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Prof. Dr. Heather Kaths erforscht den Radverkehr

Prof. Heather Kaths. Foto: Friederike von Heyden.

Ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende ist der Radverkehr. Wie dieser künftig gestaltet werden kann, wird nun in Wuppertal gelehrt und erforscht: Prof. Dr.-Ing. Heather Kaths ist die neue Stiftungsprofessorin für „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ an der Bergischen Universität. Erstmals fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) an sieben Hochschulen Radverkehrs-Professuren. Konkret geht es darum, die Interessen von Radfahrer*innen künftig noch stärker zu berücksichtigen – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung. Das BMVI fördert die Einrichtung der Professur: Für die Zeit bis zum 31. Dezember 2023 erhält die Bergische Universität rund eine Million Euro.

Heather Kaths (35) studierte Bauingenieurwesen (Bachelor) an der kanadischen University of Calgary und Transportation Systems (Master) an der Technischen Universität München (TUM). Dort promovierte sie 2017. In ihrer Dissertation analysierte sie das Verhalten von Radfahrenden im urbanen Kontext und entwickelte daraus entsprechende Simulationsmodelle. In München war Kaths mehrere Jahre Wissenschaftliche Mitarbeiterin und leitete an der TUM zuletzt die Forschungsgruppe „Urban Traffic Simulation“. Im April kam sie nach Wuppertal.

Heather Kaths‘ Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Simulation, Reallabor und Transformation. Ihr Ziel ist es, Werkzeuge zu entwickeln, die Planung, Entwurf und Bewertung von funktional differenzierten, in sich geschlossene Radwegenetze mit hoher Leistungsfähigkeit ermöglichen. Um Praxiserfahrung und reale Erkenntnisse einzubringen, werden in Realexperimenten und in Reallaboren praxistaugliche, funktionierende Lösungsbeiträge entwickelt, erprobt und evaluiert. „Es ist an der Zeit, dass die Radverkehrsforschung in Bezug auf quantitative, experimentell fundierte Erkenntnisse zum motorisierten Verkehr aufschließt“, sagt Professorin Kaths.

Geplant ist im Rahmen der Förderung dieser Stiftungsprofessur außerdem die Entwicklung eines Masterstudiengangs Radverkehrsingenieurwesen. Dieser soll neben Grundlagen im Verkehrsingenieurwesen insbesondere vertiefende Kenntnisse für den Entwurf, die Planung und die Simulation von derzeitiger und zukünftiger Radverkehrsnachfrage vermitteln. Die Internationalisierung von Lehre und Forschung soll auf der schon jetzt sehr guten Zusammenarbeit mit u. a. niederländischen und dänischen Kooperationspartnern rund um das Verkehrsmittel Fahrrad aufgebaut werden.

Die Stiftungsprofessur „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ ist dem Fachzentrum Verkehr angegliedert. Die Bergische Universität Wuppertal kooperiert dabei mit dem Forschungszentrum Jülich (im Bereich Fußgängerdynamik; Prof. Dr. Armin Seyfried), mit dem Wuppertal Institut (im Bereich Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung; Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter) und mit dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent).

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Chronist am :

Zur gestrigen Ratssitzung hatte Bettina Stamm (echt.Remscheid) die Verwaltung auf die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgesehene Weiterentwicklung des „Radnetz Deutschland“ mit 45 Millionen Euro an Fördergelder bis 2023 aufmerksam gemacht und angefragt, ob die Stadt Remscheid aus diesem Programm bereits Fördergelder beantragt habe. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze verneinte das in der Sitzung. Er stelle in Aussicht, dass „der geplante Radweg Mixsiepen (derzeit geplanter Baubeginn 2023) … in dieses Programm passen könnte“. Zu den vom Bund geförderten Maßnahmen gehört auch der Bau von neuen Radwegen, mit denen Lücken im Netz geschlossen werden, sowie die Anlage sicherer Querungshilfen.

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