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Erkenntnisse über den Verlauf der Pandemie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Fallzahlen und Wocheninzidenz sinken: Seit Beginn der Pandemie haben sich 6251 Remscheiderinnen und Remscheider mit dem Virus infiziert (Stand: 10. 6.2021). Mitte April erreichte Remscheid einen traurigen Höhepunkt im Verlauf der dritten Welle der Corona-Pandemie. Seither sind die Infektionszahlen, aber auch die Wocheninzidenz kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Monat infizierten sich noch insgesamt 531 Personen mit einer der Varianten des SARS-Cov-2-Virus. Dies entspricht 8,55 Prozent aller Infektionen, die bislang in Remscheid erfasst wurden. Seit dem 5. Juni liegt die Inzidenz im Stadtgebiet nun wieder unter 30; insgesamt sieht die Bilanz also positiv aus. Ob die Inzidenz auf diesem Niveau stagniert oder noch weiter sinkt, hängt von den kommenden Wochen ab. Die Daten des letzten Monats erlauben aber bereits jetzt, erste Rückschlüsse auf die Verbreitung des Virus im Stadtgebiet und gegenwärtige Risikogruppen zu ziehen.

Virus breitet sich vor allem bei hoher Bevölkerungsdichte aus: Eine gute Nachricht vorab. Die Auswertung aller registrierten Infektionen im Stadtgebiet hat ergeben, dass es in Remscheid keine Hotspots in Form besonders betroffener Quartiere gibt. Zwar gab es Unterschiede zwischen den Quartieren, doch lagen die meisten äußerst eng beisammen. Dies wurde durch einen Vergleich der relativen Bevölkerungsanteile aller Infizierten an den jeweiligen Quartiersgesamtbevölkerungen zum städtischen Gesamtdurchschnitt deutlich. Es zeigte sich jedoch, dass die Bevölkerungsdichte einen gewissen Einfluss auf die Ausbreitung des Virus hatte. So waren Hofschaften und weniger dichtbesiedelte Quartiere in der Regel weniger stark von der Pandemie betroffen als dichtbesiedelte Quartiere und Wohnkomplexe. Dieses Phänomen konnte auch im Mai abermals beobachtet werden. Die Erkenntnisse unterstützen somit die Pläne der Stadtverwaltung, die betriebsärztliche Impfung in Firmen auf den Weg zu bringen, um gerade jene Menschen zu erreichen, die vornehmlich in diesen Stadtbezirken leben.

Infizierte in Remscheid werden jünger: Die Analyse des vergangenen Monats offenbarte auch eine Verschiebung im Alter der Infizierten. So nahm der Anteil älterer Menschen an den Neuinfektionen im Mai deutlich ab. Ähnliches galt in geringerem Maße auch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Faktoren, welche diese Entwicklung zu begünstigen scheinen, sind zum einen die voranschreitende Impfkampagne unter älteren Mitbürgern und zum anderen die Pool-Testungen und Selbsttestungen in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Beide Maßnahmen hatten zur Folge, das besonders der relative Anteil junger Erwachsener an den Neuinfektionen im Mai zunahm. Dies zeigt sich auch im Vergleich der Verteilung der Alterskohorten an den Gesamtinfektionen in unserer Stadt zu der Verteilung der Alterskohorten bei den Neuinfektionen im Monat Mai. So sind 34 Prozent aller Infektionen im Gesamtüberblick auf die Jahrgänge 1981-2010 zurückzuführen, im Mai machten diese aber bereits einen Anteil von 49 Prozent an den Neuinfektionen aus. Besonders betroffen sind dabei die Jahrgänge 1984-2004. Spitzenreiter in dieser Alterskohorte stellt der Jahrgang 1990 dar. Daher gilt es trotz der Freude über sinkende Inzidenzen, besonders für junge Erwachsene, im Hinblick auf die Sommermonate mit vermehrten Kontakten, aber auch einer potentiellen Verbreitung der Delta-Variante in Deutschland, vorsichtig zu bleiben.

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