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"Lass Mutter nicht so viel in den Garten gehen!"

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
aus einer historischen Ansichtskarte habe ich dieses Einzelmotiv herausgeschnitten. Es zeigt den oberen Teil der Poststraße in Lennep um 1900. Die Straßenbahn war da noch nicht gebaut; sie kam erst 1907. Anstelle der beiden hellen Villen steht dort heute das große Ensemble „Wohnen im Park". Die Villen gehörten damals der Lenneper Industriellenfamilie Hardt, links auf der Ansichtskarte ist noch ein schmales Eckstück des Berliner Hofs zu sehen. Die Poststraße war dort seinerzeit so schmal, dass man einen Kirschkern von der einen auf sie andere Seite spucken konnte. Dies blieb eigentlich auch so, bis in den 1960er Jahren eine Straßenverbreiterung unabdingbar wurde.

Direkt gegenüber dem Berliner Hof sieht man den klassizistisch gestalteten Eingang zum Rosengarten eines weiteren großen Hauses, das in den 1820er Jahren in Fachwerk erbaut wurde und ebenfalls mehreren Fabrikanten als Sitz diente, weshalb es nicht verwundert, dass es ursprünglich die Adresse Poststraße 1 trug. 1970 wurde es im Zusammenhang mit der Straßenverbreiterung abgerissen. Aber links daneben das zur nächsten Hardt-Villa liegende Hagersche Gässchen, man sieht den Beginn auf unserem Bild deutlich, gibt es heute noch.

In der „photographische Aufnahme“ wird die Poststraße als „Straße am Denkmal“ bezeichnet. Damit ist das Kaiserdenkmal am Kaiserplatz gemeint, der später zum Mollplatz wurde. Handschriftlich (Sütterlin) steht auf der Ansichtskarte: „Lass Mutter nicht so viel in den Garten gehen“. Wahrscheinlich sind aber nicht die Gärten der abgebildeten Villen gemeint. Die waren nämlich als Parks hochherrschaftlich gestaltet, wurden von Gärtnern gepflegt und lagen zu heutigen Gartenstraße hin. Sie luden auch nicht alle Lenneper zum Wandeln ein, sondern nur die Ehefrauen und Kinder der Villenbesitzer.

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