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August 2011: Der Waterbölles blättert zurück

Im Kreis aller an Planung und Bau Beteiligten übergab am 5. August 2011 Oberbürgermeisterin Beate Wilding den Nordsteg am Hauptbahnhof seiner Bestimmung. Mehr als ein Jahrzehnt zuvor hatte das Gebiet rund um den Remscheider Hauptbahnhof – den Willy-Brandt-Platz – die kommunalpolitische Debatte geprägt. Die als Blumeninsel ausgestaltete Bushaltestelle stand am Anfang der neuen Verbindung zwischen der Remscheider Innenstadt und dem Südbezirk. Die REGIONALE 2006 sorgte schließlich für die notwendige Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen.

Die Arbeit am Weltkulturerbe-Antrag ist in vollem Gange“, berichtete vor zehn Jahren in einer Pressemitteilung die Bergische Entwicklungsagentur GmbH. Für den Weltkulturerbe-Antrag zur Müngstener Brücke und den hoffentlich ersten positiven Bescheid seitens des Landes würden viele Gutachten vonnöten sein. Und deshalb habe sich Renate Falkenberg von der Unteren Denkmalbehörde Stadt Remscheid und ihr Amtskollege Andreas Kleinhenz aus Solingen mit Carsten Zimmermann, Projektleiter der Bergischen Entwicklungsagentur, auf den Weg nach Augsburg gemacht, um im Archiv der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (MAN) nach alten Plänen, Verträgen, Rechnungen, Bildern und Filmmaterial zu suchen. Und sie seien fündig geworden: Ein besonderer Schatz sei der Originalvertrag zwischen MAN und der Eisenbahndirektion Elberfeld Der erste Schritt für das Projekt „Weltkulturerbe Müngstener Brücke“ könne nun gegangen werden. Warum allerdings die rund 60 Seiten in Sütterlin-Schrift zugleich als „Pamphlet“ (Schmähschrift) bezeichnet wurde, bleibt das Geheimnis des Verfassers.

Platz für Kreisverkehr ist auch auf einer kleinen Kreuzung“, titelte der Waterbölles am 11. August 2011. Gemeint war der damals fertiggestellte Minikreisverkehr auf der Königstraße an der Einmündung von Hütten- und Uhlandstraße mit überfahrbarer Mittelinsel, erstellt für 6.000 Euro, der in den Medien ziemlich kontrovers diskutiert wurde. Aus der Kreuzung war schließlich heimlich, still und leise ein Kreisverkehr geworden.
Und auf dem kam es schon einen Tag später zum ersten Verkehrsunfall mit einem Sachschaden von ca. 8.500 Euro.  Manfred Dörpfeld damals „Als Rechtsabbieger 1. Ausfahrt bist Du noch nicht im Kreis, da bist Du schon wieder draußen. Auf zehn Meter zwei Ausfahrten aus dem Kreis!“ Von einem holprigen Start in eine neue Ära der Kreisverkehre in RS war später bei einem Ortstermin die Rede, zu dem Bezirksbürgermeister Otto Mähler auch Gerald Hein von der Verwaltung eingeladen hatte. Er betonte: „Der Mini-Kreisel entsprach von vornherein allen Anforderungen der Straßenverkehrsordnung!“ Seitdem haben sich die Autofahrer an die Mini-Lösung gewöhnt.

Ein 18-jähriger Toyota-Fahrer verlor im August 2011 auf der Straße Jägerwald vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit r die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte beim Abbiegen auf einen Parkplatz gegen die Wand eines Firmengebäudes. Er war damals  gerade mal drei Tage lang im Besitz des Führerscheins. Der entstandene Gesamtsachschaden wurde auf mindestens 20.000 € geschätzt.

Im August 2011 musste der Landschaftsverband Rheinland an die Stadt Landschaftsumlage aus 2007 in Höhe von rund 184.000 Euro zurückzahlen. Das hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf und später auch das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden. Derr Landschaftsverband sei nicht berechtigt, planmäßig Überschüsse zu erwirtschaften und hierfür über die Umlage seine Mitgliedskommunen zur Kasse zu bitten. Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz damals: „In Zeiten knapper Kassen müssen auch die Landschaftsverbände Zurückhaltung üben. Wenn Mitgliedskommunen zum Teil kaum mehr in der Lage sind, genehmigungsfähige Haushalte aufzustellen, passt es nicht, wenn der Landschaftsverband Überschüsse in seinem eigenen Haushalt plant und von seinen Mitgliedskommunen finanzieren lässt.“

Für ein friedliches Miteinander von Christen und Muslimen traten vor zehn Jahren zum Ramadan Pfarrer die evangelischen Pfarrer Hartmut Demski und Jochen Robra und der katholische Stadtdechant Thomas Kaster ein: „Zu den Gemeinsamkeiten, die Christen und Muslime verbinden, gehört der Glaube daran, dass der eine Gott der Schöpfer der Welt und der Ursprung alles Lebendigen ist. Innerhalb der Schöpfung kommt dem Menschen eine besondere Würde zu, weil Gott ihm die Verantwortung für die Gestaltung der Welt überträgt. Der Koran bringt dies dadurch zum Ausdruck, dass er den Menschen als Statthalter Gottes bezeichnet. Die Bibel spricht davon, dass Gott den Menschen als sein Abbild erschaffen hat.“ Der Glaube an die besondere Würde des Menschen sei für Muslime und Christen Gabe und Aufgabe zugleich. „Es bleibt unsere Aufgabe, sich für das gute und friedliche Miteinander in Wort und Tat immer wieder einzusetzen.."

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