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Umbau des Gebäudes für Wohnungslose wird geprüft

Im Rahmen des von der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderten Projekt zur Weiterentwicklung bzw. Neuausrichtung des Gesamthilfesystems der Hilfen für Menschen in Wohnungsnotlagen, das Anfang Februar abgeschlossen wurde, haben zehn Workshops in Präsenz- bzw. aufgrund der Pandemie in Form von Videokonferenzen stattgefunden; gleichzeitig wurde das Förderprojekt in drei Workshops evaluiert. Daran beteiligt waren neben den Mitarbeiter*innen der städtischen Wohnungslosenhilfe und des Jugendamtes auch der Caritasverband Remscheid e.V., das Wilhelm-Paschmann-Haus, das Jobcenter Remscheid, die GEWAG und der Landschaftsverband Rheinland sowie die „Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V. (GISS) als Auftraggeber. Die Handlungsfelder waren Prävention, ordnungsrechtliche Unterbringung, Beratung- und Unterstützung Wohnungsloser, wohnbegleitende Hilfen, Wohnraumakquisition und Wohnraumvermittlung.

Im Abschlussbericht der GISS e.V. wird betont, dass die der Optimierung von Verfahrensabläufen in der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure gelungen sei. Die neu eingerichtete „“Agentur für Wohnen“ habe das Ziel, öffentlich geförderten und Wohnraum von (Privat-)Vermietern allen in Remscheid lebenden Personenkreisen in ausreichender Zahl zugänglich zu machen. Mit der GEWAG wurde eine Kooperationsvereinbarung über ein Kontingent von 35 Wohnungen abgeschlossen, um diese mit Nutzungs- und/oder Mietverträgen an Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Remscheider Haushalte weitergegeben zu können. Das Kontingent von derzeit 25 Wohnungen wird seit November sukzessive an das Unterkunftsmanagement der Zentralen Fachstelle übergeben und dort künftig verwaltet. Für vier weitere Wohnungen liegt ein Angebot vor. Mit dem Jobcenter Remscheid und der Grundsicherungsstelle konnte eine Vereinbarung zur Übernahme eventueller Mietschulden getroffen werden.

Die Unterkunft Schüttendelle für Wohnungslose soll „teilweise leergezogen werden“, wie es im Bericht der Verwaltung zur Sitzung des Sozialausschusses am 9. Juni heißt. Die Bewohner aus dem Wohntrakt sollen Wohnungsangebote erhalten und die Unterkunft bis spätestens zum Jahresende verlassen. Mangels eines zentral gelegenen Alternativobjekts sollen die Einrichtungen des Caritasverbandes (Fachberatungsstelle und Tagescafé) und die Notschlafstelle an der Schüttendelle erhalten bleiben (bei Unterbringung in Zweibettzimmern und Reduzierung der Bettenzahl). Für spezielle Klientel der Zentralen Fachstelle wurden besondere Unterbringungsbedarfe festgelegt. So sollen zwei Wohngruppen für Suchterkranke und Alkoholiker geschaffen werden, ferner eine „Clearing-Wohnung“ für Personen, deren Hilfebedarf nicht sofort erkennbar ist. Geprüft werde derzeit ein Umbau des Gebäudes an der Schüttendelle auch unter dem Aspekt, ob sich diese Unterbringungsbedarfe dort nach einem Umbau realisieren ließen.

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