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Nachts Explosion in Mehrfamilienhaus an der Nordstraße

Gegen 00:45 Uhr kam es heute Nacht aus bislang ungeklärter Ursache im Mehrfamilienhaus Nordstraße 93 zu einer Explosion / Verpuffung. Ein Anrufer berichtete der Feuerwehr von einem lauten Knall und von Trümmerteilen, woraufhin die Leitstelle der Feuerwehr umfangreiche Rettungskräfte zur Einsatzstelle beorderte. Dort trafen die Einsatzkräfte auf eine große Menschenmenge vor dem Gebäude. Auf der Straße lagen auf Trümmerteile. An der Hausfassade waren geborstene Scheiben und Risse zu erkennen. Für die Dauer des Einsatzes musste die Nordstraße zwischen der Elberfelder Straße und der Vereinsstraße komplett gesperrt werden.

Im zweiten Obergeschoss des Hauses stellten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr fest, dass es in einer Wohnung zu einer Explosion gekommen war. Die Wohnung war total verwüstet, und im Treppenraum waren sämtliche Türen aus ihren Angeln gerissen. Da zunächst nicht klar war, ob sich noch Menschen in der verwüsteten Wohnung befanden, wurden sofort zwei Trupps zur Menschenrettung eingesetzt und ein Löschangriff vorbereitet. Zeitgleich wurde die Gasversorgung des Hauses abgeschiebert. Ein Gasmessgerät zeigte an, dass glücklicherweise kein Gas austrat. Auch wurde keine Person mehr unter den Trümmerteilen gefunden. So konnte die genaue Zahl der Betroffenen schnell ermittelt werden. Zwölf Personen hatten bei Eintreffen der Rettungskräfte das Haus bereits selbstständig verlassen. Darunter waren der 34-jährige Wohnungsmieter und seine 41-jährige Bekannte. Eine weitere männliche Person, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls ebenfalls in der betroffenen Wohnung aufhielt, hatte sich vor Eintreffen der Rettungskräfte bereits entfernt. Den leicht verletzten Mieter ließ der Notarzt vom Rettungsdienst ins Sana-Klinikum bringen. Die übrigen Bewohner konnten an der Einsatzstelle verbleiben und wurden erst einmal in einem Stadtwerkebus untergebracht.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde ein Mitarbeiter des Bauordnungsamtes angefordert, um den Zustand des Gebäudes zu bewerten. Wegen der zahlreichen Risse im Mauerwerk würde das Wohnhaus als nicht mehr bewohnbar eingestuft und weitere Sicherungsmaßnahmen des Technischen Hilfswerkes eingeleitet. Dazu zählte u.a. ein Einsatzstellensicherungssystem, um eventuelle Bewegungen der beschädigten Gebäudeteile feststellen zu können. Nach dessen Anbringung konnte das Gebäude von der Bergungsgruppe des THW zwecks notwendiger Abstützmaßnahmen kurzfristig betreten werden.

Die obdachlos gewordenen Bewohner/innen wurden bei Bekannten und auch in einem Hotel untergebracht. Im Laufe des heutigen Vormittags begutachtete ein Statiker das Gebäude, um den gesamten Schaden festzustellen. Ob das Wohngebäude künftig als bewohnbar eingestuft werden kann, bleibt abzuwarten.

Die Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Aus Sicht der Feuerwehr verlief der Vorfall glimpflich. Die Kriminalpolizei ermittelt nun den genauen Hergang und die Ursache. (aus den Berichten von Polizei und Feuerwehr)

Waterbölles: Am frühen Nachmittag hatten Kriminalpolizei, Statiker und Gutachter das schwer beschädigte Haus schon wieder verlassen. Ein Glück, dass sich die Explosion in der obersten Wohnung und nicht im Erdgeschoss ereignete. Dann wäre es womöglich zum Einsturz des Gebäudes gekommen. Denn die Wucht der Detonation war so groß, dass es die Dachkonstruktion oberhalb der Wohnung,  wie der Gutachter festgestellt haben soll, „aus den Angeln“ hob, gut zu erkennen an den großen Rasen in der Fassade. Und in der Wohnung sei eine ganze Wand zusammengestürzt, erfuhr der Waterbölles. Ob die Mieter ihre Wohnungen alsbald wieder beziehen können, ist fraglich. Die Reparatur des Schadens dürfte sich über mehrere Monate erstrecken.

Nachtrag der Polizei von 16.05 Uhr

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei dringend nach dem Mann, der sich zum Zeitpunkt der Verpuffung zusammen mit dem 34-jährigen Wohnungsmieter und seiner 41-jährigen Bekannten in der Wohnung aufgehalten hat und vor Eintreffen der Rettungskräfte von der Örtlichkeit bereits entfernt hatte. Der Mann könnte durch die Verpuffung schwere Verletzungen davongetragen haben. Er konnte trotz intensiver Suchmaßnahmen bislang nicht angetroffen werden und gilt aus diesem Grund derzeit als vermisst. Es handelt sich um den 34 Jahre alten Tobias M. aus Remscheid. Er ist circa 178 cm groß, hat eine schlanke Gestalt, helle kurze Haare und ist Brillenträger. Zuletzt war er bekleidet mit einem hellen T-Shirt, einer blauen Jeans und trug vermutlich ein helles Baseballcap. Er könnte dadurch auffallen, dass er bislang unbehandelte Verletzungen aufweist. Tobias M. oder Zeugen, die ihn seit der vergangenen Nacht gesehen haben oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei Wuppertal unter der Telefonnummer 0202 284 0 in Verbindung zu setzen.

Am heutigen Morgen (03.07.2021) konnte das Haus durch die ermittelnden Kriminalbeamten gemeinsam mit einem Sachverständigen für Explosionsursachen begutachtet werden. Demnach wird als Ursache für die Verpuffung von einem unsachgemäßen Gebrauch von Gaskartuschen ausgegangen. Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats 11 dauern weiter an.

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Kommentare

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Chronist am :

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei dringend nach dem 34 Jahre alten Tobias M. , der sich zur Zeit der Explosion in der Wohnung aufhielt. Als Ursache für die Verpuffung geht die Polizei von einem unsachgemäßen Gebrauch von Gaskartuschen aus. Siehe Nachtrag der Polizei von 16.05 Uhr im Waterbölles.

Chronist am :

Der gesuchte Mann habe die Nacht leicht verletzt bei Familienangehörigen verbracht, teilte die Polizei mit.

Chronist am :

Mit Zustimmung des Bauordnungsamtes konnten die Familien ihre Wohnungen inzwischen wieder betreten.

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