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Rat und Hilfe der Verbraucherzentrale stark gefragt

Die  Verbraucherzentrale Remscheid stellt ihren Jahresbericht 2020 vor und blickt auf aktuelle Themenschwerpunkte:

  • Trotz Pandemie verlässlich für die Menschen in Remscheid erreichbar
  • Viele Anfragen zu Verbraucherrechten im Lockdown
  • Verbraucherfeindliche Praktiken im Online-Handel besonders im Blick.

Gutscheine statt Geld für ausgefallene Veranstaltungen und Reisen.  Vermeintlich schufafreie Sofortkredite, die sich als kostenpflichtige Prepaid-Karten erweisen. Online-Bestellungen, die wochenlang unterwegs sind oder gar nicht eintreffen. Und nicht zuletzt einschüchternd auftretende Inkassobüros, die Verbraucher:innen unter Druck setzen. Bei rund 3.500 Anliegen war die Verbraucherzentrale in Remscheid im vergangenen Jahr verlässliche Ansprechpartnerin, um Verbraucherrechte durchzusetzen oder unberechtigten Forderungen einen Riegel vorzuschieben.

„Auch wenn wir wegen der Pandemie schon länger keine persönliche Beratung anbieten konnten, waren und sind wir per Telefon und E-Mail stets mit Ratsuchenden in Kontakt“, sagte Lydia Schwertner, Leiterin der Beratungsstelle Remscheid, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020. „Für Menschen mit Sprachbarrieren und digital weniger affinen Personen bleibt ein persönlicher Austausch aber unverzichtbar", betont Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. „Das gilt auch bei komplexen Rechtsproblemen oder sensiblen Finanzfragen”, erklärt Lydia Schwertner . Vor allem Auskünfte rund um Verbraucherrechte im Lockdown waren im vergangenen Jahr stark gefragt. „Corona hat den Verbraucheralltag erheblich verändert. Der Onlinehandel hatte Hochkonjunktur und rief auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Service und rasche Unterstützung für verunsicherte und übervorteilte Menschen standen deshalb für uns im Vordergrund.“ Von laufend aktualisierten Informationen rund um Verbraucherthemen mit Corona-Bezug auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW sowie einer zentralen Hotline profitierten auch die Remscheider:innen. „Besonders gefreut hat uns, dass die Einpersonenberatungsstelle durch eine Stellenaufstockung mit einer Planstelle seit dem 01.01.2021 verstärkt wurde", so Lydia Schwertner. „Dies ermöglicht eine bessere telefonische Erreichbarkeit und eine verlässliche Rechtsberatung nach Termin."

Bei rund 1.600 Rechtsberatungen und -vertretungen haben sich die Verbraucherschützer:innen 2020 zumeist erfolgreich für die berechtigten Ansprüche von Ratsuchenden eingesetzt: „Sie konnten verhindern, dass mein Telefonanschluss und das Internet wegen angeblicher Nichtzahlung abgeschaltet wurden. Ich bin pflegebedürftig und darauf dringend angewiesen. Damit ich nicht wieder in eine solche Situation komme, hat die Beratungsstelle mit dem Telekommunikationsanbieter auch eine tragfähige Lösung für die Zukunft gefunden," so ein Ratsuchender, für den die Verbraucherzentrale tätig geworden ist. 45 % der rechtlichen Hilfestellungen erfolgte aufgrund von niedrigen Einkommen entgeltfrei (Sozialklausel).

VIELE ANFRAGEN RUND UMS REISEN: Angesichts von Reisewarnungen, Quarantäne- und Testpflichten, Absagen und Umbuchungen rangierten Anfragen rund ums Thema Reisen in der Statistik der Beratungsstelle ganz oben. Oft beklagten Betroffene schleppende oder verweigerte Rückzahlungen von Veranstaltern bei Stornierungen sowie das Vertrösten mit Gutscheinen. „Besonders verärgerte die Menschen, wenn Anbieter auf ihre Anfragen gar nicht oder erst nach Wochen reagierten“, berichtete die Beratungsstellenleitung Lydia Schwertner.

UNSERIÖSEN NOTDIENSTEN DAS HANDWERK LEGEN: Weit überzogene Forderungen von Schlüsseldiensten, Rohreinigungs- und Schädlingsbekämpfungs-Notdiensten sind ein Dauerärgernis. Anlässlich des Weltverbrauchertags klärte die Beratungsstelle auf, wie sich Ärger und Abzocke vermeiden lassen und Rechnungen im Lot bleiben. Praktische Tipps von der Anbietersuche bis zur Notfallkarte sowie Hinweise zum Check von Rechnungsposten rundeten das Infopaket ab.

FALLSTRICKE IM ONLINE-HANDEL UND SCHUTZ VOR INTERNETKRIMINALITÄT: Ob gefälschte Internetseiten, Fakeshops, Pishing-Mails oder irreführende Werbung zu Sofortkrediten: „Immer wieder suchten Verbraucher:innen unseren Rat, die auf unseriöse Angebote oder gezielte Betrugsmaschen im Internet hereingefallen waren und dann mit untergeschobenen Verträgen oder mangelhaften Warenlieferungen zu kämpfen hatten“, erläuterte Beratungsstellenleiterin Lydia Schwertner. Dass auf ihre Kosten eingekauft oder auf ihre Namen Verträge abgeschlossen worden waren, erfuhren die Betroffenen oftmals erst, wenn sie Rechnungen erhielten, unbekannte Abbuchungen feststellten oder sogar ruppige Inkassoschreiben im Briefkasten landeten. „Mach Dein Passwort stark!“ lautete dann auch die Botschaft einer vom Landeskriminalamt NRW initiierten Kampagne gegen Cyberkriminalität. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Wuppertal informierte die Beratungsstelle bei einer Telefonaktion über sichere Passwörter als Schlüssel gegen Datenklau und -missbrauch.

ÄRGER UM VERSPÄTETE LIEFERUNGEN: Aufgrund von Beschwerden besonders in den Blick genommen hat die Verbraucherzentrale aktuell verspätete Lieferungen im Online-Handel. So berichteten Ratsuchende aus Remscheid von verspätet oder gar nicht gelieferten Bestellungen von Smartphones oder Kleidung. „Was viele nicht wissen: Online-Shops müssen eine konkrete Lieferfrist angeben und diese auch einhalten. Nachträgliche Veränderungen der Lieferfrist aufgrund von Produktions- oder Lieferschwierigkeiten des Händlers müssen Kund:innen nicht akzeptieren“, erklärt Lydia Schwertner.

KLIMAFREUNDLICH HEIZEN UND STROM ERZEUGEN: Mit hohen Zuschüssen unterstützte der Staat 2020 Hausbesitzer:innen, die ihre alte Ölheizung durch eine klimafreundliche Anlage ersetzten. Ob eine Wärmepumpe, ein Holzpelletkessel oder eine moderne Gasheizung mit ergänzender Solarwärme die richtige Wahl für die eigene Immobilie ist und welche langfristigen Kosten entstehen, erläuterten Energieberater:innen in Onlinevorträgen. Wie auch Mieter:innen durch Photovoltaik Stromkosten sparen können, vermittelte der Online-Vortrag „Steck die Sonne ein!“. Dabei wurden technische und rechtliche Fragen rund um Stecker- oder Balkonsolargeräte geklärt. Ergänzend konnten sich Interessierte individuell telefonisch beraten lassen.

Aktuelles:  Wegen des Lockdowns berät die Verbraucherzentrale zurzeit nicht persönlich. Die Beratungsstelle Remscheid ist jedoch telefonisch sowie über das Kontaktformular auf der Internetseite erreichbar. Tel.: 0 21 91 / 842 479 1 und www.verbraucherzentrale.nrw/remscheid. Servicezeiten: Mo: 9 - 13 Uhr, Di: 9 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr, Do: 9 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr, Fr: 9 - 13 Uhr.

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