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Eisernstein: Zeitplan reicht bis zum Förderantrag

Schon seit 20 Jahren sei der Ausbau der Kreuzung Eisernstein in der Planung, sagte Phillipp Veit (CDU), damals Bezirksvorsteher in Lüttringhausen vor mehr als 14 Jahren, im Januar 2007, so nachzulesen im Waterbölles-Kommentar Kein Geld aus Sonderfonds für Kreisverkehr Eisernstein vom 17. Januar 2007. Demnach wäre die Forderung nach einem Kreisverkehr am Ende der Lindenallee in Lüttringhausen also schon mehr als 34 Jahre alt. Wie auch immer – eingebrannt in die Erinnerung der Bürger*innen des Ortsteils hat sie der Lüttringhauser Heimatbund in den Folgejahren bei seinen traditionellen Kottenbutteressen zu Jahresanfang.

Nun liegt den Kommunalpolitikern zur Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen (5.5.) und des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität (17.5.) eine Mitteilung der Verwaltung vor, in der unter dem Punkt „Klima-Check“ ein neuer Knotenpunkt „mit mehr unversiegelten Flächen Platz für Grüngestaltung“ angekündigt wird. Es ist die Antwort des Technischen Beigeordneten Peter Heinze auf die Anfrage von Andreas Stuhlmüller (CDU) vom 27. Januar. Demnach wird von der Verwaltung „angestrebt, (…) Ende Mai einen Förderantrag bei der Bezirksregierung abzugeben“. Mit den Planungen für den neuen Kreisverkehr hat die Stadt das Ingenieurbüro für Tiefbautechnik F. Jaffke beauftragt. Zitat: „Die Planungen befinden sich im Zeitplan“.

Die Planungen sehen statt des jetzigen ampelgesteuerten Knotens einen Kreisverkehr von 35 Metern Durchmesser vor, eine „verkehrstechnisch gute Lösung“, so die Bauverwaltung. Entgegen der früheren Planung von 2005 sei dabei ein zusätzlicher Bypass von der Gertenbachstraße in die Lindenallee entbehrlich. In allen Bereichen seien großzügige Flächen für den Fußverkehr vorgesehen sowie alle Querungen mit Zebrastreifen, „so dass ein sicheres und bequemes Queren der Straße als Fußgänger möglich ist.“ Geplant ist auch, mehrere in dem Bereich befindliche Bushaltestellen zu erneuern und teilweise so zu versetzen, dass das Umsteigen leichter wird. Konkret: Die Haltestellen Barmer Straße und Schulstraße sollen näher zusammenrücken. Die Verwaltung: „Hier werden Vorschläge der Stadtwerke berücksichtigt und eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV verwirklicht.“

Den Radfahrer*innnen kündigt die Verwaltung in ihrer Vorlage „eine optimale Lösung nach den aktuellen Richtlinien“ an: „ Auf jeder ankommenden und wegführenden Hauptverkehrsstraße befinden sich Schutzstreifen, welche bis kurz vor und nach dem Kreisverkehr führen. Nach den aktuellen Regelwerken sollen Radfahrende in Kreisverkehren zur ihrer eigenen Sicherheit im Mischverkehr geführt werden.“

Im Juni dürfte sich die Bezirksregierung in Düsseldorf mit dem Förderantrag der Stadt befassen können. Zum weiteren Zeitplan des Projektes „Kreisverkehr Eisernstein“ sagt die jüngste Vorlage der Verwaltung nichts. Ohne grünes Licht aus Düsseldorf dürfte das auch schwierig sein. Von der Stadt eingeplant sei ein Landeszuschuss in Höhe von 1.100.000 Euro, hieß es am 19. Dezember 2020 in einem Waterbölles-Kommentar von Peter Maar, dem Ehrenvorsitzenden des Heimatbundes. Darin zitierte er aus der Bergischen Morgenpost TBR-Chef Michael Zirngiebl mit den Worten "Als nächstes kommt nun Eisernstein". Dazu Maar: „Da lassen wir uns einmal überraschen…!“ Entsprechende Ankündigungen seien der Bezirksvertretung Lüttringhausen und der Bürgerschaft schon mehrfach unterbreitet worden. Derweil liefen die Kosten aus dem Ruder: „Während im Investitionsprogramm 2019/2020 noch von Kosten in Höhe von 1.625,700 Euro ausgegangen wurde, werden im Entwurf des Investitionsprogramms für 2021/2022 insgesamt 2.475.000 Euro veranschlagt, eine Steigerung um 65 Prozent innerhalb von nur zwei Jahren. Und ist es gesichert, dass der Landeszuschuss in Höhe von 1.100.000 Euro auch bewilligt wird?“ Aber vielleicht hat Peter Heinze ja in Düsseldorf schon mal vorgefühlt.

Für den kommenden Mittwoch, 10 Uhr, hat der Beigeordnete die lokale Presse zu einer Videokonferenz eingeladen. Mit dabei Burkhard Fey und Jonas Rösner, beide im Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung für Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR verantwortlich. Die Frage nach den Zeitplan hat der Waterbölles schon mal notiert. Und auch die nach den Radfahrern und ihre Sicherheit im Mischverkehr im Kreisverkehr.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

… und darüber hinaus. Das erläuterte soeben in einer Video-Pressekonferenz der Technische Beigeordnete Peter Heinze gemeinsam mit Burkhard Fey und Jonas Rösner, beide im Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung für Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR verantwortlich. Demnach muss der Förderantrag der Stadt am 1. Juni der Bezirksregierung in Düsseldorf vorliegen. Auf deren Bewilligungsbescheid hoffen die Remscheider Planer im Sommer/Herbst 2022. Dann könnten die Bauarbeiten im nächsten Winter (2022/23) ausgeschrieben werden. Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2023 und die Fertigstellung des Kreisverkehrs im Herbst 2024 (Bauzeit 18 Monate). Ohne die notwendige Verlegung zahlreicher unterirdischer Leitungen würde man mit einer Bauzeit von meinem Jahr auskommen, sagten die Planer. (siehe ausführlicher Bericht am morgigen Donnerstag im Waterbölles)

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