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Infos über Lese- und Schreibkurse für Erwachsene

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

„Ich habe meine Brille vergessen. Diese Schrift ist zu klein für mich. Meine Hand ist verstaucht.“ Für viele Erwachsene sind das typische Ausreden, um ihre Unsicherheiten beim Lesen und Schreiben zu verstecken. Betroffene haben Angst davor, ihre Schwäche zuzugeben. Mehr als 8000 Erwachsene in Remscheid haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, kommt das ALFA-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. (BVAG) heute nach Remscheid. Von 11 bis 14 Uhr wird es auf Höhe der Alleestr. 68 (vor Woolworth) stehen.

„Viele Menschen kommen spontan auf uns zu und informieren sich über Kursangebote vor Ort“, sagt Projektleiterin Nicole Pöppel. „Wir treffen auf unterschiedliche Personen: Betroffene, das mitwissende Umfeld oder Menschen, die sich generell für die Thematik interessieren“, berichtet Projektmitarbeiterin Agnieszka Jaworska. Das bundesweit tätige Projekt arbeitet mit lokalen Ansprechpartnern zusammen.

In Remscheid besucht das ALFA-Mobil das Kommunale Bildungszentrum der Stadt Remscheid – Abt. Volkshochschule –. Die Volkshochschule der Stadt Remscheid bietet im Bereich Grundbildung die Kurse „Grundlagen des Lesens und Schreibens“ bzw. „Grundlagen des Rechnens“ an. Im Bereich Grundlagen des Lesens und Schreibens kooperiert die VHS Remscheid u. a. mit der Lebenshilfe Remscheid e. V. sowie den Schlawiner gGmbH. Die Kooperationskurse finden bei den Partnern statt; weitere Kursangebote werden in den Räumlichen der VHS Remscheid durchgeführt.  „Ich habe lange gebraucht, bis ich mich dazu entschlossen habe, in einen Kurs zu gehen. Es hat mir sehr geholfen. Ich werde sicherer im Lesen und Schreiben und treffe Menschen, denen es so geht wie mir“, berichtet ein Kursteilnehmer.

Laut der Projektmitarbeiterin Agnieszka Jaworska sind die Kursteilnehmer selbst die besten Botschafter.  Am ALFA-Mobil informieren die Mitarbeiter des BVAG im Rahmen der Kampagne „Besser lesen und schreiben macht stolz“ bundesweit zum Thema Analphabetismus in Deutschland. Mit den ALFA-Mobil-Aktionen sollen Betroffene sowohl direkt als auch indirekt über eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Träger des Projektes ist der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Der Verein bedient das aus TV-Werbespots bekannte ALFA-Telefon 0800 53 33 44 55 und pflegt eine bundesweite Kursdatenbank. Darüber hinaus fördert er in zahlreichen weiteren Projekten das Lesen und Schreiben. Die Vereinsarbeit wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Verkaufserlöse finanziert.

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