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Heiße Tage im Juni, aber auch Starkregen

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Juni brachte im Wuppergebiet viele trockene Tage, vereinzelt heftige Schauer mit Hagel und Sturmböen und in der Monatsmitte auch sehr hohe Temperaturen. Durch diesen Wettermix fielen die Niederschlagsmengen an den Messstellen sehr unterschiedlich aus. Dies zeigen die Aufzeichnungen des Wupperverbandes. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen 102 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entsprach annähernd der im Juni normalen Regenmenge, sonst fallen dort im Mittel 97 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid waren es rund 116 Liter, das sind 16 Liter mehr als der Durchschnitt von 100 Litern. In der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal wurden 76 Liter gemessen, 20 Liter weniger als im langjährigen Mittel von 96 Litern. Damit war diese Station auch insgesamt die niederschlagsärmste Station im Wuppergebiet. 90 Liter pro Quadratmeter wurden in der Kläranlage Solingen-Burg erfasst. Der Durchschnitt liegt hier bei 102 Litern. Die niederschlagsreichste Messstation im Wuppergebiet war die Messstation Hermannsmühle in Remscheid mit insgesamt 147 Litern Regen pro Quadratmeter.

Mehr als die Hälfte der Tage waren trocken. Dafür brachten kräftige Gewitter und Regenschauer örtlich ergiebige Regenmengen. So fielen z. B. am 4. Juni an der Messstelle in Lindscheid 55 Liter Regen pro Quadratmeter. Deutliche weniger regnete es an diesem Tag in Buchenhofen mit rund vier Litern oder in Solingen-Burg mit neun Litern pro Quadratmeter. Auch der 19. Juni war sehr nass mit 42 Litern an der Bever-Talsperre, 35 Litern in Solingen-Burg, 31 Litern in Buchenhofen und rund 27 Litern in Lindscheid.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD“ war dieser Juni der drittwärmste seit 1881. NRW erreichte laut DWD eine durchschnittliche Temperatur von 18,9 Grad Celsius, üblich sind 15,4 Grad. Auch im Wuppergebiet wurden hochsommerliche Temperaturen erreicht. Besonders warm war es am 17. Juni. Auf der Kläranlage Leverkusen lag an diesem Tag um 14.30 Uhr das Maximum bei 35 Grad.

Der Wasserstand der Talsperren blieb im Vergleich zum Vormonat annähernd konstant. Aktuell liegen die Bever-Talsperre und die Wupper-Talsperre bei einem Füllstand von 94 Prozent. Somit sind die Brauchwassertalsperren in diesem Jahr deutlich voller als Anfang Juli 2020. Im letzten Jahr war im Frühjahr wenig Regen gefallen. Daher wurde schon ab April Talsperrenwasser benötigt, um die Wupper zu unterstützen und die Mindestwasserführung von 3.500 Litern pro Sekunde am Pegel in Wuppertal zu gewährleisten. Am 6. Juli 2020 war die Bever-Talsperre zu 83 Prozent gefüllt. Die Wupper-Talsperre war damals zu 48 % gefüllt.

Bei den Trinkwassertalsperren sieht es wie folgt aus: Die Kerspe-Talsperre liegt bei 97 Prozent, die Herbringhauser Talsperre bei 98 Prozent. Der Füllstand der Großen Dhünn-Talsperre ist weiterhin bei 62 Prozent geblieben. (Stand 7.7.2021)

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