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„Klimacamp“ am Rathaus ist zugleich Mahnwache

Bündnis hat bergische Zukunftsthemen auf der Agenda“, titelte der Waterbölles am 23. Januar. Rund ein Jahr, nachdem die „Fridays for Future“-Gruppe Remscheid (FFF) ihre Arbeit beendete, hat sich damals das „Bündnis Remscheid“ gegründet, um die alten Klimaprojekte der FFF aufzugreifen, aber auch neue Akzente zu setzen. Man versteht sich nicht allein als Klimagruppe, sondern wolle sich auch um andere für die Zukunft wichtige Themen kümmern. Initiator des Bündnisses ist der ehemalige Kopf der Remscheider FFF-Bewegung, Daniel Pilz, damals Schülersprecher des Röntgen-Gymnasiums und Jugendratsmitglied, inzwischen Vorsitzender der Remscheider Jusos. Aus der Corona-Zwangspause will sich das junge Bündnis, dem Jugendlichen und junge Erwachsenen angehören (darunter Mitglieder des DGB, von Greenpeace und der „Seebrücke“), ab kommenden Freitag, 17. September, durch ein „Klimacamp“ befreien, das vom 18. bis 25. September zahlreiche Interessierte auf den Theodor-Heuss-Platz locken soll, die 3G-Bedingungen vorausgesetzt. Über Einzelheiten der Aktion informierten vor einigen Tagen bereits die vier Organisator:innen Belinda Tillmanns und Sofia Rodriguez Eckwert, Mitglieder der Projektgruppe „Nachhaltigkeit und Klimaschutz" des Remscheider Jugendrates, Julian Ring und Daniel Pilz auf einer Pressekonferenz im Rathaus.

„Wir wollen an die Aktionen von vor knapp zwei Jahren auf dem Rathausplatz anknüpfen und noch einmal auf die zwölf Forderungen der Jugend in Remscheid hinweisen, die damals der Politik übergeben wurden“, sagte Pilz. Die seien längst noch nicht alle erfüllt. Siehe dazu auch Waterbölles vom 6. Juli 2019: „Schüler/innen fordern Politiker-Beitrag zum Klimaschutz“. Julian Ring hat aus Berlin kreative Ideen aus Berlin mit nach Remscheid gebracht,. Die sind in das Programm des „Klimacamps“ eingeflossen, von dem sich das “Bündnis Remscheid“ einen neuen Aufbruch, eine neue Chance verspricht, „Klimaschutz in Remscheid wieder nach vorne zu bringen.“ Ziel sei es, die klimaengagierten Menschen zusammenzubringen, denn gemeinsam könne man viel mehr bewegen.

Am 17. September ab 17 Uhr sollen auf dem Rathausplatz Pavillons sowie Zelte und eine Jurte der Pfadfinder aufgestellt werden – die Pavillons für den Fall, dass es in den nächsten Tagen einmal regnen solle, letztere, um darin Feldbetten aufzustellen und Isomatten und Luftmatratzen auszulegen. Denn nachts sollen bis zu sieben Gruppenmitglieder darin übernachten. Schließlich sei das „Klimacamp“ ja auch als eine Art Mahnwache angelegt, so Daniel Pilz. (Und weil das Allee-Center und das Rathaus nachts geschlossen ist, gehört zum Camp auch ein Dixi-Klo.)

Die Aktionstage sind thematisch gegliedert:

  • Samstag, 18. September: Die Klimakrise trifft uns alle.
  • Sonntag, 19. September: „Schöpfungsgottesdienst“ zum Artensterben (mit der evangelischen Superintendentin Antje Menn und Bruder Dirk aus Beyenburg).
  • Montag, 20. September: „Korruption und Versammlungsgesetz NRW“
  • Dienstag, 21. September: Heiteres “Pub-Quiz" zum spielerischen Erkennen von Parteiprogrammen
  • Mittwoch,  22. September, Energie, Wirtschaft und Greenwashing
  • Donnerstag,. 23. September: Arbeit und Infrastruktur
  • Freitag, 24. September, Globaler Klimastreik (Die Demo „Alle fürs Klima“ soll um 13 Uhr auf dem Rathausplatz beginnen. Zitat: "Zusammen mit Euch möchten wir wieder auf die Straße, um der Politik klar zu signalisieren: So geht es nicht weiter. Unsere Zukunft und die künftiger Generationen muss lebenswert bleiben, Und Ihr habt kein Recht sie zu zerstören. Wir sind die letzte Generation, die dafür kämpfen kann!")
  • Samstag, 25. September: Kleingruppenaktion.

 Daniel Pilz: „Wir möchten mit Akteuren in Remscheid über sozialverträglichen Klimaschutz in den Dialog treten undjungen Menschen die Möglichkeit geben, sich außerhalb von Parteien für Klimaschutz einzusetzen.“ Auch die gegenwärtigen Schülervertretungen in den Remscheider Schulen müssten sich des Thema „Klimaschutz“ wieder verstärkt annehmen, ja es gar für sich neu entdecken, ergänzte Belinda Tillmanns. Sie und Sofia Rodriguez Eckwert hatten beim Besuch in einigen Klassen festgestellt, dass das Problem bewusster gesehen werden müsse, „auch von Lehrerinnen und Lehrern!“ Das Interesse der jüngeren Schüler:innen sei jedenfalls geweckt…

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Seebrücke Remscheid am :

An dem Klimacamp beteiligt sich die Seebrücke Remscheid am Samstag mit einer Bild- und Banneraktion. Hintergrund ist, dass der Klimawandel bereits heute der größte Grund für die Flucht von Menschen weltweit ist. Laut Weltklimarat IPCC muss die Menschheit, bei einer Erderwärmung von zwei °C mit zusätzlichen 280 Millionen Flüchtlingen weltweit rechnen. Die Seebrücke Remscheid fordert vollste Anstrengungen beim Klimaschutz, ein Recht auf Flucht, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und ein starkes, solidarisches Europa. Seit 2018 bieten bereits 250 Kommunen Menschen in Not über den bürokratischen Verteilschlüssel hinaus als "sichere Häfen" eine dauerhafte Lebensperspektive. Höchste Zeit für Remscheid diesem positivistischen Beispiel zu folgen. (Sascha Koch, Sabine Yündem)

Daniel Pilz, Bündnis Remscheid am :

Wir starten unsere besondere Klimaschutzwoche am 18.September um 11 Uhr unter dem Motto: „Die Klimakrise trifft uns alle“. Nach ein paar einleitenden Worten haben wir einen Austausch über Klimaflucht geplant. Außerdem werden wir noch einmal die zwölf-Forderungen der Remscheider Jugend beleuchten. Parallel bleibt Zeit, das Camp zu besichtigen, unser Kernteam kennen zu lernen und sich umzuschauen. Wir freuen uns alle sehr auf das Camp.

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