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E-Autos an der Laterne tanken? Geht leider nicht!

Können Straßenlaternen als Stromlieferanten für die E-Mobilität genutzt werden?“, hatte die CDU-Fraktion angefragt. Die Antwort der Verwaltung zur Sitzung des Hauptausschusses am 20. Mai in Kurzform: „Nein“. Die ausführliche Begründung: „Bereits im Rahmen der Erstellung des Lade-Infrastrukturkonzeptes für Elektrofahrzeuge und Pedelecs für das Stadtgebiet Remscheid, das derzeit in den politischen Gremien beraten wird, wurde das so genannte Laternenladen gemeinsam mit der EWR GmbH und den beauftragten Gutachtern geprüft. Es wurde dabei festgestellt, dass es für die Stadt Remscheid nicht in Frage kommt. Dafür waren die folgenden Punkte ausschlaggebend:

Straßenbeleuchtungsanlagen werden in Deutschland netztechnisch auf unterschiedliche Weise versorgt. In einer Reihe von Städten sind die einzelnen Liste unmittelbar am Niederspannungsnetz angeschlossen, andere Städte, wie auch Remscheid, verfügen über ein eigenes Stromnetz für die Straßenbeleuchtung. Dieses Versorgungsnetz ist von seiner Kapazität so ausgelegt, dass Beleuchtungskörper betrieben werden können. Lastseitig ist das Netz nicht dafür geeignet, eine große Anzahl an Ladeeinrichtungen für die Elektromobilität zu versorgen.

Die Schaltung der Straßenbeleuchtung erfolgt per Funkrundsteuerung in den Schaltschränken. Das hat zur Folge, dass die Stromleitungen der Straßenbeleuchtung außerhalb der Einschaltzeiten spannungslos sind. Technisch lässt sich das zwar theoretisch verändern, der hohe erforderliche Aufwand steht jedoch in keinem Verhältnis zu den sehr wenigen realisierbaren Ladestationen aufgrund der Minderquerschnitte bei den Leitungen.

Es ist momentan nicht möglich, den elektrischen Strom für die Nutzung der E-Mobilität bei Straßenbeleuchtungsmasten eichrechtskonform zu zählen. Aktuell gibt es in der Straßenbeleuchtung keine Messeinrichtungen, um die Strommengen für die Straßenbeleuchtung messtechnisch abzugrenzen. Aktuell erfolgt das bilanziell. Die Einbindung weiterer Verbraucher außerhalb der Straßenbeleuchtung erfordert vorher die Einbringung von Messungen an der Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Stromnetz und dem Netz der Straßenbeleuchtung.

Der Standort von Straßenbeleuchtungsmasten passt häufig nicht ideal zum Standort eines Parkplatzes für die E-Mobilität. Es ist zielführender, im ersten Schritt entsprechende Parkplätze zu identifizieren und anschließend die Frage der Stromversorgung, geeigneter Weise über eine dafür konzipierte Ladesäule, zu klären. Diese Vorgehensweise wurde bei der Aufstellung des Lade-Infrastrukturkonzeptes verfolgt.“

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Das klingt für mich eher nach einem "nicht wollen" als "nicht können". Dass das Konzept grundsätzlich funktioniert, haben zahllose internationale Pilotprojekte bewiesen. Dass eine Umrüstung pauschal abgewiesen wird, halte ich für äußerst fragwürdig und nicht ausreichend begründet, es sollte vielmehr geprüft werden, an welchen Orten ein Umbau möglich und sinnvoll wäre und ihn dort durchzuführen, statt das vollständig abzulehnen. Es geht gar nicht darum, alle Straßenlaternen umzurüsten, sondern solche, bei denen das sinnvoll ist. Siehe z.B.: https://www.deutschlandfunk.de/e-mobilitaet-strassenlaternen-als-tankstellen.1197.de.html?dram:article_id=438317

Chronist am :

Zur Ratssitzung am 24. Juni hat die Fraktion der Linken angefragt, ob es möglich sei, die geplanten öffentlichen Ladestationen für E-Mobilität in Remscheid mit Photovoltaik-Modulen zu bestücken oder zu überdachen, um so einen Teil des benötigten Stroms für Elektrofahrzeuge umweltfreundlich direkt vor Ort zu erzeugen.

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