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Jugendliche halten sich meist an die Corona-Auflagen

So manche städtische Mitarbeiter/innen sind hier  und da nicht an ihrem Schreibtisch anzutreffen, sondern im Außendienst unterwegs . Aber nur zwei sind „in ständigem Außendienst“, wie sie am Freitag der lokalen Presse in einer Video-Konferenz beschrieben: Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratza. Als Remscheids einzige Streetworker kümmern sie sich um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahre) – in der Fußgängerzone, im Stadtpark, vor dem Alleecenter, auf Spielplätzen wie dem in Klauser Feld in Lüttringhausen, auf der Parkour-Anlage am Hauptbahnhof oder der BMX-Strecke in Hasten-Holz, in der Skater-Funbox in Lennep oder am Stadion in Reinshagen, wo sich bei trockenen Wetter gerne drei Dutzend Jugendliche und mehr gerne treffen.

Da liegt die Vermutung nahe, dabei könne es sich um einen gefährlichen Corona-Hotspot handeln. „Irrtum!“, betonte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern. Zwar war die Zahl der in Remscheid positiv auf Corona Getesteten bis gestern auf 572 angestiegen. Doch darunter waren insgesamt nur 21 infizierte Kinder im Alter von 1 bis 5 (von insgesamt 4.091 in Remscheid) bzw. 101 Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 18 Jahren (von insgesamt 15.872). „Also eine äußerst geringe Prozentzahl“, fasste Neuhaus zusammen und rechnete das auch den beiden Streetworkern an. „Die sind sehr motiviert und sorgen dafür, dass ihre Klientel für das Thema sensibel bleiben!“

Das seien diese aber ohnehin, gaben Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratza (Foto) den Dank an die jungen Leute weiter, mit denen sie in diesen Tagen oft über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das öffentliche Leben sprechen. Dabei hätten sie festgestellt, dass diese sich „an die Maskenpflicht und die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr halten und auf Abstände achten; sie sind von sich aus sehr vorsichtig!" Das habe auch Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann bestätigt. Gratza: „Eher beobachten wir auf den Spielplätzen Erwachsene, die sich nicht an die Vorhaben halten“"

Damit die Vorsicht von Corona bestehen bleibt, verteilen die Streetworker sei Ostern mit finanzieller Unterstützung der Lothar-und-Ulrike-Kaiser-Stiftung Gürteltaschen aus recycelten PET-Flaschen an ihre Gesprächspartner. Die Taschen enthalten eine kleine Box mit sechs Corona-Masken, einen Jugendschutzkalender, Desinfektionsmittel für die Hände und 25 Seifenplättchen zum Händewaschen unterwegs, aber auch ein Jojo-Spiel, ein Geduldsspiel oder Pflanztöpfchen für die Aufzucht einer Sonnenblume, ferner Postkarten mit witzigen Aufdrucken oder den Kontaktdaten der Streetworker. Von den angeschafften Taschen sind bisher 70 verteilt worden.

Im vergangenen Jahr kamen Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratza im Stadgebiet auf 250 Einsätze (teilweise auch mit dem AGOT-Mobil); in diesem Jahr sind es bislang rund 100. „Eine gute Bilanz“, findet Egbert Willecke, bei der Stadt der Fachdienstleiter Jugend. „Das zeigt, dass die Ansprache durch unsere Streetworker ankommt. Die Jugendlichen merken, dass wir für sie auch in der Corona-Pandemie da sind!“ Dabei treten die beiden Streetworker bewusst nicht als Oberlehrer oder Sanktionierer auf. „ Wer ins Gespräch kommen will, muss es vorsichtiger angehen!“ Die „Beziehungsarbeit“ beginne vielmehr mit Fragen nach den persönlichen Bedürfnissen. Da werden dann schnell die durch Corona eingeschränkten Freizeitangebote zum Thema. Gratza berichtete gestern von zwei Jugendlichen, die in einem Waldstück einen verwilderten Schrebergarten entdeckt hatten, Den hätten sie gerne rekultiviert. Das war zwar leider nicht möglich, doch die Streetworker konnten den Kontakt herstellen zum Kleingartenverein Kremenholl. Dort konnten die Jugendlichen einen 500 Quadratmeter großen Garten übernehmen. Und „wuseln dort jetzt begeistert“.

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