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ÖPNV vor großen Herausforderungen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat eine Preisanpassung bei den Tickets um durchschnittlich 1,7 Prozent zum 1. Januar 2022 beschlossen. Nachdem der VRR die Ticketpreise im vergangenen Jahr nicht erhöht und entsprechend der allgemeinen Anpassung des Mehrwertsteuer-Satzes bis zum Ende des Jahres abgesenkt hatte, reagiert der Verbund jetzt auf die aktuelle, angespannte Marktsituation, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie. Neben den Einnahmeausfällen belasten die stetig steigenden Betriebskosten die Verkehrsunternehmen und sorgen für deutlich höhere Aufwendungen. Dennoch war es den VRR-Gremien wichtig, die Preise im Sinne eines sich ändernden Mobilitätsbewusstseins und auch der verkehrspolitischen Ziele zur Verkehrswende und zum Klimaschutz moderat zu halten. Gleichzeitig reagiert der VRR auf die derzeitige Situation mit der Entwicklung und Anpassung von Nahverkehrstarifen, die mehr Flexibilität ins aktuelle Tarifangebot bringen.

Der Einbruch bei den Fahrgastzahlen und die ausbleibenden Ticketverkäufe bedeuten erhebliche finanzielle Einbußen und haben damit große wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Nahverkehr an Rhein und Ruhr. Die Ticketumsätze fielen im zurückliegenden Jahr im VRR-Raum um 233,5 Millionen Euro auf insgesamt 1,097 Milliarden Euro. Die Einnahmeausfälle konnten 2020 und werden voraussichtlich auch 2021, durch die von Bund und Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel im Rahmen des Corona-Rettungsschirms aufgefangen werden. Für die kommenden Jahre rechnet der VRR allerdings mit weiteren finanziellen Einbußen als Folge der Pandemie. „Wir begrüßen, dass sich Bund und Land für eine Fortführung des ÖPNV-Rettungsschirms ausgesprochen haben, gehen aber davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis sich die Nahverkehrsbranche vollständig erholt hat“, sagt José Luis Castrillo, VRR-Vorstand.

Im VRR zeichnet sich ab, dass die Einnahmen, die die Verkehrsunternehmen benötigen, um ihre Aufwandssteigerungen zu decken, nicht mehr ausreichen. Nach Ansicht des VRR werden ihre Aufwände in den kommenden Jahren eher zu- als abnehmen. Damit im VRR auch weiterhin ein attraktiver Nahverkehr mit einem vollen Verkehrsangebot aufrechterhalten werden kann, werden weitere Finanzmittel benötigt. „Die Tarifeinnahmen stellen weiterhin eine wesentliche Finanzierungssäule der Branche dar. In der aktuellen Situation und mit Blick auf das Jahr 2022 und darüber hinaus, leistet auch die Nutzerfinanzierung ihren Beitrag für die Ertragslage der Unternehmen. Insofern sehen wir durch die moderate Preisfortschreibung mit einem gemittelten Erhöhungsmaß von durchschnittlich 1,7 Prozent alle Belange berücksichtigt“, so Castrillo.

Trotz einer intensiven Kundenbindung und -rückgewinnung und der angestrebten Tarifmaßnahme bleibt für das Jahr 2022 eine erhebliche Finanzierungslücke bestehen. „Insgesamt erwarten wir aufgrund von Corona-Nachwirkungen ein Minus zwischen -180 Millionen bis -250 Millionen Euro“, sagt Castrillo. „Aus unserer Sicht können Aufwandssteigerungen nicht mehr in dem Umfang durch die Nutzer refinanziert werden, wie bisher. Deshalb ist es wichtig, dass der zusätzliche Finanzierungsbedarf ausgeglichen wird, um ein zukunftsfähiges Nahverkehrsangebot im VRR zu sichern, das klima- und umweltfreundlich ist. Unsere Partner Kommunen, Kreise, Land und Bund müssen gemeinsam die Finanzierung des ÖPNV nachhaltig ausbauen.“ (Dino Niemann)

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