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Schwächeln die Integrations- und Sprachkurse?

Schwachstellen bei Integrations- und Sprachkurse in Zeiten von Corona sieht Bettina Stamm (echt. Remscheid) und hat sich an Ankay Nachtwein, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates gewandt mit der Bitte, das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung am Sitzung des Integrationsrates am 25.Mai zu setzen. „Durch die Corona-Krise ist nicht nur die schulische Bildung stark eingeschränkt – auch Integrations- und Sprachkurse für eingewanderte Menschen können nicht in gewohnter Form stattfinden. Gem. § 1 IntV (Integrationskursverordnung) hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Durchführung der Integrationskurse in Zusammenarbeit mit Ausländerbehörden, dem Bundesverwaltungsamt, Kommunen, Migrationsdiensten und Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch zu gewährleisten.
Durchgeführt werden die Kurse vor allem durch private Kursanbieter. Berichten zufolge läuft die Wissensvermittlung in Pandemiezeiten so eingeschränkt, dass die Kursteilnehmer kaum Möglichkeiten haben Fortschritte im Sprachen- und Wissenserwerb zu machen. So verfügen die wenigsten eingewanderten Menschen über (geeignete) digitale Endgeräte, Lernmaterialien können nicht ausgedruckt und digital versendet werden. Wie es scheint, sind die privaten Kursanbieter nicht willig oder fähig, Unterstützung für die Kursteilnehmer anzubieten“, schreibt Bettina Stamm.

Unerklärte Arbeitsblätter mit komplexen inhaltlichen Aufgaben würden per E-Mail versendet, obwohl für die Kursteilnehmern unverständlich, nicht digital ausfüllbar sind und aufgrund fehlender Drucker nicht ausdruckbar. Exemplarisch hat Stamm ihrer Anfrage einige Arbeitsblätter beigelegt. Sie bittet um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Werden die Kursanbieter angehalten, alternative Vermittlungskanäle zu nutzen? (Videokonferenzen, Versand der Arbeitsmaterialien per Post, andere digitale Tools)
  • Können die Anbieter vertraglich in die Pflicht genommen werden?
  • Welche Unterstützungsmaßnahmen seitens der Stadt Remscheid gibt es in den Corona-Zeiten, z. B. Ausleihe von Endgeräten, Übernahme des Versands von Lernmaterialien etc.?

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Kommentare

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Ursula Wilms am :

Die Migranten sind eine der großen Verlierergruppen der Maßnahmen des aktuellen Narrativs. War Integration bis vor Kurzem noch ein wichtiges Thema, so scheint es aktuell von geringem Interesse. Ich begrüße daher den Vorstoß von Frau Stamm, den Integrationsrat dazu aufzufordern, sich mit dieser Problematik zu beschäftigen. Die Bildungsträger der Integrations- und Sprachkurse sind nicht auf Homeschooling eingerichtet, die Migranten ebenso wenig. Die meisten verfügen nur über ein Handy als Endgerät. Für Textverarbeitung ist es nicht geeignet. Es ist also sicher zu stellen, dass Arbeitsblätter, wenn erforderlich, in Papierform zugestellt werden und auch zurückgesandt werden können. Dass aber Sprachunterricht und Wertevermittlung so nicht funktionieren können, dürfte klar sein, wenn es denn überhaupt noch andere Werte in diesem Land zu vermitteln gibt als Hygiene und Isolation. Es gilt also noch viele Anträge zu stellen, viele Anfragen in die Ausschüsse zu bringen und Antworten zu finden, die sich nicht nur darin erschöpfen, einen weiteren Förderantrag zu stellen sondern empathisch, intelligent und sozial Lösungen zu finden, die die Gesellschaft wieder zusammenführen und stärken.

Jürgen Koball am :

Sehr geehrte Frau Wilms, ich glaube, Sie versuchen ein Problem auszublenden. Es ist die Ignoranz wider besseren Wissens. Schauen Sie sich bitte mal z. B. in Parkhäusern und baulich verwinkelten Tankstellen um. Dann sehen Sie, welche Klientel sich dort trifft.

Ursula Wilms am :

Da ist sie wieder, die Spiel-nicht-mit-den-Schmuddelkindern-Mentalität. Wofür sprechen Parkhausecken und verwinkelte Tankstellen denn nun? Dafür, dass die Integrationskurse nicht funktionieren, weil sie falsch konzipiert sind, oder dafür, dass die Migranten an diesen nicht teilnehmen wollen bzw. sich nicht integrieren wollen? Die neue Ausgrenzung ist plötzlich wieder salonfähig, sogar unter linken Genossen. Ebenso der Beitrag "Auch sprachliche Probleme mit den Corona-Regeln" weist in diese Richtung. Lauern da Gefahren für die Bewohner dieses Landes, wenn ausgemachte Randgruppen gewisse Regeln nicht einhalten können? Hat das aktuelle Narrativ es tatsächlich geschafft, lange hinter uns gelassene Denkweisen wieder aufleben zu lassen?

Jürgen Koball am :

Die Welt als Wille und Vorstellung (Arthur Schopenhauer). "Wolkenkuckucksheim" oder "Wolkenkuckucksburg". Kann es sein, sehr geehrte Frau Wilms, dass Sie sich dort verlaufen haben?

Ministerium des InnernNRW am :

Der Verfassungsschutz wird ab sofort Teile der sogenannten „Querdenken-Szene“ in Nordrhein-Westfalen beobachten. Das sind insbesondere rund 20 regionale Gruppen der „Querdenken-Bewegung“ sowie die Gruppierung „Corona-Rebellen Düsseldorf“, da bei ihnen hinreichend tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht der demokratiefeindlichen und sicherheitsgefährdenden Delegitimierung des Staates vorliegen. Solche Anhaltspunkte ergeben sich zum Beispiel dann, wenn sich Anhänger der Protestbewegung mit Rechtsextremisten vernetzen, gewalttätig gegen Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen vorgehen oder ständig die staatlichen Schutzmaßnahmen verächtlich machen, um das Vertrauen der Menschen zu erschüttern.

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