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Stefan Wagner starb mit 68 Jahren

Stefan Wagner.

„Wir erhielten die traurige Nachricht, dass unser Freund und Genosse Stefan Wagner (3.6.1953 – 5.8.2021) verstorben ist. Um es gleich vorweg zu sagen: unser Stefan Wagner ist nicht weg. Er bleibt bei uns, so wie er immer bei uns und unter uns war. Und um es noch deutlich zu sagen: wir können uns eine Ratsfraktion, einen Tag der Arbeit, eine Arbeiterwohlfahrt, eine Glühweinhütte oder eine Parteiveranstaltung ohne ihn nicht vorstellen, denn: unser Stefan Wagner war im besten Sinne des Wortes ein Genosse!“, hat heute die Remscheider SPD auif ihrer Homepage mitgeteilt.

1953 im hessischen Gießen geboren, fand Stefan Wagner 1976 den Weg zur deutschen Sozialdemokratie. Am 1.11. diesen Jahres hätte er, der als 23-jähriger der SPD beigetreten ist, seine 45-jährige Mitgliedschaft in der Partei gefeiert. Er war Unterbezirksvorstandsmitglied der JUSOS und deren Vorsitzender (1987 – 1989), stellvertretender Vorsitzender seines Heimat-Ortsvereins Remscheid-West sowie Mitglied des Unterbezirksvorstandes der Remscheider SPD und deren Vorsitzender (1995 – 1998). „Hüte die Einheit wie einen Augapfel!“ – dieser Schlachtruf aus der deutschen Gewerkschaftsbewegung nahm das überzeugte IG Metall-Mitglied als Richtschnur seiner Arbeit in und für die SPD. Weiter heißt es in dem Nachruf:

„Stefan Wagner hatte zwei Leidenschaften: ‚seine‘ Arbeiterwohlfahrt und ‚seinen‘ Honsberg. Beidem hat er gedient – im wahrsten Sinne des Wortes. Als Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Remscheid-West bzw. Remscheid-Mitte lagen ihm die Mitglieder, die auf die AWO angewiesen waren, am Herzen. Fast unermüdlich kümmerte er sich um alles. Fast schon legendär war sein Einsatz für die Glühweinhütte der AWO auf dem Remscheider Weihnachtsmarkt. Für tausende von Remscheiderinnen und Remscheider war die Glühweinhütte ein Treffpunkt, um Freunde und Bekannte zur Weihnachtszeit wieder zu sehen. Für Stefan Wagner war sie so etwas wie eine Lebensaufgabe, weil über deren Einnahmen die Aktivitäten für „seine“ Senioren im AWO-Ortsvereins unterstützt wurden. Und so kümmerte er sich mit großer Leidenschaft darum, dass der Ablauf reibungslos funktionierte – und sprang auch schon mal nachts aus dem Bett und eilte zum Theodor-Heuss-Platz, wenn „Not am Mann“ war.

‚Seinem‘ Honsberg ist er zeit seines Lebens treu geblieben, auch wenn er vor einigen Jahren seinen Wohnort verlagert hatte. Viele, viele Jahre hat er dort auf der Lindenhofstraße gewohnt, hat im alten Lindenhof viele Stunden für seine Arbeiterwohlfahrt zugebracht, war treibende Kraft bei den legendären Stadtteilfesten – und hat seinen Stadtteil über viele Jahrzehnte in kommunalen Gremien Gehör verschafft. Ob als Bezirksvorsteher (heute: Bezirksbürgermeister) der ehemaligen Bezirksvertretung Innenstadt (1989 – 1994) oder als Ratsmitglied (1994 – 1999 und seit 2009) hat er leidenschaftlich für seinen Honsberg gestritten, hat im wahrsten Sinne des Wortes für seine ‚Heimat‘ Partei ergriffen.

Er hat viele Jahre dafür gekämpft, dass ‚seine‘ Arbeiterwohlfahrt wieder Kindertagestätten in Remscheid betreiben darf – und er war stolz darauf, dass eine dieser beiden Einrichtungen an ‚seinen‘ Honsberg kommen sollte.“

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Kommentare

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Michael Mahlke am :

Ich hätte ihm mehr Jahre gewünscht. Wir haben mehr als 20 Jahre zusammen Politik gemacht. Als die SPD und die Grünen die Agenda 2010 einführten und die Rente mit 67, habe ich die SPD verlassen und er ist geblieben. Er war ein Guter aber er ist mit 68 gestorben. Leider.

Peter Eller am :

Mein lieber Stefan - auch genannt Stiefi - Wir haben einen großen Teil unser Freizeit und Jugend miteinander verbracht. Aus unseren Jugendzimmern schallte oft laute Musik - zum Leidwesen unserer Eltern. Aber so waren halt die 1960er und 70er Jahre. Die Jugend war im Aufbruch und wollte schnell vieles verändern. Du warst ein streitbarer, aber auch zuverlässiger Mensch und hast immer für Deine Meinung eingestanden. Vor allem auch meine Mutter würde Dich sehr vermissen. Sie war oft als ehrenamtliche Helferin in der Glühweinhütte tätig. Ich hoffe, Du bist "da Oben"gut angekommen.

Chronist am :

Matthias Rosahl rückt in den Remscheider Stadtrat nach. Er folgt damit auf Stefan Wagner, der Anfang August leider überraschend verstorben war. Matthias Rosahl: „Der plötzliche Tod von Stefan Wagner hat uns alle geschockt. Ich fühle mich geehrt, dass ich als neues Ratsmitglied nun seine hervorragende Arbeit fortsetzen darf. Besonders freue ich mich, mich auf diese Weise noch intensiver um die Anliegen meiner Nachbarinnen und Nachbarn in Alt-Remscheid kümmern zu können.“ Rosahl wurde am 13.2.1982 in Wermelskirchen geboren. Der Industriekaufmann war zuletzt bereits als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie im Ausschuss für Sport und Freizeit tätig. „Es freut mich, dass die Fraktion mit Matthias Rosahl ein neues Ratsmitglied gewinnt, der mit vielen Ideen und einer hohen Verlässlichkeit an sein Mandat herangehen wird,.“ sagt Fraktionsvorsitzender Sven Wolf.

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