sonst nichtssagendes Statement verfassen musste? Tatsache ist beim Beispiel "Bornemann", dass auch einige Mitglieder der SPD ihre Unfähigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt haben. Aber dennoch: Die Fraktion der SPD hat also ENDLICH nach der x-ten Gewerbeabwanderung kapiert, dass "Neuorientierung" notwendig ist! Beeindruckend! Hoffentlich folgen diesen leeren Worthülsen auch Taten...

Fraktion der CDU am :

Dass ausgerechnet der Wegzug der Firma Bornemann der SPD laut ihrer jüngsten Pressemeldung Anlass gegeben hat, sich neu zu orientieren, findet CDU-Fraktionschef Karl Heinz Humpert mehr als peinlich. „Es ist schon merkwürdig, wenn erst ein solch trauriger Anlass zu neuen Überlegungen führt, mit denen Bornemann auch nicht mehr zurück geholt werden kann und darüber hinaus der frühere Baudezernent immer noch als Sündenbock bemüht wird“, so Humpert. Und das, wo es die SPD in Remscheid gewesen sei, die mit ihrer bisherigen Blockade-Haltung zur Blume Neuansiedlungen an der A 1 permanent verhindert hat. Humpert: „Es gilt umso mehr, das Gewerbegebiet Blume so schnell wie möglich zu realisieren und hierbei konstruktiv mitzuwirken.“ (CDU-Pressemitteilung)

Klaus R. Schmidt am :

Ist diese Stadt mit ihrer inkompetenten Verwaltung und völlig versagender Wirtschaftsförderung überhaupt noch zu retten? Und die Fraktionen der beiden großen Parteien überbieten sich mit Platitüden. Die eine glaubt, dem früheren Baudezernenten ein weiteres Versagen anhängen zu müssen, und der anderen fällt nur das Dauerthema "Blume" ein. Na dann gute Nacht und angenehme Ruhe bis zur "konstruktiven Neuorientierung".

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