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Der Bedarf an Krisengesprächen ist gestiegen

Zur Beantwortung einer Anfrage der Fraktion der Linken nach Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Geschäftsführung des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V., Bergisch Land (SkF), die das Remscheider Frauenhaus verwaltet, der Stadtverwaltung Informationen zur Situation im Frauenhaus Remscheid bereitgestellt: „Die Beratungskontakte sind Corona bedingt nur eingeschränkt möglich. (…) Während auf der einen Seite wenig „neue“ Fälle und Hilfen installiert wurden, ist eine Zunahme von Krisengesprächen. Dies ist mitunter auf den Wegfall bzw. die Einschränkungen im Bereich Schule, Betreuung, Therapie- und Freizeitangebote zurückzuführen. Insbesondere Kinder im Schulalter leiden unter den Kontaktbeschränkungen, was sich im Verhalten widerspiegelt (erhöhtes Aggressionspotenzial bzw. erhöhtes depressives Verhalten, was zu einem erhöhten Bedarf an therapeutischer Unterstützung führt) und auch zu einer Zunahme der Krisengespräche beiträgt. (…) Während der Beginn der Pandemie noch von einer Durchhaltementalität geprägt war, zeichnet sich mehr und mehr Resignation ab. Seit dem zweiten Quartal 2021 nimmt die Anfrage wie erwartet langsam zu.“

Das gilt auch für die Inanspruchnahme des Frauenhauses. Insgesamt stehen im Frauenhaus Remscheid rechnerisch jährlich maximal 2.880 Belegungstage für Frauen (mit bis zu zwei Kindern) zur Verfügung (acht Wohneinheiten x 30 Tage x 12 Monate). „In 2020 sind insgesamt 2.510 Belegungstage durch Hilfe suchende Frauen in Anspruch genommen worden. Das entspricht rechnerisch zunächst einer Belegungsquote von 87,15 % (Jahresdurchschnittswert), tatsächlich ist die Belegungsquote etwas höher, denn wenn eine Hilfe suchende Frau mit mehr als zwei Kindern Zuflucht im Frauenhaus Remscheid findet, werden der Hilfe suchenden Frau aus Platzgründen zwei Wohneinheiten zugewiesen“, so der SkF.

Durch die Coronakrise sind lt. Geschäftsführung des SkF nachfolgende Problemfelder erschwerend hinzugekommen:

  • nur noch überwiegend digitaler/telefonischer Zugang zu allen Ämtern/Behörden.
  • verzögerter Zugang zum Wohnungsmarkt, u. a. auch durch Angst durch Ansteckung.
  • Stagnation der Entwicklungsprozesse der Frauen durch Begrenzung der Handlungsfähigkeit und fehlender äußerer Strukturen, die normalerweise Halt geben.
  • erhöhte Belastung der Frauen durch die Kinder, wenn diese nicht betreut und beschult werden können.

Die Belegungstage für Frauen und Kinder im Frauenhaus Remscheid in der Zeit Januar 2020 bis April 2021:

Monat

Belegungstage Frauen

Belegungstage Kinder

Jan 20

202

287

Feb 20

212

220

Mrz 20

232

226

Apr 20

193

296

Mai 20

186

403

Jun 20

178

388

Jul 20

216

376

Aug 20

214

279

Sep 20

210

270

Okt 20

219

358

Nov 20

210

360

Dez 20

238

414

Jan 21

247

332

Feb 21

229

374

Mrz 21

182

205

Apr 21

226

166

Quelle: SkF Bergisch Land

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