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Enkeltrick-Betrüger aus Remscheid scheiterte

Fast zwei Stunden lang hielten Betrüger in Brüggen im Kreis Viersen von 16.20 Uhr an eine 57-jährige am Telefon und wollten ihr klar machen, ihr Enkel benötige für eine Autoreparatur einen fünfstelligen Betrag. Am Ende konnte ein 17-jähriger aus Remscheid, der das Geld abholen wollte, vorläufig festgenommen werden. Schon beim ersten Satz war der angerufenen Frau klar, um was für eine Art Anruf es sich handelte. Denn sie wurde mit "Hallo Oma" begrüßt, obwohl sie keine Enkelkinder hat. Sie ließ sich auf das Telefonat ein, während ihr Ehemann über ein anderes Telefon die Polizei informierte. Als der Abholer gegen 18.15 Uhr zur Adresse des Ehepaars kam, konnte er vorläufig festgenommen werden.

Fast täglich versuchen Betrüger im Kreis Viersen mit Geschichten von Enkeln in Geldnot, Töchtern oder Söhnen, die ein tolles Kaufangebot für eine Immobilie bekommen haben, oder seit einiger Zeit auch vermehrt mit Schockanrufen, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und benötige Geld für eine Kaution, an das Geld anderer Menschen zu kommen. Seien Sie wachsam, wenn Sie angerufen werden. Legen Sie spätestens dann auf, wenn jemand Geld fordert. Versichern Sie sich über eine andere Leitung, dass es Ihren Angehörigen gut geht und niemand in Not ist - und informieren Sie die Polizei über den Notruf 110. (aus dem Bericht der Kreispolizeibehörde Viersen)

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CDU Remscheid am :

Die CDU will die Strafen für sogenannte „Enkeltrick-Betrüger“ drastisch erhöhen. Dies geht aus einem Strategiepapier von NRW-Innenminister Herbert Reul und dem stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Thorsten Frei, hervor, über das die „Bild am Sonntag“ berichtet. „Diese CDU-Pläne finden meine volle Unterstützung! Ich finde es richtig, wenn diesen Straftätern künftig bis zu zehn Jahre Haft drohen könnten. Wer das Alter, eine Erkrankung oder Behinderung oder sonstige Einschränkungen der meist betagten Opfer ausnutzt, der handelt nicht nur kriminell, sondern schlicht fies und gemein. Mit dieser widerlichen Masche, dass sich diese Straftäter als Enkel ausgeben und von Seniorinnen und Senioren oft hohe Geldsummen erpressen, werden die Opfer nicht selten um ihr ganzes Vermögen gebracht, das sie sich hart erspart haben. Das kann in meinen Augen nicht genug bestraft werden. Hinzu kommen die möglichen gesundheitlichen oder seelischen Folgen, die ein solches Verbrechen mit sich bringt“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Mathias Heidtmann. „Das Verhältnis von Enkeln zu ihren Großeltern ist ein ganz besonderes. Daher ist es auch ganz besonders schäbig, die Gutgläubigkeit älterer Menschen auf eine solche perfide Art und Weise auszunutzen. Wenn die Strafen für die Boten und ihre Hintermänner deutlich angehoben werden, dann schreckt dies hoffentlich mehr ab als bisher.“

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