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Senioren die Chancen der Luca-App bieten

Pressemitteilung der FDP

Mit sinkender Inzidenzzahl fallen endlich wieder Einschränkungen, mit denen die Menschen in Remscheid in den vergangenen Monaten leben mussten. Auch Einzelhandel und Gastronomie sind Öffnungen erlaubt, doch muss oftmals die Kontaktnachverfolgung sichergestellt werden. Die kostenfreie Luca-App des Berliner Unternehmens Culture 4 life GmbH kann die Nachverfolgung von Kontaktpersonen vereinfachen, denn wer die Luca-App auf seinem Smartphone eingerichtet hat und den jeweiligen QR-Code des Ladengeschäfts oder des Gastronomiebetriebs bei der Ankunft nutzt, muss keine Anwesenheitsliste ausfüllen. Mit Einsatz dieses digitalen Instruments entfällt auf diese Weise die Zettelwirtschaft vor Ort.

Auf ausdrückliche Bitte der Marketingräte Innenstadt und Lüttringhausen sowie von Lennep Offensiv e.V. hat das Gesundheitsamt daher im vergangenen Monat eine Software-Schnittstelle für die Anwendung der Luca-App geschaffen. Die Kontaktdaten können verschlüsselt an das Gesundheitsamt übertragen und für die Nachverfolgung ausgelesen werden. Die Luca-App wird die Datenerfassung nicht nur für Handel und Gastronomie, sondern etwa auch für Kultureinrichtungen und Freizeitstätten vereinfachen. Es ist also damit zu rechnen, dass die Luca-App für die Kontaktnachverfolgung verstärkt zum Einsatz kommen wird.

Damit auch Menschen ohne die erforderlichen technischen Möglichkeiten die Vorteile der App nutzen können, bietet das Unternehmen ab Ende Mai auch Schlüsselanhänger mit einem individuellen QR-Code an, die als Alternative zur Installation der App eingesetzt werden können. Die Schlüsselanhänger müssen einmal registriert und können dann in Einzelhandel, Gastronomie und anderen Betrieben eingesetzt werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten im vergangenen Jahr fast 100% der Menschen in Deutschland im Alter unter 50 Jahren ein Smartphone, jedoch nur etwas über die Hälfte der Menschen im Alter von 70 Jahren und älter. Es sind also besonders die Seniorinnen und Senioren, die häufig nicht über die technischen Voraussetzungen für die Nutzung der Luca-App verfügen und deren Teilhabe in diesem Punkt eingeschränkt ist. Die Mindestabnahmemenge für die Schüsselanhänger liegt derzeit bei 1.500 Stück bei einem Preis von rund 30 Cent pro Stück. Aus unserer Sicht ist dies ein überschaubarer Betrag, um allen Menschen die Teilhabe an dieser modernen Technologie zu ermöglichen. Wir bitten daher um die Beantwortung der folgenden Frage für die Sitzung des Seniorenbeirats am 10. Juni 2021: „Wird die Stadt Remscheid Schlüsselanhänger für den Einsatz der Luca-App bestellen und sie den Menschen, die nicht über die technischen Möglichkeiten zum Einsatz der App auf dem Smartphone verfügen, zur Verfügung stellen?“

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Es ist mir völlig unverständlich, wie merkbefreit und informationsresistent die FDP und die "Marketingräte" immer noch auf der Nutzung der Datenschutz- und Sicherheitskatastrophe "Luca App" bestehen können! Und warum soll einen mehr oder weniger zwielichtigen Unternehmen Geld in großen Mengen hinterher geworfen werden, wenn die offizielle Corona-Tracing-App dieselbe Funktion sicher und kostenfrei bietet? Was machen eigentlich Menschen ohne Smartphone oder die aus Privacy-Gründen ihr Smartphone entgooglet haben? Die "Schlüsselanhänger" haben sich als technisch völlig untauglich herausgestellt, unter anderem, weil man sie in Nullzeit fälschen, oder Dritte irgendwo ein- und auschecken kann. Die sind ganz sicher keine Lösung. Sollte die Stadt Remscheid Luca-App und Schlüsselanhänger trotz aller bekannten Probleme einführen, wäre das wieder einmal ein Fall für eine Anzeige beim Landesdatenschutzbeauftragten. Einzelhändler und Gastronomen, die auf der Nutzung der Luca-App bestehen, werden mein Geld ganz sicher nicht bekommen.

Klaus Konkel am :

Das Land NRW hat eine Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die am 28.Mai 2021 in Kraft trat. Hier ist in § 8 die Rückverfolgbarkeit geregelt. Nach § 8 Absatz 1, letzter Satz, ist die Datenerfassung so zu gestalten, dass die zuständigen Behörden bei Kontrollen vor Ort die erfassten Daten mit den tatsächlich anwesenden Personen abgleichen können. Das Ordnungsamt Essen/Ruhr teilt derzeit Gastro-Betrieben usw. mit: „Die LucaApp bietet keine Möglichkeit einer Dateneinsichtnahme vor Ort und kann damit nicht mehr verordnungskonform in NRW eingesetzt werden.“ Interessante Podcast´s zu Luca App dazu:https://www.ndr.de/nachrichten/info/She-likes-tech-26-Bianca-Kastl,audio903842.html und https://pca.st/ub4ibg88#t=2605.0

Lars Jochimsen am :

Allerdings benutzt der Grugapark Essen die Luca-App, um sich am Eingang anmelden zu können. Es gibt auch die Alternative des Anmeldens per Zettel. Und manchmal frag ich mich, was denn mit den Daten auf den ganzen Zettel und Listen passiert, die geführt werden, ob das immer so datenschutzkonform geht wie bei der Luca-App?

Stefan Holzhauer am :

Nein, die Zettel sind definitiv nicht datenschutzkonform, wenn sie offen ausliegen (und man weiß natürlich auch nicht, welche Gastronomen sie mehr oder weniger unfreiwillig an die Mafia weitergeben), allerdings in aller Regel deutlich datenschutzunkritischer als Apps, die sogar über die eigentliche Funktion hinaus den Nutzer sinnlos tracken. Die Luca-App ist deswegen noch viel problematischer, weil sie die Nutzerdaten freigiebig an Apple, Google und Co verteilt, allein schon dadurch, dass sie ausschließlich in den Appstores der Anbieter angeboten wird und schon diese dadurch Zugriff auf diverse Nutzerdaten erhalten, zudem sind offenbar weitere Tracker eingebaut. Der Quellcode der Luca-App wurde erst auf massiven Druck offengelegt, und dabei hat sich herausgestellt, dass der Anbieter haufenweise fremden Programmcode verwendet hat. Wie man so einem Anbieter vertrauen kann, ist mir schleierhaft. Hier nochmals eine ausführliche Analyse des Vereins digitalcourage e.V., bei dem ich Mitglied bin: https://digitalcourage.de/blog/2021/warum-die-smudo-app-gar-nicht-fantastisch-ist. Es geht nicht nur um Privacy, es geht auch um Security, und auch da patzt das Ding massiv. Aber beide Problematiken scheinen für die Verantwortlichen in Verwaltung und Wirtschaft Fremdwörter zu sein, angesichts der Euphorie um die meiner Meinung nach unsichere Spionage-App, die völlig überteuert für Steuergeld sinnlos eingekauft wird. Man muss sich klar machen, dass hier eine Möglichkeit zur vollständigen lückenlosen Verfolgung der Nutzer inklusive Speicherung auf zentralen Servern eingerichtet wird. Das ist ein Datenschutzalptraum, dagegen war die Stasi ein Ponyhof.

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