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CDU fragt nach Corona-Toten im "Haus Lennep"

Eine Aufarbeitung der hohen Sterbezahl im Altenheim „Haus Lennep“ fordert die CDU-Fraktion. Und stellt Fragen an die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 8. September. „Corona hat Remscheid besonders hart getroffen“, heißt es in der Anfrage, die sich auf den AOK-Gesundheitsreport 2021 bezieht. Allein im Haus Lennep, an dem die Stadt Remscheid zu 49 Prozent beteiligt ist, waren demnach im vergangenen Jahr 36 Bewohnerinnen und Bewohner an Covid-19 erkrankt und verstorben. Das Gesundheitsamt habe im Dezember Reihentestungen in der Alten- und Pflegeeinrichtung in Lennep durchgeführt und dabei 35 positiv getestete Bewohner und 23 infizierte Mitarbeiter isolieren können.

„Aus der Vergangenheit sollten wir Lehren für die Zukunft ziehen. In einer kleinen Großstadt wie Remscheid zeigt sich, dass einzelne Vorfälle mit einer hohen Zahl an Sterbefällen sich stark in der Statistik niederschlagen. Dies unterscheidet uns von deutlich größeren Großstädten wie Düsseldorf oder Köln, ist aber selbstverständlich kein Grund zur Entwarnung oder Hinweis darauf, dass alles schon ‚nicht so schlimm‘ gewesen sei“, schreibt die CDU. Ihre Fragen an Oberbürgermeister Mast-Weisz:

  • „Welche Maßnahmen hat die Stadt Remscheid – zusätzlich zur Covid-19-Schutzimpfung – ergriffen, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus Lennep künftig vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen?
  • Welche Maßnahmen wurden bei anderen ähnlichen Pflegeeinrichtungen in Remscheid ergriffen und umgesetzt, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden und für eine weitere mögliche „Covid-Welle“ vorbereitet zu sein?“

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Lothar Kaiser am :

Ausführlich hat die Stadtverwaltung zur Sitzung des Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 8. September auf die Anfrage der CDU-Fraktion vom 24. Juni geantwortet. Vorangestellt sind – und dies ist ungewöhnlich – kritische Anmerkungen zu der Anfrage selbst. Zitat: „Die Pflegeeinrichtung und die Verwaltung halten die Wortwahl der anfragestellenden Fraktion in der Anfrage und in der vor der Anfrage veröffentlichte Pressemitteilung für nicht angemessen. Die Worte „Nachspiel“ und „Aufarbeitung“ sind dazu geeignet den Eindruck zu erwecken, dass die verantwortlichen Akteure nicht mit der gebotenen Umsicht und Fürsorge den Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner betrieben hätten. Das ist ausdrücklich nicht der Fall. Gegenüber den Angehörigen, Pflegerinnen, Pfleger, Bewohnerinnen und Bewohner, die von dem bedauerlichen Tod der 33 Bewohnerinnen und Bewohner durch und mit der Virusinfektion betroffen sind, darf durch eine – gezielte oder missverständliche - Wortwahl kein falscher Eindruck entstehen. Die verantwortlichen Akteure haben die einschlägigen Erlasse des Landes NRW beachtet und umgesetzt. Es ist wichtig nicht die enorme Aufopferung und Leistung der Pflegerinnen und Pfleger für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen in der Pandemie zu schmälern und die Trauer der Angehörigen zu stören. Auch in Remscheid wurden die einschlägigen Erlasse des Landes NRW zum Umgang mit der Virusinfektion in Pflegeheimen genau beachtet. In der ersten Phase der Pandemie wurden landesseits Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen verfügt. Diese Entscheidung war ein „gravierender Fehler“ (s. RP-Online vom 30.6.2021). Im weiteren Verlauf der Pandemie wurde von den generellen, präventiven Besuchsverboten in Alten- und Pflegeheimen in NRW abgesehen. Herr Ministerpräsident Armin Laschet sagte in einem Interview mit dem Spiegel, die „Abriegelung der Heime“ im Frühjahr 2020 hätten einen Schaden angerichtet, der nicht wieder gut zu machen sei. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übte sich in Selbstkritik, was die Besuchsregelungen für Alten- und Pflegeheime betraf: „Das Schlechteste, was wir im Umgang mit der Krise gemacht haben“. Da durch die spätere Aufrechterhaltung der Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen selbst mit umfassenden Schutzvorkehrungen in NRW kein vollständiger Ausschluss des Eintrags und der Verbreitung der Viren in Pflegeheime erreicht werden konnte und zu dem Zeitraum von Bund und Land zwar Impfstofflieferungen mit der Priorität für Pflegeheimbewohnerinnen, Pflegeheimbewohner, Pflegerinnen und Pfleger in Aussicht gestellt waren aber noch nicht geliefert wurden, sind im Haus Lennep zu unserer großen Betroffenheit viele Bewohnerinnen und Bewohner gestorben. Diese Verantwortung trägt – analog zur Verantwortungsübernahme des Landes NRW – unsere ganze Stadt, die mit den Hinterbliebenen trauert und den Opfern gedenkt.“

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