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Häuser lassen sich gegen Hochwasser schützen

Eine Unwetterwarnung geben die Wetterdienste heraus, wenn sie eine Regenmengen von mehr als 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einer Stunde erwarten oder von 35 Litern in Laufe von sechs Stunden. In bergischen Regionen, in denen sich die Wassermengen in den Tälern sammeln, kann das schnell zu einer Katastrophe führen. Das hat hat sichm Ahrtal gezeigt, in abgeschwächter Form auch  in Leichlingen und im Morsbachtal in Remscheid. Im Juni 2018 waren Margit und Lothar Schlurmann die Leidtragendes eines Wolkenbruchs, der aus dem harmlosen Müggenbach an der Haddenbacher Straße eine reißende Flut machte, die ihr liebevoll restaurierten Fachwerkhaus bedrohte. Vor der Haustüre staute sich das Wasser 80 bis 90 Zentimeter hoch. Ein Glück, dass die Türe mit ihren drei Riegeln und guter Gummierung standhielt. Wie die Stadt später mitteilte, überschritt die Regenmenge in kurzer Zeit “alle in den vergangenen 100 Jahren gemessenen Werte. Unter anderem wurde die Schienenverbindung zwischen Remscheid und Solingen so stark beschädigt, dass der Zugverkehr erst nach mehreren Tagen und nuir in sehr eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen werden konnte.

Die bedrückenden Bilder, wie schnell eine solche Sintflut eine Spur der Verwüstung hinter sich lassen kann, haben Fernsehzuschauer sicher noch gut in Erinnerung nach dem Hochwasser der Ahr. Der Katastrophenschutz war darauf nicht vcorbereitet, und er wäre es bei einem ähnlichen Starkregen auch nicht  im bergischen Städtedreick. Bislang wurde erst ermittelt, wo sich die Wassernmassen sammeln würden und den größtenSchaden verursachen könnten. Dazu legte Gesamtschule Dipl.-Ing. Uwe Ross vom Ingenieurbüro Fischer Teamplan GmbH aus Solingenin der Sitzung des des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz am Dienstag in der Aula der Albert-Einstein- verschiedene Szenarien und Starkregenkarten vor. Und er zitierte einen Feuerwehrmann: “Planungsfehler kann man nicht wegpumpen. Wohl aber die gezielte Flutung einer Rasenmulde!”

In diersem Fall sprechen die Fachleute von sogenannten multifunktionale Flächen. Bedingt durch die steile Topographie befinden sich meisten dieser Standorte in Remscheid, in denen Sturzfluten zumindest teilweise zwischengespeichert werden könnten, an den Oberläufen von Gewässern. Eine Analyse ergab 65 solcher “einstaubaren Flächen”. Gespräche mit den Eigentümern sind bislang allerdings eher die Ausnahme. Überhaupt stehen die Planer von Gewässerschutz auch hier erst am Anfang.

Dass gehandelt warden muss, ist klar. Denn der nächste Starkregen kommt bestimmt. Und könnte viel Schasden anrichten. Über das Stadtgebiet verteit hat das Ingenieurebüro Fiascher beispielsweise  707 Stromstationen und 1743 Kleinverteiler der EWR gezählt sowie 563 Verteilerschränke. Und Anlagen mit wassergefährdeten Stoffen fanden die Mitarbeiter des Ingenieurbüros an 9.522 Standorte (zu diesen Anlagen gehören zum Beispiel auch Öltanks). Das ermittelte Schadenspotenzial:

  • 16.268 Objekte (28 Prozent) mit sehr geringem Risiko: Gartenhäuser, Schuppen, Scheunen,
  • 16.277 (28 Prozent) mit geringem Risiko: Garagen, Lagerhallen, Lagerschuppen, Wochenendhäuser,
  • 23.394 (40 Prozent) mit mittlerem Risiko: Wohnhäuser, Wohngebäude mit Handel/Dienstleistung/Gewerbe/Industrie, Bürogebäude und
  • 2.631 (vier Prozent) mit hohem Risiko: Schulen, Fabriken, Umformer, Kindergärten, Altenheime, Produktionsgebäude. Eine Risikocheckliste für besonders betroffene öffentliche Gebäude nennt 80 Objekte.

Ermittelt wurden auch Siedlungsgebiete in Mulden oder Talsenken, in denen Hochwasser schnell gefährlich ansteigen kann; es sind immerhin 44. Undauch  die Altstadt von Lennep gehört dazu, wie eine Grafik von Dipl.-Ing. Uwe Ross und B. Eng. Max Ribbat den Mitgliedern des Bauausschusses aufzeigte. Die Ingenieure raten zu Sanierungskonzepte für sieben Hotspots im Stadtgebiet:

  • Ibach; Bereich Gründerhammer
  • Müggenbach; Mündung Morsbach
  • Freibad Eschbach
  • vieringhauser Bach; Deponie
  • ArneggerTeiche am Lenneper Bach
  • Kleebach; Fa. Turck und dem
  • Platz am Wassertor in Lennep.

Nebenstehend Grafiken mit vorbeugenden Maßnahmen gegen Hochwasser, über die Besitzer von Häusern in Gefahrenlagen einmal mit einem Fachmann sprechen sollten.

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Lothar Kaiser am :

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen hat ein neues Förderprogramm zur Stärkung der Klimawandelvorsorge in Kommunen veröffentlicht. Für den Aufruf „Klimaresilienz auf kommunaler und regionaler Ebene“ stehen rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Förderfähig sind investive Maßnahmen wie die Entsiegelung befestigter Flächen zugunsten von Grünflächen, das Anlegen von Mulden, Rigolen oder Retentionsflächen zum Rückhalt, zur Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser, aber auch das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden. Anträge sind bis zum 31.10.2021 möglich. Die Antragsunterlagen werden auf www.efre.nrw/react-eu bereitgestellt.

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