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Neu in der Liste des Immateriellen Kulturerbes

Maximilian Süss und  Martin und Sieglinde Haase von Haases Papierheater Remscheid.

Pressemitteilung von Sieglinde und Martin Haase, Haases Papierheater Remscheid

Gerne informieren wir Sie darüber, dass auf Initiative von Haases Papiertheater die Kulturform des Papiertheaters in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen wurde. Wir freuen uns sehr darüber und werden sicherlich, sobald es wieder möglich ist, mit Aufführungen, Ausstellungen und Workshops das Papiertheater weiter bekanntmachen. Anbei die offizielle Information der Kultusministerkonferenz:

Sehr geehrte Frau Haase,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das „Papiertheater" in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Dazu gratulieren wir Ihnen auch im Namen aller Mitglieder des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission ganz herzlich. Das Expertenkomitee würdigt die kulturelle Ausdrucksform des Papiertheaters, welche in der Regel aus Tischbühnen besteht, die mit Figuren und Szenen aus Papier bespielt werden. Es handelt sich hierbei um eine darstellende Kunst mit langanhaltender Tradition in öffentlichen und privaten Räumen. Sie wird geprägt durch eine Mischung aus Darstellun­gen mit Nachdrucken sowohl historischer als auch moderner ästhetischer Formen und Geschichten.

Das Expertenkomitee hebt besonders hervor, dass die Trägergruppe einer Weiterentwicklung ihres Erbes in Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen und Herausforderungen grundsätzlich offen gegenübersteht. Workshops, Festivals und ein internationales Papier­theatertreffen bringen Spielende regelmäßig zusammen und fördern den Austausch des gemeinsamen immateriellen Kulturerbes.

Mit der Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird das „Papiertheater" unterwww.unesco.de/ike mit Text und Bild dargestellt. Die genannte Bezeichnung der Kulturform wird als verbindlich erklärt. Sie haben die Möglichkeit, für Ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit unter bestimmten Bedingungen das Logo „Immaterielles Kulturerbe-Wissen. Können. Weitergeben" zu nutzen. Hierzu finden Sie in der Anlage einen Nutzungsleitfaden.

Die Kulturform trägt mit dieser Auszeichnung den Titel „Immaterielles Kulturerbe". Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass der Titel „Welt(kultur)erbe" ausschließlich für materielles Erbe gilt. Die Begriffe „Immaterielles Kulturerbe" und „Welt(kultur)erbe" basieren auf zwei unterschiedlichen völkerrechtlichen Übereinkommen der UNESCO und sollten nicht verwechselt werden. (…) Eine Auszeichnungsveranstaltung und feierliche Urkundenübergabe zur Ehrung der Neuaufnahmen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes findet ggfs. Mitte bis Ende 2021 statt, vorausgesetzt die gesundheitspolitische Lage lässt es zu. Hierzu erhalten Sie dann ein separates Einladungsschreiben mit weiteren Informationen. (…) Wir möchten abschließend noch einmal betonen, wie sehr wir Ihr großes Engagement für die Erhaltung Immateriellen Kulturerbes schätzen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Netzwerk der Trägerinnen und Träger Immateriellen Kulturerbes.

Prof. Dr. Christoph Wulf, Vorsitzender des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe,
Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz

Pressemitteilung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW

Deutschlandweit sind 18 Kulturformen und zwei Modellprogramme neu in das bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen worden. Das hat die Kulturministerkonferenz der Länder (am Freitag) beschlossen. Darunter sind mit dem Buchbinderhandwerk, der Demoszene und dem Papiertheater auch drei Vorschläge, die das Land Nordrhein-Westfalen auf Empfehlung einer unabhängigen Landesjury unterbreitet hat. Sie fanden im mehrstufigen nationalen Auswahlverfahren auf allen Ebenen Zustimmung zur Anerkennung als kulturelles Erbe. (…)

Eine Teilnahme am Bewerbungsverfahren für die nächste Runde ist vom 1. April an möglich. Weitere Informationen, Beratung und Unterstützung bietet die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW an der Universität Paderborn an. Eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Beteiligung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. findet am 10. Mai als Online-Videokonferenz statt.

„Die Aufnahme der Buchbinderei, der Demoszene wie auch des Papiertheaters in das Bundesweite Verzeichnis ist ein Beleg für die Vielfalt lebendiger Traditionen in Nordrhein-Westfalen. Die Aufnahme sichert das Fortbestehen von immateriellen Kulturformen. Dieser Erfolg soll auch dazu beitragen, den Kulturformen die Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu verschaffen, die sie verdienen“, sagt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft.

Wie wichtig die Weitergabe für das Fortbestehen dieser Kulturformen ist, belegen rückläufige Aufträge in der Buchbinderei, der drohende Verlust der ursprünglichen digitalen und analogen Trägermedien in der Demoszene oder das vergleichsweise hohe Durchschnittsalter der Spielerinnen und Spieler beim Papiertheater. Immaterielles Kulturerbe wirkt außerdem gemeinschafts-, identitäts- und sinnstiftend und regt Reflexionsprozesse über die Verständigung und den Zusammenhalt zwischen den Menschen an. Mit der Aufnahme der Demoszene wird außerdem eine neue, digitale Raumkategorie beim Immateriellen Kulturerbe aufgenommen.

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