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Sorgen ernst nehmen, Krise der Demokratie verhindern

von Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid

Liebe Kolleginnen und Kollegen, eigentlich… Ja, eigentlich würden wir den 1. Mai gemeinsam feiern und uns am Vorabend auch im Rathaus zum Empfang für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen. Doch wie im vergangenen Jahr macht das die alles beherrschende Corona-Pandemie auch in diesem Jahr unmöglich. Und das, obwohl es gerade in diesem Jahr so wichtig wäre, Zeichen zu setzen. Das diesjährige Motto „Solidarität ist Zukunft“ unterstreicht dies eindrucksvoll.

Dier Solidarität mit den Beschäftigten in unserer Stadt, in unserem Land, ist notwendiger denn je. Die Pandemie wirkt sich in alle Lebensbereiche aus. In vielen Unternehmen besteht nach wie vor Kurzarbeit. Gerade erst in diesen Tagen habe ich mich mit einem Beschäftigten unterhalten, der zusammen mit vielen anderen von Entlassung nach 33 Jahren Zugehörigkeit bedroht ist – und das als Schwerbeschädigter. Ich denke an all diejenigen, die als Soloselbständige seit Monaten keinerlei Einkommen haben.

Auf der anderen Seite erlebe ich Be- und Überlastung bei vielen im Gesundheitswesen, bei den Ordnungskräften. Beschäftigte im Erziehungsdienst arbeiten mit der Unsicherheit, ob sie ausreichend geschützt sind. Großen Respekt habe ich vor den Frauen und Männern im Einzelhandel, die tagtäglich unsere Versorgung sicherstellen und noch lange nicht in der Impfkette priorisiert sind. Was ist mit den Beschäftigten in der Gastronomie und im Einzelhandel, deren Geschäfte seit Monaten geschlossen sind?

Während ich diese Zeilen schreibe, sind die Infektionszahlen in Remscheid besonders hoch; die intensivmedizinische Versorgung ist herausfordernd und an ihre Grenze stoßend. Wenn man sich tagtäglich damit beschäftigt, fehlt einem das Verständnis für diejenigen, die die Pandemie immer noch verneinen. Insbesondere besorgniserregend empfinde ich diejenigen, die versuchen, aus der Pandemie politisch Profit zu erzielen und versuchen, Menschen für ihre kruden Ziele zu gewinnen. Wir müssen dem mit aller Deutlichkeit entgegentreten. Aus der Gesundheitskrise darf keine Krise unserer Verfassung, unserer Demokratie werden. Jetzt sind alle Demokratinnen und Demokraten gefordert. Nehmt Sorgen ernst, lasst Kritik an einzelnen Entscheidungen zu, verhindert aber, dass sich immer mehr Menschen abwenden und „aussteigen“!

Ich danke allen, die tagtäglich dafür arbeiten, dass wir in der Bekämpfung der Pandemie vorankommen. Ich danke den Pflegekräften, den Beschäftigten im Gesundheitswesen, im Ordnungsbereich und an vielen anderen Stellen. All diejenigen, die sich seit Monaten pausenlos dafür einsetzen, dass diese Krise möglichst bald zu Ende geht, haben unsere Solidarität verdient.

Und wenn dass alles endlich vorbei ist, werden wir auch wieder gemeinsam feiern und den 1. Mai so begehen, wie wir es alle wollen: gemeinsam und engagiert.

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