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Gebremste Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Trotz der weiter spürbaren Pandemie-Auswirkungen ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken. Die übliche Frühjahrsbelebung bleibt mit Blick auf den im Vergleich zum Vormonat überwiegend rückläufigen Stellenzugang jedoch sehr verhalten,“ fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt zusammen. Die Arbeitslosenquote liegt im Bergischen Städtedreieck aktuell bei 9,2 Prozent, im Vorjahr waren es acht Prozent.

Die Entwicklung in den einzelnen Städten verläuft unterschiedlich. Während in Remscheid die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen weiter zurückgegangen ist, hat sich in Solingen und Wuppertal die Zahl der Arbeitslosen zwar bei der Agentur für Arbeit verringert, gleichzeitig ist jedoch eine Zunahme der Zahl der Arbeitslosen bei den Jobcentern zu beobachten. Ursächlich für diese Entwicklung ist, dass zumindest ein Teil der Arbeitslosen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ausgelaufen ist, zur weiteren Sicherung ihres Lebensunterhaltes Leistungen der Grundsicherung beantragen müssen. Diese Rechtskreiswechsel werden sich in den kommenden Monaten fortsetzen.

In Remscheid sind aktuell 4.747 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 102 Personen oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind dies 353 Personen (acht Prozent) mehr. Im aktuellen Monat meldeten sich 622 Personen neu oder erneut arbeitslos, 729 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im Februar wurden in Remscheid insgesamt 69 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.751 Personen bearbeitet. Im September 2020 hatten 427Betriebe für 4.400Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Im März  wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 145 neue Stellen gemeldet, das sind 34 (-19,0 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 208 (-31,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 481 offene Stellen. Das sind 138 weniger als im Vormonat und 478 weniger als im Vorjahresmonat.

Aktuell sind in Remscheid 393 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen -im Vergleich zum Vormonat sind dies 30 Jugendliche (-7,1 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 35 Personen (-8,2 Prozent) gesunken. Aktuell sind in Remscheid 1.984 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 450 (+29,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 86,3 Prozent (1.712 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Die Zahlen zum bergischen Städtedreieck:

Die seit dem vergangenen Frühjahr deutlich verringerten Beschäftigungsmöglichkeiten haben zu einer deutlichen Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit geführt. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit um fast fünfzig Prozent erhöht. Ins-gesamt sind 43,6 Prozent aller Arbeitslosen im Städtedreieck inzwischen länger als ein Jahr arbeitslos. Erfreulich ist, dass bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit eine nachhaltige Trendumkehr eingetreten ist. Seit Monaten geht die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zurück, auch wenn das Vorjahresniveau noch nicht ganz wieder erreicht werden konnte. Ungeachtet aller überwiegend kritischen Entwicklungen bleibt die Kurzarbeit der stabilisierende Faktor im regionalen Arbeitsmarktgeschehen.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit  im Städtedreieck um 470 (-1,5 Prozent) auf 30.340 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 3.883 Menschen (+14,7 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquoten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen –Wuppertal. Dabei reichte die Spanne der Quoten im März 2021 von acht Prozent in Remscheid und Solingen bis 10,2 Prozent in Wuppertal.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um rund 22Prozent (-217 Stellen) geringer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat wurden 18 (-2,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht: Metallbearbeitung Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag Erziehung, Sozialarb., Heilerziehungspflege Werbung und Marketing Maschinenbau und Betriebstechnik Arzt- und Praxishilfe Altenpflege Gesundheit, Krankenpfl., Rettungsd., Geburtsh. Büro und Sekretariat Einkauf und Vertrieb Verkauf * Energietechnik. Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen. Es werden aber auch Stellen aus den Bereichen Erziehung, Metallbearbeitung sowie aus der Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlaggemeldet.

Mit aktuellstem Datenstand für Februar 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 388 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 5.188 Personen eingegangen, das sind 189 Anzeigen weniger als im Monat zuvor. Über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit liegen nun die Daten für September 2020 vor. Damals lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 33,9Prozent, und 1.982 Betriebe hatten für 17.310 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 4.865 Kurzarbeiter*innen mehr als im August.

„Corona-bedingt sind persönliche Kontakte nur stark eingeschränkt möglich -telefonisch und online sind wir natürlich für unsere Kundinnen und Kunden da! Wir beraten und beantworten Fragen rund um Arbeit und Ausbildung. Persönliche Vorsprachen sind derzeit aber nur auf Einladung durch uns möglich,“ so der Agenturchef. Um ihre Telefonie zu entlasten, bittet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, für eine Vorabinformation und für die Kommunikation möglichst die Online-Services zu nutzen. Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube. Hinweise zu den Filmen und viele weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite.

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