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Legionellen-Suche in allen städt. Gebäuden kostet 85.000 €

Nach „neuen Wegen in der Legionellenbekämpfung“ hatte die CDU-Fraktion die Verwaltung gefragt und damit das städtische Gesundheitsamt und dessen Trinkwasserkontrollen angesprochen. Denn Legionellen, stäbchenförmiger Bakterien, Erreger der gefährlichen  Legionärskrankheit, vermehren sich am schnellsten in erwärmtem Wasser, sprich in Schwimmbädern, Klimaanlagen und Schulduschen. Und wenn dann bakterienhaltiges Wassers als Aerosol (Tröpfchen) eingeatmet wird, ist die Ansteckungsgefahr groß. Doch Dr. Frank Neveling, der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, betonte gestern im Sozialausschuss, bei Kontrollen der überwahungspflichtigen Anlagen in Remscheid – immerhin insgesamt 750 – seien „überrasche wenige auffällige Befunde“ festgestellt worden, weitaus weniger als Beispielsweise in Wuppertal.

Die am 1.1.2003 in Kraft getretene Trinkwasserverordnung schreibt die Überwachung von Trinkwasseranlagen in öffentlichen Gebäuden durch die Gesundheitsämter vor. Dazu gehört eine chemische Untersuchung, z.B. auf Nickel, ggf. Kupfer und Blei, und eine bakteriologische (auf Legionellen), beides nach DIN. Krankenhäuser, Altenheime, Hotels, Sportstätten, Schulen und Kindergärten habe man mittlerweile schon mehrfach untersucht; größerer Handlungsbedarf sei dabei aber nicht festgestellt worden, berichtete Dr. Neveling: „Die Wasserqualität ist gut!“ Und damit war in diesem Fall nicht der Härtegrad des Wassers, sondern die geringe Zahl von Keimen im Wasser gemeint. Die Überprüfung sämtlicher städtischer Gebäude auf Legionellen kostet die Stadt nach Angaben des Gesundheitsamtsleiters rund 85.000 Euro.

Ottmar Gebhard (CDU) hatte sich sachkundig gemacht und fragte nach, ob der Schutz vor Legionellen nicht durch sogenannte Elektrolyse-Anlagen verbessert werden könne. Doch Dr. Neveling winkte ab: Derartige Sanierungsmaßnahmen, die leicht bis zu 20.000 Euro kosten würden, seien nicht erforderlich; da reiche im Bedarfsfall schon der Austausch eines Duschkopfes und regelmäßiges Durchspülen der Wasserrohre. Die Wasseraufbereitung durch Elektrolyse werde im Übrigen in der Fachliteratur noch sehr kontrovers diskutiert.

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