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"Hoffen wir, dass Museen bald wieder öffnen können!"

von Franz Werner von Wismar

In Corona-Zeiten stehen auch in Lennep die Räder still. Keine Besucher zu haben ist für viele Museen das Aus. In diesen Zeiten des Stillstands dankt das Tuchmuseum all denen, die es möglich machen, dass das Museum überleben kann. In erster Linie ist es die Familie Hardt, die das Museum vor vielen Jahren ermöglicht hat. Heute ist es der Verein Anna- Hardt-Stiftung der sich um das Museum kümmert. Es sind aber auch die Mitarbeiter des Museums, die immer noch Gewehr bei Fuß stehen, wenn es wieder losgeht, das Besucher das Museum besuchen können. Den Besuchern wollen wir natürlich einen ganz besonderen Dank aussprechen. Durch ihre Spenden und Einkäufe in dem kleinen Museumsshop, haben sie es immer ermöglicht das Museum zu erhalten.

Viele Besucher haben in den Räumen des Museums eine Führung gebucht und ein solches Ereignis als Geschenk an Gratulanten geben können. Mit allen hoffen wir, das es wieder so werden wird. Auch die SchülerInnen, die uns besuchten, hatten nicht nur museumsreife Stoffe angeschaut, sie erfuhren in erster Linie über die Probleme die durch die Textilindustrie entstanden. Soziales und Umwelt war und ist ein großes Thema. Leider wiederholen sich die Fehler die die Textilindustrie vor ca. 200 Jahren machte, an anderen Orten auf der Welt. Ein Besuch im Museum ist im Augenblick nur über die Website möglich. Virtuell können sie bei uns einkehren. Unter www.tuchmuseum.de erfahren sie viel über die Geschichte der Herstellungsabläufe der Textilherstellung und unter www.wuelfing-museum.de  können sie die Technik der Textilproduktion anschauen, eine Website des Johann Wülfing & Sohn - Museum e.V.

In die Landschaft der Remscheider Museen reihte sich das Tuchmuseum Lennep vor 24 Jahren ein. Damals stellte die Anna-Hardt-Stiftung das Museum den Remscheidern als weitere Ausstellung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid ermöglichte die Unterbringung in der GGS Freiherr vom Stein, Hardtstr. 2 (historisches Foto)

Tuch gab den Lenneper Bürgern viele Jahrzehnte lang Brot und Wohnung – bis 1998 das letzte Textilunternehmen seine Tore für immer schloss. Warum wählte man Tuch als Namen und nicht die seit über 400 Jahren gültige Bezeichnung der Produktionsfirma Wülfing? Johann Wülfing & Sohn war 1993 in Konkurs gegangen. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen mit zwei Produktionsstandorten, in Lennep und in Dahlerau an der Wupper, zu Radevormwald gehörend. Tuch war einfach die genauere Bezeichnung des Produktes, und es soll an alle erinnern, die in diesem Berufszweig gearbeitet haben.

Inzwischen hat sich der Name T u c h in ganz Deutschland etabliert. Die Textilindustrie hat sich im Zeitalter der Industrialisierung rasant entwickelt, aber nie die Kohle oder Stahl verdrängen können. Überall gab es Textilwerke, von denen wenige übrig geblieben sind, die Damen- und Herrenoberbekleidungsstoffen produzierten. Heute werden immer noch Textilien hergestellt, verschiedene Materialien stehen zur Verfügung, meistens sind es technische Textilien und nur ganz wenige, die in Deutschland produzieren.

Das Tuch ist Gegenstand vieler Museen in der Bundesrepublik Deutschland. Viele Dessinateure haben Entwicklungen des Tuchs begleitet, und viele Weber haben die Ideen umsetzen müssen. So erinnern wir an einen Berufsstand, den der Tuchmacher, heute in vielen Fällen über die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Museen. Wir benennen Straßen nach Tuch, gründeten viele Ausstellungen mit Maschinen und Gebäuden als Museen. Letztlich haben wir alle die Ideen mitgetragen, denn die Eröffnung eines Textil- oder Tuchmuseums kostete viele Millionen DM, später Euro. Das private Museum “Tuchmuseum Lennep“ in der Stadt Remscheid erinnert an die Tuchmacher in dem Stadtteil, in dem die Tuchmacher sich angesiedelt hatten. Wie die beiden Deutschen Museen der Stadt Remscheid hat das Tuchmuseum in Lennep schon viele Besucher durch seine Räume gehen lassen. Eine Grundausstellung wird ergänzt durch Sonderausstellungen, die einmal oder mehrmals wechseln. So wurde – nachdem Lenneper Vereine das fehlende Kapital aufgebracht hatten der Plan umgesetzt, dem ehemaligen Werksmuseum, dem Textilmuseum Wülfing, eine neue Bleibe als Tuchmuseum in Lennep zu ermöglichen.

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