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Bald ein neues Angebot in Naherholung

Ohne die Fahrgeräusche von der nahen Autobahn A1 wäre der Gang um den Schwanenteich an der Mebusmühle für Spaziergänger – und Videofilmer – mit Sicherheit um einiges erbaulicher. Doch die Autos lassen sich nun einmal leider nicht abschalten.

Eine Schautafel informiert in der Nähe des Restaurants „Mebusmühle“ über eine Baumaßnahme, die sich mehrfach verzögert hat, jetzt aber kurz vor der Fertigstellung steht: „Für Ende April ist die Bauabnahme vorgesehen“, sagte gestern sagt Dagmar Jaspers vom Umweltamt. Die Rede ist vom Schwanenteich unterhalb der Staumauer der Eschbachtalsperre, nur wenige Meter entfernt von der Lärmschutzwand der Autobahn A1. Seit 2,5 Jahren hat der Waterbölles das Projekt verfolgt. „Sanierung des Schwanenteichs beginnt im Januar“, überschrieb er am 24. Dezember 2018 eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid, in der die Sanierung des vom Eschbach durchflossenen Schwanenteichs angekündigt wurde. Am 14. Juni 2019 hieß es, von dem Teich sei mittlerweile nichts mehr zu sehen, und am 22. August 2019: „Teichsanierung dauert spätestens bis September 2020“. Am 13. Mai 2020 erfolgte die öffentliche Ausschreibung, bis zum 9. Juni lagen vier Angebote vor. Den Zuschlag bekam der preisgünstigste Bieter, die Firma Vornholt GmbH aus Borken, und das so genannte Baustartgespräch fand am 15. Juli statt. Die Einrichtung der Baustelle folgte dann im August.

An schlechtem Wetter habe es gelegen, dass sich die Arbeiten hinausgezögert hätten, sagte die Biologin Dagmar Jaspers, die schon das das Lobachtal für Naturfreunde zu einem Kleinod gemacht hat und nun auch auf den „neuen“ Schwanenteich mit gut begehbarem Rundweg stolz sein kann. Noch aber müssen sich Naherholungssuchende in Geduld üben: Bevor der Weg im Mai freigegeben werden kann, will die Stadt zur Sicherheit einen Zaun setzen zwischen den Weg und den Teich.

Es waren umfangreiche Arbeiten: Rückbau und Entschlammung des Schwanenteichs, Umbau des Zulaufs,  Rückbau des Auslaufbauwerks, Verlegung von Eschbach und Tenter Bach. Der verlief früher im Talgrund kanalartig parallel zur Autobahn. Jetzt mäandert er auf der Wiese über 170 Meter naturnah darin, bis er kurz vor der (von der Jugendhilfe-Werkstatt Solingen produzierten) neuen Fußgängerbrücke aus Stahl und Holz, die von Mitarbeitern der Fa. Vornholt gestern mit Hilfe eines großen Baukrans aufgestellt wurde, in den Eschbach mündet. Der Bach durchfließt die Eschbachtalsperre. In diese Richtung dürfen Fische auf der Suche nach Laichgründen also nicht schwimmen; das wäre für sie eine Sackgasse. Deshalb wurde der Tenter Bach an der Einmündung so verlegt, dass die Fische ihm weiter talaufwärts folgen. Dafür hatte sich Dagmar Jaspers eine Art Leitsystem einfallen lassen; der Eschbach schleich sich hinter zwei kleinen Staustufen förmlich „unauffällig ein“. Sollten also Forellen und andere Fische, wie gewollt,  künftig weiter oberhalb im Tenter Bach laichen, wäre das Projektziel erreicht – ein weiterer Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die ist dem Land NRW als Geldgeber rund 1,3 Millionen Euro wert.

Auf dem Schwanenteich hätte man dabei eigentlich ganz verzichten können. Wollte man aber nicht, und das ist gut so. Denn indem vom einst doppelt so großen Teich der westliche Teil entschlammt erhalten bleibt, können sich an der neuen Wasser-Landschaft nicht nur Spaziergänger, sondern auch Angler erfreuen. Freilich müssen die ihre Forellen zunächst selbst kaufen und in den Teich mit bester Wasserqualität einsetzen. Hierfür wird  sorgt eine Rohrleitung, die den Teich mit dem Eschbach weiter oberhalb verbindet. Über sie wird das Teichwasser alle zehn Tage komplett ersetzt.

Vom Eschbach im neuen Bett auf östlicher Seit ist der Teich durch zwei baumbewachsene kleine Hügel getrennt. Das waren früher die beiden Inseln des Schwanenteichs. Das einstige gemauerte Auslaufbauwerk wurde durch ein so genanntes Maulprofilrohr ersetzt , das für Fische auf Laich-Wanderschaft kein Hindernis darstellt; die Gewässersohle bleibt durchgängig.

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Stadt Remscheid am :

Die umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen am Schwanenteich sind inzwischen abgeschlossen. Bevor mit der aufwändigen Herstellung des neuen Teiches und des neuen Bachbettes begonnen werden konnte, mussten zuerst rund 6.000 Tonnen Teichsediment auf einer Deponie fachgerecht entsorgt werden. Seit einigen Tagen steht der Weg rund um den Schwanenteich den Bürgerinnen und Bürgern wieder für einen Spaziergang zur Verfügung Während der neunmonatigen Bautätigkeit hat sich in enger Kooperation zwischen den Technischen Betrieben (TBR) als Eigentümerin des Schwanenteichareals und dem Remscheider Umweltamt (Untere Wasserbehörde) viel getan. Der Teich ist jetzt wieder mit Wasser gefüllt, und nebenher – getrennt durch einen breiten Damm – schlängelt sich der neu verlegte Eschbach in einem steinigen Bachbett. Auch der bachaufwärts verlaufende Tenter Bach hat im Mündungsbereich ein neues und mäandrierendes Bachbett erhalten. Die zur Zeit noch fehlende Bepflanzung am neuen Bach, auf den Dämmen und an den Ufern des Teiches erfolgt im Herbst diesen Jahres. Damit der Teich seinen jetzigen Wasserstand halten kann, wurden die Ufer an den neuen Dämmen mit einer natürlichen Lehmschicht abgedichtet. Wird diese beispielsweise durch badende Hunde beschädigt, ist die Standsicherheit der Dämme gefährdet. Zusätzlich kann der Wasserspiegel dauerhaft absinken. Daher ist eine Freizeitnutzung dieses Gewässers (Baden von Mensch und Tier) ausgeschlossen. Die zur Zeit noch fehlende Bepflanzung am neuen Bach, auf den Dämmen und an den Ufern des Teiches erfolgt im Herbst diesen Jahres. Die TBR weisen ausdrücklich darauf hin, dass auch das Betreten des gesamten Uferbereichs verboten ist. Die Verbote werden künftig durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) regelmäßig kontrolliert.

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