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ÖPNV steht vor großen Herausforderungen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Das Jahr 2020 war in allen gesellschaftlichen Bereichen geprägt von der Corona-Pandemie und hat auch die gesamte ÖPNV-Branche enorm herausgefordert. Auch der Beginn dieses Jahres ist für die Branche vorerst ernüchternd. So zieht der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) im Rückblick auf das vergangene Jahr 2020 eine differenzierte Bilanz. Was zu Beginn des Jahres zunächst nach einer positiven Entwicklung aussah, wurde durch den ersten Corona-Lockdown im März jäh gestoppt. Entgegen dem Trend der zurückliegenden Jahre mit Steigerungen bei den Einnahmen endete das Jahr 2020 mit finanziellen Ausfällen. Die Ticketumsätze fielen um 233,5 Millionen Euro auf insgesamt 1,097* Milliarden Euro. Das bedeutet bei erwarteten Verkehrserträgen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro für 2020 ein Minus von 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aktuell liegen die Fahrgastzahlen bei 30 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

„Der Nahverkehr in Deutschland ist systemrelevant und auch in dieser Krise leistungsstark. Die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen bei den Verkehrsunternehmen im VRR, angefangen bei Hygienekonzepten, Fahrzeugumbauten, erhöhten Reinigungsintervallen bis hin zum stabilen Betrieb haben gezeigt, dass die Branchengemeinschaft selbst in Krisenzeiten im Sinne der Fahrgäste funktioniert“, sagt José Luis Castrillo, VRR-Vorstand. Die Einnahmeausfälle konnten durch die von Bund und Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel im Rahmen des Corona-Rettungsschirms aufgefangen werden. Dadurch war die Finanzierung des ÖPNV im VRR für das Jahr 2020 gesichert. „Zudem sind uns gut 94 Prozent unserer Abonnent*innen in der schwierigen Zeit treu geblieben. Ein deutlicher Vertrauensbeweis in den ÖPNV, über den wir uns sehr freuen“, so José Luis Castrillo. Der Einnahmeanteil bei den Stammkund*innen liegt bei 84 Prozent. Die Tarifangebote für Vielfahrer*innen sind nach wie vor die wesentliche Ertragssäule im ÖPNV. Mit dem erneuten Lockdown rechnet der VRR allerdings auch für das Jahr 2021 mit weiteren Einnahmeausfällen.

„Wir begrüßen, dass sich Bund und Land für eine Fortführung des ÖPNV-Rettungsschirms ausgesprochen haben. Es ist wichtig, dass der Finanzierungsbedarf ausgeglichen wird, damit unsere Partner im VRR weiterhin ihr volles Verkehrsangebot aufrechterhalten können und somit eine zukunftsfähige Mobilität sichern, die klima- und umweltfreundlich ist“, sagt Castrillo. Der VRR geht davon aus, dass sich die Erholung schrittweise ergibt, indem das gesellschaftliche Leben und damit die Fahrtanlässe wie z. B. Freizeitfahrten, Bundesligaspiele mit Zuschauer*innen, Konzerte, Messen wieder zum ursprünglichen Niveau zurückkehren.

Die Corona-Pandemie gab einen Schub bei der Implementierung neuer Arbeitsmodelle. Rund 40 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten mittlerweile mehrere Tage pro Woche von daheim. Dadurch unterliegt der berufliche Pendelverkehr in den nächsten Jahren Veränderungen. Der VRR arbeitet aktuell an einfachen Tarifen, die das Thema „neue Arbeitsmodelle“ aufgreifen. Angesichts steigender Homeoffice-Tätigkeiten vieler Arbeitnehmer*innen zeigen sich verschiedene VRR-Verkehrsunternehmen interessiert an einem Pilotprojekt, in dem ein Homeoffice-Tarif für Großkunden getestet wird („FlexTicket“). „Solche Tarife im Hinblick auf eine verstärkte Homeoffice-Nutzung im ÖPNV bringen mehr Flexibilität ins aktuelle Tarifangebot und bieten eine echte Alternative zur Autonutzung“, sagt José Luis Castrillo.

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