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Allee-Center mit ALDI und Edeka als Ankermieter

Über diese Basisdaten des Remscheider Allee-Centers gibt Center-Manager Nelson Vlijt gerne Auskunft: Es wurde 1986 eröffnet (mit Allkauf-Supermarkt) und bietet rund 100 Shops auf einer Verkaufsfläche von 30.000 m² sowie über 2.000 m² Büro -und Praxisfläche für medizinische Einrichtungen. Im eigenen Parkhaus befinden sich 950 Stellplätze. Zu den Ankermietern gehören H&M, Saturn und C&A. Pro Tag besuchen rund 30.000 Leute das Allee-Center. Das war der Durchschnittswert vor der Corona-Pandemie. Seitdem ist es im Erdgeschoss, auf der großen Mall des Einkaufszentrums, ruhiger geworden. Denn von den großen Filialisten, die im Allee-Center vertreten waren, sind einige in Konkurs gegangen, und Fotos an den Schaufenstern verbergen die Leere dahinter. Beinahe totenstill ist es im Untergeschoss, seit dort der große Supermarkt von REAL (einst Allkauf) im Dezember 2020 ausgezogen ist und mit ihm seine Untermieter. Eine harte Zäsur für das Center!

Der Unruhe, die sich unter den verbliebenen Mietern der Einkaufsmeile breitzumachen drohte, will der Betreiber „ECE Marketplaces“, die zur ECE Group gehört – seit ihrer Gründung im Jahre 1965 im Besitz der Hamburger Familie Otto – nun gemeinsam dem Vermögensverwalter DWS begegnen. DWS  wird über einen seiner Immobilienfonds in den kommenden zwei Jahren mehr als 25 Millionen Euro in das Center investieren. Für eine einzelne Immobilie, die in die Jahre gekommen ist und nach Modernisierung ruft, ist das eine stolze Summe. Für eine große Fondsgesellschaft wie die DWS ist es eine durchaus leistbare Ausgabe. Alternativlos ist sie allemal, um wirtschaftliches Siechtum zu vermeiden! Schon schien es schlecht bestellt zu sein um das Remscheider  Allee-Center. Sonst hätte Center-Manager Nelson Vlijt (Foto rechts) auf seiner gestrigen Pressekonferenz die Frage beantwortet, wie viele von den 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche derzeit nicht vermietet sind. Das tat er nicht, sondern betonte lieber die neuen Perspektiven für das Alleecenter, dessen Mieter und bergische Kundschaft. Nur zu verständlich, denn die Aussichten stehen wieder gut, seit für die einstige REAL-Fläche im Untergeschoss zwei neue Mieter für 4.600 Quadratmeter Verkaufsfläche gefunden worden sind: der Vollsortimenter EDEKA (3.000 qm) und der Discounter ALDI Nord (1.600 qm). „Die Mietverträge sind unter Dach und Fach“, verriet der Center-Manager stolz. Bleiben noch 3.400 Quadratmeter frei für einen weiteren großen „Ankermieter“ (Hartwaren, Einrichtung, Spielzeug o. ä.) und kleinere Shops. Jetzt, da die Investition von 25 Millionen Euro in die optische und technische Neugestaltung und Aufwertung des Shopping-Centers im Zentrum von Remscheid beschlossene Sache ist, dürfe sich auch diese Fläche leichter vermieten lassen. Für die Planung und Umsetzung der Modernisierung zeichnet der Center-Betreiber „ECE Marketplaces“ verantwortlich.

„Ein zukunftsweisendes Signal für Center, Innenstadt und bergische Region“, betonte Vlijt gestern mehrfach. „Ein nachhaltiges, großes und frisches Lebensmittel-Angebot zu schaffen ist uns sehr wichtig!“ Die umfangreichen Umbauarbeiten auf den betreffenden Shop-Flächen und in der Mall im Erdgeschoss sollen ab Anfang 2022 parallel erfolgen und Anfang 2023 abgeschlossen sein. An den Bauanträgen, die die Stadt Remscheid zu genehmigen hat, wird derzeit noch bearbeitet. Die Ausschreibungen für die Umbauarbeiten laufen bereits.

In der großen Mall im Erdgeschoss soll künftig Wohnzimmer-Atmopshäre herrschen.Erste Visualisierungen zeigen, dass sich das Allee-Center deutlich verändern wird. Ein moderner Look ist angesagt. Heller, freundlicher soll es werden – ein „Wohnzimmer in der Innenstadt“ mit einer noch längeren Verweildauer der Kunden und noch mehr Stammkunden, auch aus dem Umland. Mit einem neuen Fliesen-Boden für die Mall, in Holz in den gemütlichen Lounge-Bereichen, in denen bequeme Sitzmöbel stehen werden, beleuchtet von großen Lampen. Die Wand- und Deckenbereiche werden passend dazu frisch verkleidet, natürliche Farbtöne ziehen ein.

„Das ist unser Bekenntnis zu unseren Shops und Angeboten. Und zu nachhaltiger Lebendigkeit in Center und Innenstadt, trotz des Strukturwandels, trotz der Pandemie-Auswirkungen. Wir wollen jetzt die Veränderung“, sagt Nelson Vlijt voller Überzeugung. Hinter dem Manager und seinem Projektteam liegen zwei arbeitsintensive Jahre. Mitten in der Corona-Pandemie ein alteingesessenes, traditionsreiches Shopping-Center neu zu erfinden, es in Funktion und Look zu verändern wie nie zuvor, und das so, dass die geplante Umbauzeit im laufenden Betrieb für die Besucher:innen zum Erlebnis wird, das war harte Arbeit. Hautnah (durch Gucklöcher auf die rückwärtigen Baustellen) können sie erleben, wie sich ihr Center Schritt für Schritt verwandelt. Ohne den Charme aus mehr als drei Jahrzehnten zu verlieren. Nelson Vlijt: „Wir hoffen sehr, dass unser Projekt neue Marken und Initiativen für die gesamte Innenstadt, vor allem die Fußgängerzone der Alleestraße, begeistern wird.“

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Kommentare

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Alexander Schmidt (CDU) am :

Ein tolles Signal für die Innenstadt und das Allee-Center gerade nach den schwierigen Monaten der Pandemie und der Lockdowns. So wird die Versorgung der Menschen in der Innenstadt noch einmal deutlich verbessert und eine Lücke geschlossen. Ich wünsche mir, dass wir alle durch unser Einkaufsverhalten dazu beitragen, unsere Heimatstadt auch als Einkaufsstandort weiter zu stärken.

Chronist am :

Ergänzende aktuelle Information: Edeka Thomas Pauli, ein Familienunternehmen aus Solingen (Einkaufszentrum „Hofgarten“) will sich im Allee-Center Remscheid auf rund 2000 Quadratmetern mit einem Supermarkt engagieren – in direkter Nachbarschaft mit einer ALDI-Filiale.

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