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Baumschutz: Seit 2015 267 Bäume gepflanzt

„Der Schutz von Bäumen nimmt in Remscheid einen immer höher werdenden Stellenwert ein. Bürgerinnen und Bürger, die Bezirksvertretungen/Gremien und die Stadtverwaltung setzen sich verstärkt für den Baum-Erhalt ein. Aktuell beispielsweise bei der Blutbuche in der Gartenstraße und bei den Straßenbäumen in der Eberhardstraße.“ Damit beginnt eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung zu den im April und Mai anstehenden Sitzungen der vier Bezirksvertretungen sowie des Bauausschusses und des Naturschutzbeirates. Darin wird über die im vergangenen Jahr beantragten Baumfällungen berichtet. Zitat: „Bei der Prüfung von Fällanträgen werden intensiv die Erhaltungsmöglichkeiten der Bäume geprüft. (…) Oft werden Umplanungen zum Schutz vorhandener Bäume gefordert, die von den Architektinnen und Architekten auch in einigen Fällen umgesetzt wurden. Durch die überarbeitete und optimierte Baumschutzsatzung wurde u.a. die stärkere Verpflichtung zum Erhalt und zur Pflanzung von Bäumen auf dem Antragsgrundstück, der Vorrang von Pflanzungen vor monetärem Ausgleich und die Vorlage von Ersatzpflanzungs-Plänen verankert.“

Insgesamt wurden in 118 Anträgen 275 Baumentfernungen und 15 Baum-Einkürzungen genehmigt. Zwei Genehmigungen wurden versagt. Eine Genehmigung wurde widerrufen. Der Großteil der Baumentfernungen war aufgrund von Erkrankungen (u.a. Eschentriebsterben, Pilzerkrankungen) bzw. festgestellter Schadsymptome (u.a. Trockenschäden) aus Gründen der Verkehrssicherung erforderlich. 29 Anträge betrafen 112 Fällungen im Rahmen von Bauanträgen, es wurde in diesem Zusammenhang die Pflanzung von 165 Ersatzbäumen i. d. R. auf den Baugrundstücken festgesetzt.

Im Winter 2020/2021 wurden 46 Bäume im Gewerbegebiet Großhülsberg (Projekt „Grün statt Grau“) gepflanzt. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 32.000 €. Weitere 26 Straßenbäume wurden im übrigen Stadtgebiet vorrangig im Bereich vorhandener Baumscheiben gepflanzt (Kosten: ca. 15.000 €). Als Ausgleichszahlungen wurden im Jahr 2020 19.566 € bei baubedingten Baumentfernungen, bei denen keine Baumpflanzungen möglich waren, eingenommen.  Zum 31.12.2020 befanden sich auf dem Ausgleichszahlungs-Konto 40.274,91 €. Nach Abschluss der Baum-Pflanzungen in der Vegetationsruhe 2020/2021 war dieses Geld aufgebraucht. Insgesamt pflanzte der Fachdienst Umwelt in Remscheid in den vergangenen sechs Jahren 267 neue Bäume an.

„Die Baumschutzsatzung ist seit Jahrzehnten die Basis für den Grundschutz des Remscheider Baumbestands. Bürgerinnen und Bürger in Remscheid übernehmen Verantwortung für ihre Bäume. Dieses in Zeiten des Klimawandels existenziell wichtige bürgerschaftliche Engagement unterstützt der FD Umwelt gerne beispielsweise mit zeitnahen Beratungen und Hilfestellungen“, stellt die Verwaltung zum Abschluss ihres Berichtes fest.

Die Baumnschutzstatistik nach Stadtteilen:

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Fraktion der Linken im Rat der Stadt Remscheid. am :

Stadtbäume sind von unschätzbarem Wert. Sie produzieren nicht nur Sauerstoff und binden CO2, sondern kühlen durch Wasserverdunstung die Umgebungsluft ab, spenden Schatten, dienen als Schadstofffilter, fungieren als Lärmbremse, bieten zahlreichen Tieren einen Lebensraum, steigern die Attraktivität der Umgebung und haben für viele Menschen eine emotionale Bedeutung. Wegen dieser vielfältigen Funktionen ist es besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Artensterbens geradezu unerlässlichen den Baumbestand in der Stadt als Naturkapital für die Zukunft zu sichern. Dennoch genehmigte die Verwaltung in den vergangenen drei Jahren im bebauten Remscheider Stadtgebiet 678 Entfernungen von Bäumen, die durch die Baumschutzsatzung geschützt waren. Also Bäume, mit einem Umfang von mehr als 1,20 Metern. Die Anzahl der nicht genehmigungspflichtigen Fällungen ist vermutlich sogar um ein Vielfaches höher. Demgegenüber stehen gerade einmal 448 (geforderte) Nachpflanzungen im besagten Zeitraum und dass, obwohl es ohnehin mehrere hundert junge Bäume bräuchte, um die Leistungen eines großen Laubbaumes ad hoc zu ersetzen. Es müssten also deutlich mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden, um den ökologischen Krisen unserer Zeit entgegenzuwirken! Tatsächlich ist es andersrum. Zwar müssen kranke oder geschwächte Bäume manchmal entfernt werden und auch nicht jeder Standort eignet sich für Neupflanzungen, doch etwa 40 % der genehmigten Entfernungen der letzten drei Jahre standen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen. Im Hinblick darauf, dass durch die veränderten Klimabedingungen immer mehr Bäume krankheitsanfälliger werden, ist es aber umso wichtiger die gesunden Bäume an guten Standorten zu schützen und sie nicht Baumaßnahmen zu opfern! Die Baumschutzsatzung scheint dafür jedenfalls kein sonderlich geeignetes Instrument zu sein, denn 99,2 Prozent der beantragten Entfernungen geschützter Bäume wurden in den letzten drei Jahren genehmigt. Besonders bitter ist es, wenn die Stadt selbst Baumfällungen in Auftrag gibt, um Platz für private Großprojekte oder Verkehrsmaßnahmen zu schaffen, die den Interessen der ökologischen Nachhaltigkeit diametral gegenüberstehen. Vor dem Hintergrund dieser alarmierenden Zahlen und den umweltspezifischen Herausforderungen unserer Zeit fordert DIE LINKE Remscheid dem Erhalt von Stadtbäumen endlich mehr Priorität einzuräumen und effektive Instrumente zu deren Schutz zu entwickeln, damit auch nachfolgende Generation unsere Stadt noch als einen lebenswerten Standort genießen können!(Axel Behrend)

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