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Projekt "HonsWerk" vor neuem politischen Schritt

Mit dem Honsberg sind viele Hoffnungen verbunden“, titelte der Waterbölles am 26. September 2020, nachdem tags zuvor Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Technische Beigeordnete Peter Heinze, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Oliver Gabrian, Vorstand der GEWAG, und Dr. Robert Winterhager, Projektentwickler der Montag Stiftung Urbane Räume, in einer Pressekonferenz im Rathaus das ehrgeizige Projekt erläutert hatten, für das am 24. September der Rat der Stadt mit einem Grundsatzbeschluss den Weg geebnet hatte: „HonsWerk“. Der Name steht für eine gemeinnützige Bildungseinrichtung, die als Projekt der Städtebauförderung den Honsberg als eine Art „Rohdiamant“ zum Leuchten bringen könne, wenn auch die multikulturelle Bewohnerschaft sich nach ihren Möglichkeiten engagiere.

Nächste Woche Dienstag nun soll es in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid einen weiteren politischen Schritt vorangehen:  Auf der Tagesordnung steht dann die Empfehlung an den Rat (zu dessen Sitzung am 24. Juni), die Verwaltung zu einer Kooperationsvereinbarung mit der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft, der Urbane Nachbarschaft Honsberg gGmbH und Montag Stiftung Urbane Räume gAG zu ermächtigen, um das Projekt „HonsWerk“ Hierzu soll die Stadt Remscheid dann folgende Beiträge leisten:

... auf der Pressekonferenz im Rathaus
am 25. September 2020

  • Beantragung von Städtebaufördermitteln in Höhe von bis zu 1,37 Mio. € für den Neubau HONSWERKSTATT. Übernahme des notwendigen Eigenanteils in Höhe 20 Prozent  von bis zu 342 Tsd. € durch Stadt.
  • Beantragung von Städtebaufördermitteln in Höhe von bis zu 118.000 €.  Die Montag Stiftung Urbane Räume gAG erbringt dafür den notwendigen, 20-prozentigen Eigenanteil in Höhe von bis zu 30.000 €.
  • Die Stadt sichert die fristgerechte Beantragung der Städtebaufördermittel bei der Bezirksregierung Düsseldorf bis zum 30. September2022 zu.
  • Die Stadt stellt die Vorfinanzierung der Planungsmaßnahmen in Höhen von rund 87.500 € sicher, soweit sie für die Beantragung von Fördermitteln erforderlich sind. Sollten keine Mittel der Städtebauförderung bewilligt werden, übernimmt die Stadt Remscheid diese angefallenen Planungskosten.
  • Die Stadt leitet die oben aufgeführten Städtebaufördermittel inklusive des städtischen Eigenanteils an die Urbane Nachbarschaft Honsberg gGmbH als Bauherrin und künftige Eigentümerin der HONSWERKSTATT weiter, soweit dieser entsprechende Kosten für förderfähige Maßnahmen entstanden sind.
  • Die Stadt beabsichtigt, die Immobilie Siemensstr. 19 von der (o. g.) Gesellschaft mit einem langfristigen Mietvertrag für eine städtische Einrichtung anzumieten.
  • Die Stadt beabsichtigt, Fördermittel aus einem geeigneten Förderprogramm für eine Einrichtung zur Förderung von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund auf dem Honsberg zu beantragen.

Anknüpfend an die Stadtteil-Strategie „Made by Honsberg“ des spanischen Planungsbüros Taller de Casqueria entwickelte die Montag Stiftung Urbane Räume gAG (MUR) das Projekt „HonsWerk“. „Dabei handelt es sich um ein Immobilieninvestment nach dem Initialkapitalprinzip zur Förderung der chancengerechten Stadtteilentwicklung des Honsbergs“, heißt es im Beschlussentwurf der Verwaltung. Konkreter: In alten, großenteils leerstehenden GEWAG-Häusern an der Siemensstraße sollen „neue, attraktive Formen des Wohnens und Arbeitens sowie eine stadtteilbezogene Sozial- und Bildungseinrichtung entstehen – die „HONSWERKSTATT“.  Hinzukommen soll der „Wohn- und Gewerbebaustein Siemensstraße“. Er umfasst neben preis- und belegungsgebundenem sowie frei finanziertem Wohnungsbau auch Gewerbeflächen in zwei Büro-Gemeinschaftshäusern. Dort erzielte Überschüsse sollen der engagierten Gemeinwesenarbeit und dem neuen Gemeinwohlbaustein im Stadtteil zugutekommen. Insgesamt umfasst das Projekt (nach derzeitigem Stand) rund 7.800 m² Grundstücksfläche und 15 Wohngebäude mit 67 Wohneinheiten. Davon sind elf alte Arbeitersiedlungshäiser. Durch Sanierung und neue Grundrisse sollen daraus rund 40 Wohnungen entstehen, darunter auch Großwohnungen. Zitat: „Die Gespräche mit dem Ministerium, hier den Abteilungen Städtebauförderung und Wohnbauförderung, sind sehr konstruktiv verlaufen. Die Wohnungen sollen nach derzeitigem Planungsstand alle auf dem Wege der Modernisierungsförderung als öffentlich geförderter Wohnraum mit Mietpreisbindung erstellt werden.“

Die HONSWERKSTATT zielt auf die Stärkung der heutigen Bewohner/innen und vorhandener Stadtteilakteure (z.B. Stadtteil e.V. und Ins Blaue) sowie auf die Gewinnung neuer Bewohner, Akteure, Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten. Dieser "Gemeinwohlbaustein" soll unterhalb der Siemensstraße an der Halskestraße entstehen, bestehend aus: 

  • Lernwerkstatt / „Tool-Lab“ für Kinder und Jugendliche (mögliche Kombination mit dem „ToolLab“-Projekt der BSW),
  • Interkultureller Salon mit Schwerpunkt Bildung für Zuwanderinnen,
  • Stadtteilgarten mit HonsWerk-Terrassen am Lobach-Hang,
  • offener Stadtteilwerkstatt.

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Betrachte ich den Honsberg als einen Rohdiamanten, so bleibt "mein" Kremenholl weiterhin eine bedeutungslose Glasperle.

Lothar Kaiser am :

Dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung stimmte die Bezirksvertretung Alt-Remscheid heute ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zu. Zuvor hatte BV-Mitglied Sven Stamm das neue „HonsWerk“ ausdrücklich gelobt, sich ähnliches allerdings auch für andere Remscheider Stadtteile gewünscht, etwa für den Kremenholl.

Chronist am :

Auf einem 1.200 m² großen bislang ungenutzten Grundstück am Lobacher Hang wird ein Stadtteilgarten entstehen, in dem gemeinsames Anbauen von Kräutern, Gemüse, Obst oder Blumen möglich ist, ebenso wie der Austausch und gemeinsames Essen am Grillplatz oder Mini-Seminare zu Gartenthemen.

Lothar Kaiser am :

Habe den Artikel heute noch durch ein "Luftbild" der Stadt Remscheid ergänzt, das den Umfang des Projekts verdeutlicht.

Stadt Remscheid am :

Momentan strebt die Projektgesellschaft die Einreichung des Bauantrags im Spätherbst 2021 an. Läuft alles wie vorgesehen, könnte dann im März 2022 der erste Bauabschnitt begonnen werden. Bis zur Jahresmitte 2022 sollen dann die Vor-Planungen für die HONSWERKSTATT stehen, die dann in den Antrag auf Städtebauförderung übernommen werden. Mit einem Baubeginn für die Werkstatt wäre dann 2023 zu rechnen.

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