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Nach 50 Jahren keine absolute Mängelfreiheit mehr

Mit Hinweis auf äußerliche Schäden an der Birgderkamper Brücke hatte die FDP-Fraktion im März im Rat der Stadt mehrere Fragen zur Verkehrssicherheit der Birgderkamper und der Neuenkamper Brücke gestellt. Inzwischen liegt die Antwort der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) vor. Darin heißt es zu dem von der FDP vorgelegten Foto eines deutlichen Betonausbruch bzw.-abbruch im Bereich der westlichen Rampenwand (Parkplatz des Verbrauchermarktes) der Birgderkamper Brücke: „Hier wurde bereits bei der kompletten Instandsetzung der Birgderkamper Brücke in 1990 ein Riss festgestellt und beseitigt. Leider wurde mit der Planung/Neubau der Brücke in etwa 1970 bei den Rampenwänden nur alle zehn Meter eine Dehnungsfuge zwischen den einzelnen Abschnitten der Stützwände vorgesehen. Das ist mit dem heutigen Wissenstand ein zu großer Abstand, um die Längenausdehnung der Abschnitte untereinander bei zunehmender Temperaturdehnung (in den Sommermonaten ohne nächtliche Abkühlung) aufzunehmen.“ Folglich werde es immer wieder zu Spannungen und somit Rissbildungen und Betonabplatzungen an den Rampenwänden kommen. Das sei konstruktiv bedingt und lasse sich im Nachhinein auch nicht mehr beheben. Hier könne z. B. bei der Instandsetzung nur eine zusätzlich Sollrissfuge, dem diagonalen Rissverlauf entsprechend, ausgebildet und der Betonausbruch beigemörtelt werden. Die Schadstelle solle bei der anstehenden Sanierung beseitigt werden; sie habe keinen Einfluss auf die Standsicherheit der Brücke.

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung: "Spannbetonbrücken mit Überbauten als Hohlkästen bedürfen einer ständigen Überwachung und Unterhaltung. Das gilt insbesondere durch den laufend zunehmenden Schwerlastverkehr. Damit die rund 50 Jahre alten Brücken überhaupt die vorgesehene Nutzungsdauer/ Abschreibung von 80 Jahren erreichen können, wurde bereits seit ca. 1985 – 2008 ein umfangreiches Instandsetzungsprogramm an den Bauwerken durchgeführt, welches in Teilen auch mehrfach zur Ausführung kommen muss, je länger die Bauwerke genutzt werden und somit Bauteile verschleißen."

Bei den Bauwerksprüfungen der letzten Jahre wurden erneut zahlreiche Betonausbrüche im Bereich der Betonfertigteilkappen, Betonschäden an Widerlagern, Rampenwänden, Stützen sowie Undichtigkeiten an den Entwässerungsleitungen (Hohlkästen) festgestellt. Diese Schäden wurden zum Teil bereits im Rahmen der laufenden Unterhaltungs- und Sanierungs-arbeiten beseitigt. Die restlichen Schäden werden im Zuge der Instandsetzungsmaßnahmen in den Jahren 2021/2022 beseitigt.

Aus Rückstellungen in Höhe vom 2.377.000 € für Sanierungsarbeiten wurden in 2020 die Stützen an allen drei Brücken sowie die Entwässerungsleitungen in den Hohlkästen der Bauwerke instandgesetzt. In diesem Monat wird ein öffentliches Ausschreibungsverfahren für die Instandsetzung der Überbauten, Widerlager und Rampenwände folgen. Die Betonarbeiten sind von Mitte Juni 2021 bis Juli 2022 geplant. Dabei seine eine Sperrung für den Fahrzeugverkehr auf der an der Birgderkamper Brücke für einige Wochen unumgänglich, so die Verwaltung. Nach dieser Sanierung befänden sich die Brücken wieder in einem guten Zustand. Aber: „ Absolute Mängelfreiheit kann es bei den rund 50 Jahre alten Spannbetonbrücken nicht geben.“

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