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Stadt Remscheid erarbeitet einen Jugendförderplan

Um offene Kinder- und Jugendarbeit kümmern sich in Remscheid drei evangelische Kirchengemeinden (Luther, Johannes, Lennep) und eine katholische (Heilig Kreuz, Lüttringhausen), der CVJM, die Stadt Remscheid (Internetcafé RIC) und vier eingetragene Vereine (Freie Jugendarbeit Remscheid, Stadtteil Süd, Welle, Schlawiner). Im  Sinne des „Kinder- und Jugendfördergesetz“ (KJFöG) vom 1.1.2005 betreiben diese zehn Trägern in 13 Einrichtungen offene Jugendarbeit, indem sie den Kindern und Jugendlichen des jeweiligen Stadtteils „Räume und Materialien zur zwanglosen Nutzung sowie verlässliche Ansprechpartner für eine vielfältige Freizeitgestaltung bereitstellen“. An insgesamt 271 Stunden in der Woche hielten sie ihre Einrichtungen im vergangenen Jahr geöffnet und kamen dabei auf hundert Gruppenangebote (u.a. Malen, Gestalten, Musik, Sport und Tanz, Kochen) sowie 61 Kooperationsangebote mit Schulen und anderen Trägern der Jugendhilfe (Schülercafés, Hausaufgabenhilfe, Freizeit-AG). So nachzulesen im „Qualitätsbericht 2005“, für den die Arbeitsgemeinschaft „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid“ (ARGOT) und die städtische Jugendhilfe verantwortlich zeichnen. Darin wird für dieses Jahr auch ein Jugendförderplan angekündigt; er ist noch in Arbeit.

Nach Angaben der Statistikstelle der Stadtverwaltung lebten Anfang 2005 in Remscheid 28024 Kinder und junge Erwachsene (zwischen 6 und 26 Jahren).  Etwa jeder achte davon nutzte im vergangenen Jahr pro Woche die Freizeitangebote von „Kraftstation“, „Open Games“, „Joki“, „Mauseloch“ und „Die Welle“, um nur einige zu nennen. Am geringsten interessierten sich dafür (verständlicherweise?) junge Erwachsene (4,5 Prozent der Altersgruppe), am meisten Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren (knapp 23 Prozent der Altersgruppe).

Rund 41 Prozent der wöchentlichen Besucherinnen und Besucher (3442)  hatte einen „Migrantenhintergrund“, wie es in der Amtssprache heißt. Mit anderen Worten: Ausländische Kinder und Jugendliche besuchen die offenen Jugendeinrichtungen häufiger als deutsche. Aus den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ergeben sich nicht selten Konflikte, zum Beispiel „Ehre“ contra „Einhaltung von Gesetzen“, wie es im Jugendbericht 2005 heißt. „Die Bearbeitung solcher Konflikte dient der Integration, erfordert aber gleichzeitig einen hohen personellen Aufwand“.

Das gilt auch für junge Aussiedler (Russlanddeutsche); sie benötigen spezielle Ansprache und Angebote, wie sie die evangelische Kirchengemeinde Lennep bereits seit geraumer Zeit im Ortsteil Hackenberg anbietet. Das gilt aber auch für arbeitslose Jugendliche, gleich welcher Herkunft. Zitat aus dem Bericht: „Die immer größer werdende Perspektivelosigkeit junger Menschen macht zusätzliche Beratungsangebote, aber auch Kooperationen z.B. mit Hauptschulen, Maßnahmeträgern der Jugendsozialarbeit oder Betrieben erforderlich. Geringe personelle und finanzielle Ressourcen setzen hier jedoch enge Grenzen.“

"Insbesondere die Erstellung eines kommunalen Kinder- und Jugendförderplanes, der ab dem Jahr 2006 für jeweils eine Wahlperiode erstellt werden soll, erfordert intensive Kooperation und Abstimmung in allen Bereichen", heißt es im Jugendbericht 2005 abschleßend. Auskunft von Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz von gestern: „Der kommunale Förderplan ist tatsächlich in der ‚Mache’. Ich habe letzte Woche den Entwurf bekommen. Wir werden ihn in einer der nächsten Sitzungen des Jugendhilfeausschusses veröffentlichen.“

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