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Die Alleestraße, Thema für die nächsten 20 Jahre!?

Erlebnisgastronomie verlangt mutige Investitionen“, überschrieb der Waterbölles am 12. März seinen Bericht über die Beschlussvorlage der Verwaltung zu einer Öffentlichkeitsbeteiligung an der Rahmenplanung für das angestrebte „Sanierungsgebiet Alleestraße“. Die Vorlage  stand gestern auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung (BV) Alt- Remscheid im großen Sitzungssaal des Rathauses – und wurde von den BV-Mitgliedern einstimmig beschlossen. Es handelte sich um eine Sondersitzung, die eigens zu diesem Punkt einberufen worden war. Weil die Bürgerbeteiligung einen formalen Beschluss erforderte, wie der Technische Beigeordnete Petzer Heinze zu Sitzungsbeginn sagte. Und damit wollte Rat und Verwaltung offenbar nicht unnötig warten. Denn es gibt viel zu tun an der Alleestraße.

„Da kommt was auf uns zu“, sagte Beatrice Schlieper (Grüne), fragte sich allerdings auch, an welcher Stelle entlang der von den Planern in drei verschiedene Zonen aufgeteilten Fußgängerzone „ wohl der erste Dominostein angestoßen werden würde, der das geplante Positive ins Rollen bringen wird“. Heinze sieht hier zwei Möglichkeiten, beide gleich einschneidend und effektvoll: Der Durchbruch zum Friedrich-Ebert-Platz im Bereich des früheren Kino und der Umzug des Bibliothek („Der 3. Ort“) in das einstige Sinn-/Leffers-Kaufhaus. Nähere Angaben zum Zeitplan machte er allerdings nicht. Denn da gebe es wahrscheinlich noch viele Unwägbarkeiten, zum Beispiel bei den Grundstücksverhandlungen.

Die stehen auch an, wenn es um den Abbruch der drei Pavillons geht, die der GEWAG gehören. Sie seien sicher nicht „aus der Portokasse zu finanzieren“, stellte Sigmar Paeslack (SPD) fest, und niemand widersprach. „Die werden wir nicht geschenkt bekommen“,. meinte Peter Heinze. Die Gebäude hätten schließlich ihren Wert, den die Stadt – mit finanzieller Hilfe des Landes- der Wohnungsbaugesellschaft begleichen müsse.

Von heute auf morgen ist das nicht zu schaffen. Im RGA hieß es kürzlich, das Projekt werde wohl zehn Jahre in Anspruch nehmen. Bernd Quinting (CDU) hält das für zu kurz gedacht. Er geht von mehr als 20 Jahren Planung und Ausführung aus, zumal die Verwaltung in der Baubehörde personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann, wie er kürzlich auf Hasten erfahren hatte Das aber wollte der Beigeordnete so nicht stehen lassen. Schließlich handele es sich bei dem Projekt “Alleestraße“ um das vorrangigste Projekt der Verwaltung. Und das sei personell und finanziell gesichert. In die Hand nehmen soll das Projekt ein externer Sanierungsträger, und die Politik soll über einen Sanierungsbeirat eingebunden werden. Darüber hinaus müsse das Thema aber auch künftig regelmäßig auf der Tagesordnung der BV Alt- Remscheid stehen, forderte Rosemarie Stippekohl.  Damit es nicht aus den Augen verloren geht!? „Ich hoffe auf eine Veränderung der Alleestraße, die auch wirklich etwas bringt! In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Allee leider nicht verändert!“

Auch nicht in den fünf aktiven Jahren der Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße e.V. (ISG). Wie vom  Gesetzgeber verlangt, befindet sich die befristet angelegte ISG derzeit in der Abwicklung. Peter Heinze geht zwar davon aus, dass der Verein „neu aufgesetzt“ werde und „dass das auch gelingt“. Aber noch gilt: Nichts Genaues weiß man nicht.

Abschließend betonte Peter Heinze, dass zur  Bürgerbeteiligung jedermann herzlich eingeladen sei. Auch die Mitglieder des Remscheider Beirats für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen. Dessen Vorsitzende Friederike Pohl zeigte sich in der gestrigen BV-Sitzung enttäuscht darüber, dass der Behindertenbeirat von dem großen Projekt offiziell noch gar nicht informiert worden sei. Heinze sagte zu, das Projekt im Beirat vorzustellen: „Wir grenzen da niemanden aus!“

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Ratsgruppe der W.i.R. am :

In der Sitzung der Bezirksvertretung Alt Remscheid am 17.März hat der Baudezernent Peter Heinze im Rahmen erwähnt, dass für einen möglichen Beirat in diesem Verfahren eventuell auch Vertreter der ISG Alleestraße Teilnehmer sein könnten. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die ISG Alleestraße satzungsgemäß ausgelaufen ist und abgewickelt wird. Um den vermeintlichen Widerspruch aufzuklären, bittet die Ratsgruppe der W.i.R. im Hauptausschuss am 20. Mai um eine kurze Darstellung des Abwicklungsverfahrens und bei einer möglichen Neuauflage des Einsatzes gemeinsamer Konzeptideen, des Personaleinsatzes für eine weitere Betreuung der ISG sowie der abgestimmten Gesprächsverfahren.

Lothar Kaiser am :

„Der Umzug der Zentralbibliothek auf die Alleestraße ist als Beispiel für die Ansiedlung einer kulturellen Ankernutzung im sog. RS-Lab dargestellt. Grundsätzlich ist für einen tatsächlichen Umzug der Zentralbibliothek zunächst eine Machbarkeitsstudie abzuwarten, welche den gegenwärtigen und einen möglichen zukünftigen Standort auf der Alleestraße im Hinblick auf die Möglichkeiten der Realisierung einer Bibliothek der Zukunft untersucht. Planungen hinsichtlich des bestehenden Gebäudes der Zentralbibliothek wären dann anzustoßen und sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht.“ (Zitat aus den zur Sitzung des Hauptausschusses am 26. August vorgelegten Antworten der Verwaltung auf eine Anfrage von Ratsmitglied Bettina Stamm, echt.Remscheid, zum Sanierungsgebiet Alleestraße)

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