Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Antrag auf UNESCO-Welterbe überarbeiten

Pressemitteilung des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW

Wo könnte das nächste UNESCO-Welterbe in Nordrhein-Westfalen stehen? Im Dezember 2019 startete das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Aufruf, Anträge für in Frage kommenden Stätten einzureichen. Folgende vier Vorschläge wurden eingereicht: „Düsseldorfer Gaslaternen“, „Jüdisch-mittelalterliches Viertel Köln“, „Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts: Die Müngstener Brücke als Bestandteil einer transnationalen und seriellen Welterbe-Nominierung“ und „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“. Zur Bewertung der eingereichten Vorschläge wurde im Ministerium eine renommierte Fachjury eingesetzt. Sie hat ihren Abschlussbericht nun Ministerin Ina Scharrenbach übergeben. Das Landeskabinett wird im Sommer entscheiden, welcher Vorschlag an die Bundesregierung aus Nordrhein-Westfalen gerichtet wird.

Die Empfehlungen der Jury zur Müngstener Brücke (Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts): Die Fachjury erkennt das hohe Potenzial zum Nachweis des außergewöhnlichen universellen Wertes, welchen eine serielle, transnationale Nominierung der Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts haben könnte. Allerdings sei eine Ergänzung und Überarbeitung des vorliegenden Antrags notwendig. Es soll abgeklärt werden, ob die Ergänzung und Überarbeitung in der verbleibenden Zeit möglich ist, um gegenüber der Bundesregierung diesen Vorschlag unterbreiten zu können.

Zitate aus dem Abschlussbericht der Jury: „Die Stadt Solingen bewirbt sich mit der Müngstener Brücke für die Aufnahme in die Deutsche Tentativliste zur Nominierung als UNESCO-Weltkulturerbe im Rahmen eines transnationalen und seriellen Antrages mit fünf weiteren Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Italien, Frankreich und Portugal. Obgleich ein transnationales Sammelgut beantragt wird, ist der eingereichte Antrag auf eine Komponente des Sammelgutes, die Müngstener Brücke, fokussiert. (…) Es wäre anzuregen, dass bei internationalen Sammelgütern Informationen über alle Komponenten, nicht nur die deutsche Komponente, einzureichen sind. (…)

In der vorliegenden Form dürfte der Antrag wenig Chancen auf Berücksichtigung für die Tentativliste haben. Eine systematische Überarbeitung des Antrags, insbesondere Informationen über alle Komponenten des Sammelgutes sowie zum internationalen Managementansatz sind für die Befassung auf Bundesebene zwingend notwendig. Entgegen der im Antrag dargestellten Auffassung ist der KMK bislang kein Antrag zur Müngstener Brücke bzw. zu Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts mit Bitte um Evaluierung vorgelegt worden. Indes wurde die Empfehlung, eine internationale serielle Nominierung ins Auge zu fassen, von der durch das Land Nordrhein-Westfalen im Jahre 2012 eingesetzten Jury ausgesprochen. Der vorliegende Antrag kommt dieser Empfehlung nur unzureichend nach, da nur das Objekt Müngstener Brücke ausführlich behandelt wird. (…) Notwendig ist insbesondere die Erstellung einer internationalen Vergleichsstudie, die darstellt, wie die einzelnen Bestandteile zum OUV beitragen, warum diese „Brückenfamilie“ insgesamt den OUV der europäischen Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt und wie sie den Brückenbau in anderen Weltregionen maßgeblich beeinflusst hat.“

Die Empfehlungen zu den übrigen drei Anträgen in Kurzform:

Düsseldorfer Gasbeleuchtung: Die Fachjury erkennt das Potential zum Nachweis des außergewöhnlichen universellen Wertes der Düsseldorfer Gasbeleuchtung zum gegenwärtigem Zeitpunkt nicht. Sie empfiehlt eine weitere Erforschung und regt an auf dieser Grundlage eine Antragsstellung bei einer erneuten Fortschreibung der Tentativliste zu prüfen.

Jüdisch-mittelalterliches Viertel Köln: Die Fachjury erkennt das Potenzial zum Nachweis des außergewöhnlichen universellen Wertes, welchen das Jüdisch-mittelalterliches Viertel Köln haben könnte. Die Jury empfiehlt, den Antrag in der Form eines Erweiterungsantrags oder eines gemeinsamen Antrags mit anderen, vergleichbaren Stätten in Deutschland zu überarbeiten.

Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet: Die Fachjury erkennt zwar das Potenzial zum Nachweis des außergewöhnlichen Wertes, welchen die Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet haben könnte. Dem vorliegenden Antrag gelingt es aber nicht, diesen überzeugend darzulegen. Sie sieht die Notwendigkeit einer tiefgreifenden, systematischen und konzeptionellen Überarbeitung des Antrags. Auf Grund des durch die Kultusministerkonferenz festgelegten Zeitplans des nationalen Verfahrens, nachdem bereits bis Oktober alle Anträge vorliegen müssen, dürfte diese Überarbeitung nach Einschätzung der Fachjury nicht leistbar sein.

Der Abschlussbericht ist auf der Website des Ministeriums abrufbar unter: www.mhkbg.nrw.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Lothar Kaiser am :

Es sieht so aus, als könnte sich das noch längere Zeirt hinziehen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!