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CDU wünscht Dächer städtischer Gebäude künftig begrünt

Zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz am 24.August und zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 7.September hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge durch die neue Stabsstelle „Fördermanagement“ alle vorhandenen und denkbaren finanziellen Fördermöglichkeiten für eine Dachbegrünung im Remscheider Stadtgebiet zu prüfen und dem Bauausschuss eine Handlungsempfehlung vorzulegen. Sämtliche städtische Neubauten in Zukunft sollten so geplant werden, dass keine fossilen Energieträger mehr zum Einsatz kommen. Die Dächer und Fassaden städtischer Gebäude sollten künftig begrünt und / oder mit Solar- und Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.

Weiter heißt es in der Antragsbegründung: „Wir sind uns ebenfalls einig, dass wir auch eine Dachbegrünung bei privaten Bauten als wichtiges Instrument brauchen, um das Klima in der Stadt zu verbessern. Hier möchten wir den Schwerpunkt auf finanzielle Anreize und nicht auf Verbote und Vorschriften legen. Daher halten wir es für geboten, dass die Verwaltung eine Gesamtübersicht aller bereits vorhandenen oder denkbaren Förderprogramme zur Dachbegrünung im privaten Bereich vorlegen möge. Hiermit könnten zusätzliche finanzielle Anreize für private Grundstückeigentümer gesetzt werden, ihre Dächer begrünen zu lassen. Eine konsequente Dachbegrünung wird letztlich ohne kommunale Fördermittel und / oder Fördermittel des Landes und des Bundes nicht möglich sein.“

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Stadt Remscheid am :

Bei den Förderkulissen des Bundes und der Länder sind Dach-, Fassaden- und Hofbegrünungen meist Teil eines breiter angelegten Förderprogramms, während bundesweit etliche Kommunen eigene Programme auflegen, die sich speziell der Haus- und Umfeldbegrünung widmen.(…) In den Ländern werden Dach- und Fassadenbegrünungen in unterschiedlichen Förderkulissen meist Regel als Teil eines umfassenderen Ziels wie z.B. kommunaler Klimaschutz, energetische Sanierung bzw. energieeffizienter Neubau oder in Städtebauprogrammen gefördert. (…) So fördert Berlin „1000 grüne Dächer", Hamburg hat die „Hamburger Gründachförderung" aufgelegt, in Bremen heißt es schlicht „Begrünung von Dächern", und in Hessen nennt sich das Programm „Förderung von kommunalen Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen sowie kommunalen Informationsinitiativen". In Bremen ist die Hausbegrünung außerdem noch Bestandteil eines Modernisierungsprogramms „Rund ums Haus", und im Saarland Teil des „Sonderkonjunkturprogramms im Gastgewerbe". Die jeweiligen Fördersätze sind sehr unterschiedlich und liegen in der Regel zwischen 50 und 75 Prozent (Berlin), wobei Planungskosten berücksichtigt werden können. Auch in Nordrhein-Westfalen werden Gründächer und Fassadenbegrünungen gefördert. Im Rahmen der „Wohnraumförderung - selbst genutzter Wohnraum" bei der NRW- Bank kann unter Berücksichtigung der Förderrichtlinien ein Sonderdarlehen von 75 Prozent der Kosten max. jedoch 500€/m2 gewährt werden. Das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen" … weist explizit als einen der drei Förderbausteine „Dach- und Fassadenbegrünung" aus – die anderen sind „coole" öffentliche Räume und „coole" Schulhöfe. Die Förderung beträgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Richtlinien bis zu 100 Prozent. Sie muss über die Kommunen beantragt und administriert werden. Eine Durchleitung an Private ist möglich. Allerdings beträgt in diesem Fall die Förderhöhe max. 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Ausgaben, und die Immobilie muss älter als fünf Jahre sein. Maßnahmen können noch bis Jahresende beantragt werden. Der letzte Mittelabruf kann bis zum 28.,2.2022 erfolgen, die Maßnahme sollte bis zum 30. Juni 2022 abgeschlossen sein. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat vor kurzem gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW eine Kampagne gestartet, die zur grünen Gestaltung von Dächern, Fassaden und Innenhöfen animieren soll. Unter dem Link www.mehrgruenamhaus.de sind Handlungsempfehlungen und wichtige Hinweis für Immobilieneigentümer und - Eigentümerinnen zusammen gefasst, die bei der Dach- und Fassadengestaltung „grüne" Wege gehen wollen. Dort findet sich auch eine Liste der Kommunen, die ihrerseits Förderprogramme aufgelegt haben sowie Hinweis zu den jeweiligen Förderhöhen und -bedingungen. (…) Nach Auskunft von Kommunen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, braucht ein Programm zur Dach- bzw. Fassaden- und Innenhofbegrünung einen langen Atem. Das zeigen im Übrigen auch die „Hof- und Fassadenprogramme Stachelhausen, Honsberg" und in der Innenstadt, die leider – trotz erheblicher Bemühungen seitens der Fachdienste – nicht realisiert werden konnten. (…) Die Fördermodule der EU sehen perspektivisch stärkere Investitionen in grüne Infrastruktur und Klimaanpassung vor. Von daher ist davon auszugehen, dass es in naher Zukunft – auch in Zusammenhang mit EFRE, dessen Bewilligung durch die EU bis zum Ende des Jahres erfolgen soll – weitere Förderungen geben wird, die die Themen Nachhaltigkeit und Klimafolgenanpassungen in den Blick nehmen werden. Die Stadt Remscheid ist bestrebt, sich bereits im Vorgriff inhaltlich, konzeptionell und in der Maßnahmenplanung intensiv vorzubereiten, um auf neue Förderaufrufe adäquat und schnell reagieren zu können. (aus Tischvorlage der Verwaltung zur heuitigen Sitzung des Bauausschusses)

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