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Schuttberge auch in Seitentälern der Wupper

Das Hochwasser der vergangenen Woche in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Oberbayern, das viele Todesopfer gekostet und einen Sachschaden verursacht hat, der in die Milliarden geht, wird in die Geschichte eingehen als die bisher größte Umweltkatastrophe, die Deutschland erlebt hat. Auch das bergische Land war betroffen, hier besonders das Tal der Wupper. Aber nicht die stieg meterhoch an wie in Wuppertal und Solingen-Burg, sondern auch die sonst so idyllischen Bäche in den Nebentälern – auf Remscheider Stadtgebiet  der Eschbach und der Morsbach – traten über ihre Ufer. Und selbst die kleine Gelpe, die bei Clemenshammer in den Morsbach mündet, wurde zur reißenden Flut, setzte Keller unter Wasser und ließ Besitzer alter Fachwerkhäuser verzweifeln. Denn sie haben in deren Restauration viel Zeit und Geld gesteckt und sind zu einem zweiten Kraftakt finanziell nicht in der Lage.

Beispielhaft für viele Hochwassergeschädigte, deren Unglück in den Medien unerwähnt bleibt, stellt der Waterbölles Stefan und Marina Priester vor. In ihrem Haus unterhalb des Steffenshammer stand das Wasser der Gelpe am Scheitelpunkt der Flut etwa 1,20 Meter hoch, gemessen ab der Schwelle der Haustür. Und die Flut war so reißend, das der erste Rettungsversuch der Feuerwehr mit einem Boot scheiterte. Die Schuttberge vor ihrem Haus und den Häusern ihrer Nachbarn ließ die Stadt Remscheid gestern in einer Sonderaktion der Technischen Betriebe Remscheid und der städtischen Tochtergesellschaft Arbeit Remscheid gGmbH abfahren. Ein kleiner Schritt zu einer Normalität, die noch lange nicht völlig erreicht sein wird.

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Stadt Remscheid am :

In Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Polizei ist die Morsbachtalstraße zwischen Müngsten und Gerstau für den Fahrzeugverkehr vorerst voll gesperrt. Überschwemmungen haben die Straße teilweise unterspült. Nur der Anwohnerschaft bleibt es erlaubt, den Sperrbereich mit dem Auto und mit entsprechender Vorsicht zu befahren.

Stadt Remscheid am :

Die seit vergangenen Montag geltende Sperrung der Morsbachtalstraße ist teilweise aufgehoben. Lediglich die Morsbachtalstraße (L216) zwischen Gockelhütte / Gockelshammer und Müngsten (Einmündung L216 zur B229) bleibt weiterhin gesperrt. Hintergrund sind Unterspülungen der Fahrbahn. Die Zufahrt von der Ortschaft Morsbach bis Gockelshütte ist als Sackgasse gekennzeichnet und bis dahin befahrbar. Der Bereich der Morsbachtaltalstraße zwischen der Ortschaft Morsbach und Gestau beziehungsweise im weiteren Verlauf bis Haddenbach ist freigegeben und kann normal genutzt werden.

Jürgen Hardt /MdB, CDU) am :

Der Bund hat bereits entschieden, dass der Wiederaufbau von Bundesinfrastruktur (Schienen, Straßen, Wasserwege) voll vom Bund finanziert wird. Die Kosten bei Ländern und Kommunen sollen je hälftig vom Bund und von allen Bundesländern gemeinschaftlich aufgebracht werden. Mit einem solchen umfassenden Programm, über das der Deutsche Bundestag gegebenenfalls in einer Sondersitzung nach der Bund-Länder-Vereinbarung beraten und beschließen muss, soll gewährleistet werden, dass bei Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen die Kosten durch das Hochwasser weitestgehend kompensiert werden, wenn Versicherungen nicht zur Verfügung stehen. (aus Pressemitteilung)

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