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Verschwörungsideologien souverän begegnen

Die Psychologische Beratungsstelle der Stadt Remscheid (FD 2.52) mit den beiden Arbeitsbereichen der Erziehungs- und Familienberatung sowie der Schulpsychologie bringt zu Beginn des Schul- und Kitajahres 2021/2022  für das neue und das Schuljahr 22/23 einen neuen Fortbildungskatalog heraus. Er wurde in gedruckter Form an die Kitas und Schulen versendet und ist als Pdf-Datei auf der Homepage der Psychologischen Beratungsstelle abrufbar. Darin finden die Fach- und Lehrkräfte der Kitas und Schulen viele interessante Angebote für Fortbildungen, Supervision und Beratung. Das Angebot richtet sich an alle Kindertagesstätten und Schulen in Remscheid und ist für diese kostenlos.

Vorangestellt ist der neuen Broschüre ein Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Zitat: „Anfang 2020 hätte niemand von uns gedacht, wie groß die Herausforderung  sein würde, der wir uns als Stadtgesellschaft seit März 2020 stellen. Lockdown,  Distanz- und Wechselunterricht, Ausgangssperren, 'click and meet': all das sind  nicht nur Worte, sondern (notwendig gewordene) Entscheidungen, die unser  aller Leben völlig verändert haben. Corona hat das Leben verändert, und diese Zeit hat auch Menschen verändert.  Oder besser: Wir haben Seiten an uns kennengelernt, die uns so nicht bewusst  waren. Unsicherheit, Angst, Distanz statt Nähe; all das sind Gedanken, die uns seitdem nicht mehr loslassen.“

Auf Seite 17 des neuen Fortbildungskatalogs findet sich das Seminarangebot „Verschwörungsideologien souverän im Unterricht begegnen“ für Lehrkräfte aller Schulformen. Zitat: „Der Glaube an Verschwörungen spielt nicht erst seit Corona eine große Rolle in vielen politischen Diskussionen. In allen extremistischen Ideologien stellt er ein zentrales Element dar und hat häufig eine antidemokratische und menschenfeindliche Ausrichtung. In der Fortbildung werden – die Erfahrung der Teilnehmenden einbeziehend – die typischen Merkmale und Denkweisen von Verschwörungsideologien untersucht, um diese sicherer erkennen und ein mögliches antidemokratisches Potenzial einschätzen zu können. Es wird dargestellt, inwiefern typisch menschliche Wahrnehmungsverzerrungen und individuelle Eigenschaften das Entstehen und den Glauben an Verschwörungen begünstigen. Gemeinsam werden Möglichkeiten untersucht, wie pädagogisch und didaktisch sinnvoll gerade in der speziellen Kommunikationssituation Unterricht auf problematische Äußerungen von Schülerinnen und Schüler eingegangen werden kann.“

Aber wieso nur auf Äußerungen von Schüler:innen? Der Waterbölles empfiehlt dem Team der Psychologischen Beratungsstelle, sich auch nach Lehrerinnen und Lehrern in den Remscheider Schulen umzusehen, die selbst die eine oder andere Verschwörungsideologie hegen und pflegen. Etwa nach jener Lehrerin, die zu Beginn der Corona-Pandemie ihre E-Mail-Adresse an die Tafel geschrieben und dabei erklärt haben soll, wegen der Machenschaften von Bill Gates werde es mit ihr in nächster Zeit keine digitalen Zoom-Konferenzen mit ihren Klassen geben…
Der neue Fortbildungskatalog 
steht am 1.  September auf der Tagesordnung des Schulausschusses.

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