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Was wird eigentlich aus dem "Bergischen Löwen"?

Kulturausschuss empfiehlt neue Tafel am Löwen-Denkmal“, berichtete der Waterbölles am 30. Oktober 2019. Bei der Einweihung des Bergischen Löwen am Tag der Arbeit 1939 trug der Sockel des Denkmals vor dem Rathaus noch die Inschrift »Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches in Dankbarkeit“. Diese Inschrift wurde nach Kriegsende entfernt. Eine neue Inschrift folgte erst 1966 bei der Einweihung des Rathausplatzes in „Theodor-Heuss-Platz“: Es handele sich bei der Statue um den Bergischen Löwen, das Wappentier des Bergischen Landes (das steht so übrigens auch auf Wikipedia). Das war der Fraktion der Linken zu ungenau. Ihr Antrag, die Verwaltung möge „im Zuge der Sanierung des ‚Löwendenkmals‘ auf dem Theodor-Heuss-Platz am Sockel des Denkmals eine Tafel anbringen, die die Historie des Denkmals wahrheitsgetreu und unverfälscht darstellt“, wurde einstimmig angenommen.

Passiert ist seitdem – nichts. Auch die Sanierung der steinernen Denkmals, für die im städtischen Etat 90.000 Euro eingeplant sind, lässt auf sich warten. Daran erinnerte am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Beatrice Schlieper von den Grünen. Von Seiten der Verwaltung fand sich allerdings niemand, der dazu Stellung nehmen konnte oder wollte.  Also wird Schliepers Anfrage im Sitzungsprotokoll wieder auftauchen und wahrscheinlich schriftlich beantwortet werden…

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Kommentare

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Johann Max Franzen am :

Wie nannte unser verehrter Remscheider Künstler Klaus Küster dieses Monument? "Kotzbrocken in Löwengestalt". Und mehr ist es auch nicht. Es wird höchste Zeit, dass sich die Stadt Remscheid von den Nazi-Symbolen trennt. Weg mit dieser Figur, und gebt der "Hindenburgstraße" ihren alten Remscheider Namen wieder. Der Neuscheider Straße! Viele deutsche Städte haben entsprechende Maßnahmen getroffen und ihre Straßennamen entsprechend umbenannt. Die 90.000 € ,die für die Renovierung dieser Figur vorgesehen sind, sollte man für Jugendeinrichtungen verwenden. Auch das Geld für eine Tafel, die die "Historie des Denkmals wahrheitsgeteu und unverfälscht darstellt", wie es die Fraktion der Linken befürwortet, ist weggeschmissenes Geld. Es wäre viel sinnvoller, die Jugendeinrichtungen zu unterstützen.

Jürgen Koball am :

Eigentlich ist dazu schon genug geschrieben worden. Man sollte den Löwen mit Efeu zwachsen lassen. Als dunklse Monument der Geschichte. Nur eine kleine Tafel!

Fraktion der Grünen am :

Mit der Mitteilungsvorlage 15/5541 hat die Stadtverwaltung im Zuge der Beantwortung einer Anfrage von Frau Stippekohl darüber informiert, dass im Januar 2019 ein Sanierungskonzept für das „Löwendenkmal“ auf dem Theodor-Heuss-Platz erwartet wird. Die Sanierungsarbeiten sollten im Frühjahr 2019 folgen. Auf Antrag der Fraktion der Linken von Oktober 2019 (Drs. 15/6646) wurde in der Ratssitzung am 12.12.2019 der folgende geänderte Beschluss mehrheitlich gefasst: „Im Zuge der Sanierung des „Löwendenkmals“ auf dem Theodor-Heuss-Platz wird am Sockel des Denkmals eine Tafel angebracht, die die Historie des Denkmals wahrheitsgetreu und unverfälscht darstellt. Insbesondere die ursprüngliche Widmung: „Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches 1. Mai 1939“ und die Umwidmung von 1966 in „Bergischer Löwe, Wappentier des Bergischen Landes seit 1225“ sollten im Text der Tafel enthalten sein. Die Tafel soll, wenn möglich mit einem QR-Code versehen werden, über den man mittels Mobilfunkgeräten und entsprechender Software Zugang bekommt zu hier hinterlegten Informationen, die in Text und Bild einen umfassenden und anschaulichen Überblich über die dem Löwendenkmal zugrunde liegenden historischen Entwicklungen und Ereignisse vermitteln.“ (s. Niederschrift über die Sitzung des Rates am 12.12.2019) Bis zum heutigen Tag ist weder die geplante Sanierung erfolgt noch eine Tafel angebracht worden. Vor diesem Hintergrund bitten wir um Sachstandsbericht und die Beantwortung folgender Fragen: Wann ist mit der Sanierung des „Löwendenkmals“ zu rechnen? Kann die Tafel mit einem QR-Code versehen werden?

Chronist am :

Die Antwort der Verwaltung auf die Fragen von Beatrice Schlieper (Grüne) liegt inzwischen zur Sitzung der Bezirksvertretung At-Remscheid am 7. September vor. Zitat: “Wann ist mit der Sanierung des „Löwendenkmals“ zu rechnen? Die Sanierung des Denkmals ist für 2022 geplant. Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen im Doppelhaushalt 2021/2022 zur Verfügung. Kann die Tafel (am Denkmalsockel) mit einem QR-Code versehen werden? Dies ist möglich. Die Gestaltung von Tafel, Graphik und Text soll in der vom Ausschuss für Kultur und Weiterbildung gebildeten Arbeitsgruppe erörtert werden, sobald eine Präsenzsitzung wieder möglich ist. Eine konkrete Aussage hierzu kann zum Zeitpunkt der Beratungen auf Grundlage der dann aktuellen pandemischen Lage getroffen werden. Über das Ergebnis der Arbeitsgruppe werden die zuständigen Gremien unterrichtet.“

Chronist am :

Ordnungsamtsleiter Arndt Liesenfeld teilte gestern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid mit, dass die Sanierung des Bergischen Löwen auf dem Rathausplatz in wenigen Wochen beginnen solle. Derzeit werde von den Stadtwerken noch geprüft, ob die undichten Stellen in der Rathausgarage auch etwas mit dem Löwen zu tun haben.

Stadt Remscheid am :

Bekanntermaßen ist der Theodor-Heuss-Platz nach einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 1993 zwar dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Dieser ist aber auf den Fußgängerverkehr beschränkt. Offizielle Ausnahmen sind nur für Krankentransporte, Anlieferungen zum Allee-Center, die Wochenmarktbeschicker und Veranstalter möglich. Für diese gilt nun ab sofort eine neue Regel: Sie dürfen den Theodor-Heuss-Platz nur noch mit Fahrzeugen befahren, deren Gesamtgewicht maximal neun Tonnen beträgt. Bisher waren zwölf Tonnen erlaubt. Der Betreiber der darunter liegenden Tiefgarage, die Park Service Remscheid GmbH (PSR), hat der Stadtverwaltung Remscheid empfohlen, die Belastung des Platzes wegen eines Wassereinbruchs zu verringern. Aus Gründen äußerster Vorsicht folgt die Stadt dieser Empfehlung. Eine Beschilderung, die die Reduzierung des zulässigen Gesamtgewichts von Fahrzeugen verbindlich festlegt, wird kurzfristig von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) aufgestellt. Die Wochenmarktbeschicker und Veranstalter werden kurzfristig über die Änderung informiert.

Jürgen Koball am :

Ein bergischer Löwe auf dem Rathausplatz ist mir nicht bekannt.

Gerda Spaan am :

Zunächst einmal: Bei der Wahrheit bleiben und auf der Tafel deutlich sagen, daß es sich hier nicht um den Bergischen Löwen, sondern um einen einfachen Löwen, Hitler zur Ehren aufgestellt, handelt. Dann, wenn er schon "auf dem hohen Roß" stehen muß, zu meinem Bedauern nicht auf den Boden herunterholt wird zur Gaudi spielender Kinder, sollte sich besser ein Spendenclub bilden und die Sanierung des Sockels bezahlen. Wenn das nicht der Fall ist, sollte der Sockel weiter den jungen Menschen als mögliche Nutzung des öffentlichen Raumes nutzen. Der Basketballkorb wäre dann aus meiner Sicht wieder anzubringen. Junge Menschen brauchen den öffentlichen Raum und so käme eine sinnvolle Nutzung zustande.

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