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Starkregen im Juli beschädigte zwei Brücken schwer

Von dem Starkregen im Juli war in Remscheid der Morsbach besonders betroffen. So werde etwa der Neubau der von der Flut zerstörten Brücke „Ulrichskotten“ nach ersten groben Schätzungen 500.000 Euro kosten. Die Neuplanung werde mit den Unteren Wasserbehörden (Wuppertal und Remscheid), dem Wupperverband und den Unteren Landschaftsbehörden (Wuppertal und Remscheid) abgestimmt und „an ein kompetentes Ingenieurbüro“ vergeben, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 7. September. Gemäß einer Vereinbarung zwischen den Städten Wuppertal und Remscheid aus dem Jahr 1950 ist die Stadt Wuppertal für die Grenzbrücken am Morsbach zuständig, die den Städten je zur Hälfte gehören. Die Stadt Remscheid werde beteiligt, „wenn Arbeiten und Entscheidungen mit Kostenrelevanz anstehen“. Eine Entscheidung für einen Neubau sei zwischen beiden Städten noch abzustimmen. Dies werde voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Eine Behelfsbrücke, die auch für den Schwerlastverkehr geeignet sei, habe man bislang nicht thematisiert, wohl aber den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger. Der Bau einer großen Behelfsbrücke mit entsprechenden Fundamente dürfe allerdings den späteren endgültigen Brückenneubau nicht erschweren.

Weiter heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU: „Die Brücke Gockelshammer und die Brücke Breitenbruch haben keine sichtbaren Schäden erlitten. Die Brücke Beckeraue wurde wegen der teilweisen Unterspülung eines Widerlagers auf 3,5 Tonnen beschränkt. (…) Zu welchen Kosten und zu welchem Zeitpunkt eine Sanierung möglich ist, konnte seitens der Stadt Wuppertal zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden. Die Brücke Prangerkotten wurde wegen starker Unterspülung eines Widerlagers gesperrt. (…) Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht gesagt werden, ob eine Sanierung möglich ist oder ein Neubau, der auch grob mit 500.000,-€ zu veranschlagen wäre, erforderlich wird. (…) Das außergewöhnliche Regenereignis hat auf dem Deponiegelände in den Entwässerungsgräben … Geröll ausgetragen. Dieses gelangte auch in die Rückhaltebecken.“ Das habe die Bachverrohrung oberhalb der Hofschaft Morsbach teilweise verstopft. „Dies führte zu einer lokal begrenzten Überschwemmung (Kellerüberflutungen) in der Hofschaft. Die Feuerwehr konnte den Abfluss kurzfristig wieder freilegen.“

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Stadt Remscheid am :

Als Ersatz für die während der Hochwasserkatastrophe am 14. Juli zerstörte Brücke am Ulrichskotten wird es kurzfristig eine Behelfslösung geben. Das Technische Hilfswerk, Ortsverband Remscheid, wurde heute beauftragt, eine provisorische Fußgängerbrücke zu errichten. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins, zu dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz für heute Vormittag eingeladen hatte. An dem Gespräch haben Vertreter des Wupperverbandes, der Städte Remscheid und Wuppertal, des THW und der Technischen Betriebe Remscheid teilgenommen. Die Brücke wird mit rund zwölf Metern Länge die beiden Ufer auf Remscheider und Wuppertaler Seite verbinden. Es handelt sich um eine reine Fußgängerbrücke mit einer Mindesttraglast von 350 kg/qm. Die Personalkosten werden vom Bund getragen, die übrigen Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro werden sich die Städte Wuppertal und Remscheid teilen. Das THW kalkuliert eine zweijährige Nutzung ein und wird die Brücke regelmäßig kontrollieren. Zunächst muss nun eine neue Statik erstellt werden, da die Brücke aus Gründen der Standsicherheit zwei Meter länger wird als zunächst geplant. Mit der Fertigstellung der Brücke durch das THW ist voraussichtlich Ende September zu rechnen.

Chronist am :

Eine Entscheidung über einen Neubau der von der Flut zerstörten Brücke „Ulrichskotten“ im Morsbachtal Entscheidung sei zwischen Remscheid und Wuppertal noch abzustimmen, hatte die Verwaltung mitgeteilt. Dies werde voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. „Kann das denn sein?“, fragte am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Norbert Schmitz von der CDU. Antwort von Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR): Diese Zeitschiene sei durchaus realistisch .

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