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Derzeit weniger als zehn Balkonkraftwerke

Zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz hat die Verwaltung ihre Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zu sogenannten Balkonkraftwerken vorgelegt: „Können Straßenlaternen als Stromlieferanten für die E-Mobilität genutzt werden?“. Die Verwaltung begrüßt es grundsätzlich, wenn Bürgerinnen und Bürger Strom über eine Photovoltaik (PV)-Anlage erzeugen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aufgrund der zunehmenden technischen Komplexität der elektrischen Energieversorgung sei es allerdings erforderlich, bei Installation und Inbetriebnahme von PV-Anlagen bestehende Regeln und Normen einzuhalten: „Dies gilt besonders für steckerfertige PV-Anlagen, die über einen Wechselrichter direkt an das heimische Stromnetz angeschlossen werden. Diese Stecker-Solaranlagen dürfen bis zu einer maximalen Leistung von 600 Wp (Spitzenlast in Watt peak) installiert werden.“

Vor der Installation ist Rücksprache mit dem lokalen Netzbetreiber (in Remscheid ist das die EWR GmbH) erforderlich und die Anlage anzumelden bzw. hierzu ein Elektroinstallationsunternehmen zu konsultieren. Ferner wird interessierten Mieterinnen und Mieter geraten, mit  ihren Vermieter:innen evtl. nötige bauliche Anlagen oder Veränderungen abzustimmen und versicherungstechnische Auswirkungen auf die Gebäudeversicherung abzuklären. 

Offiziell angemeldet sind in Remscheid derzeit von diesen kleinen, steckerfertigen „Balkonkraftwerken“ weniger als zehn (Stand August 2021). Ihre installierte Leistung liegt gerade mal bei vier kWp. Aber: „Mit Blick auf das Solardachkataster der Stadt Remscheid wird deutlich, dass theoretisch eine sehr hohe Zahl an Steckersolaranlagen installiert werden könnte“, so die Stadtverwaltung. „Stecker-Solargeräte produzieren in der Regel genug Strom, um z. B. die Grundlast eines Haushaltes zu decken, das entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch eines Kühlschranks und einer Waschmaschine in einem Haushalt mit zwei Personen. In 20 Jahren (Lebensdauer der Anlage) werden ca. 2,5 t CO2-Ausstoß eingespart.“

Über die Nutzung der Solarenergie informiert die Stadt in enger Abstimmung mit der EWR GmbH und der Verbraucherzentrale NRW, so am 7. Juni in dem Online-Seminar „Sonne im Tank“. Von Oktober bis Dezember ist mit finanzieller Unterstützung der Klima-Allianz Remscheid e.V. eine „Vor-Ort-Solarenergieberatung“ geplant. Dabei sollen auch die Stecker-Solaranlagen thematisiert werden. Im Internet stehen auf den Seiten der EWR GmbH, der Verbraucherberatung und der Stadt Remscheid bereits umfangreiche Informationen zu Verfügung:

Die Verwaltung hält ein PV-Förderprogramm für Anlagen bis 10 kWp als Zuschussvariante für sinnvoll: „Erfahrungen in anderen Kommunen zeigen, dass die Nachfrage nach einer solchen Förderung sehr hoch ist.“ Finanzmittel stehen im Haushalt der Stadt Remscheid derzeit jedoch nicht zur Verfügung.

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Chronist am :

Die Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD-Fraktion zeige, dass auch kleine PV-Anlagen in Remscheid Sinn ergeben, so die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP. Um das Bewusstsein für diese Möglichkeit der Stromerzeugung zu erhöhen und die Anschaffung zu fördern, halten die drei Fraktionen ein kommunales Förderprogramm für sinnvoll und haben dazu heute im Hauptausschuss einen Prüfantrag beschlossen (einstimmig bei einer Gegenstimme): „Die Verwaltung wird beauftragt, die Einrichtung eines PV-Förderprogramms für Anlagen bis 10 kWp zu prüfen und zu konzipieren.“

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