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„Die Zeit ist reif für eine Pflegereform!“

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Remscheid

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Remscheid fordern die Bundesregierung auf, endlich eine umfassende Pflegereform auf den Weg zu bringen, die die Situation für Pflegekräfte deutlich verbessert. „Die Zeit ist reif für politische Verbesserungen, um auch in Zukunft qualifizierte, motivierte und gut bezahlte Pflegekräfte beschäftigen zu können“, sagt Rainer Morteln, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege (AGW) in Remscheid.  Die Regierungsparteien hätten jetzt noch die Chance, auf Bundesebene gemeinsam ein gutes Gesetz zu beschließen, anstatt sich im Wahlkampfmodus gegenseitig zu blockieren. „Die Corona-Pandemie hat die Altenpflegeeinrichtungen personell ans Limit gebracht“, sagt Rainer Morteln. Der Fachkräftemangel sei durch Ausfälle aufgrund der hohen körperlichen und psychischen Belastungen verschärft worden. „Die Pandemie hat aber auch gezeigt, wie wichtig die Pflegeeinrichtungen der gemeinnützigen Wohlfahrtsverbände sind“, so Herr Morteln.

Es gelte, diese Wertschätzung und Anerkennung zu erhalten, um weiterhin junge Menschen zu ermutigen, sich für den Pflegeberuf zu entscheiden. „Dazu gehören auch gute Rahmenbedingungen, deren Schaffung in Verantwortung der Politik liegt“, sagt Morteln. Die faire und angemessene Bezahlung in der Pflege müsse gesetzlich geregelt werden - der gesellschaftliche Rückhalt sei dafür da. Auch die Vorgaben für ein Pflegebemessungsverfahren müssten zu einem Mehr an Personal führen. „Nötig sind flächendeckend faire und angemessene Löhne, die von den Pflegekassen refinanziert werden. Die Refinanzierung dürfe sich weder an den ortsüblichen Dumpinglöhnen orientieren, noch darf es darum gehen, lediglich Mindeststandards abzusichern, die der qualifizierten Ausbildung in der Pflege nicht ansatzweise gerecht werden.“ Trotz erforderlicher Schichtarbeit müssten attraktive Arbeitszeiten möglich sein.

Die Politik müsse, so Rainer Morteln, die Umfragen ernst nehmen, nach denen jede dritte Pflegekraft über einen Berufswechsel nachdenkt. „Wir dürfen diese Menschen nicht verlieren“, so der Sprecher der Remscheider AGW. Gleichzeitig gelte es, der Erschöpfung der Beschäftigten in den Einrichtungen und Diensten entgegenzuwirken. Die Wohlfahrtsverbände fordern mehr Möglichkeiten für eine bessere Gestaltung der Arbeitszeiten, flexible Pausenregelungen, gesicherte freie Zeiten und eine engere Begleitung der Pflegekräfte – etwa durch Supervision, Fortbildungen und Sorgentelefone. (Weitere Informationen: www.wir-fuer-sie-in-nrw.de, Link zum Pflegefilm der LAG anlässlich des Tags der Pflege am 12. Mai auf der LAG-Website www.wir-fuer-sie-in-nrw.de bzw. auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=GV1Lo_tZUgo&t=125s.) (Rainer Morteln)

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