Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Zuschüsse für neue Brücke würde es nicht geben

Die Verwaltung hält am Plan eines Durchstichs Intzestraße zur Lenneper Straße fest. Eine Fördermöglichkeit wie für den Durchstich Intzestraße über das GVFG-Programm hält die Verwaltung bei einer neue Brücke für unrealistisch, da hierfür die Förderbedingungen für nicht erfüllt würden. Für den Durchstich Intzestraße rechnet die Stadt dagegen mit einer Förderung von rund 65 Prozent der anrechenbaren Baukosten. „In Summe senkt dies den Eigenanteil der Stadt Remscheid auf ca. 1.302.700 € brutto“ (reine Baukosten). Eine planerische Änderung ist nach Ansicht der Verwaltung unökonomisch und äußerst zeitaufwendig. Zudem würde sich das Risiko einer Brückenstilllegung der bestehenden Brücke mit der Zeit vergrößern, da sich diese „aktuell schon am Ende ihrer prognostizieren Lebensdauer“ befinde. In einer Mitteilung zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd spricht sie sich aus Kosten- und anderen Gründen gegen den Alternativvorschlag einer neuen Brücke aus. Zitat:

„Für eine neue Brücke müssten die bisherigen Brückenbauwerke (Brücke für den Verkehr, aber auch Fußgängerbrücke) abgerissen werden. Ein neues Brückenbauwerk würde jedoch nicht so klein wie das bisherige ausfallen können, da damit die bisherigen Probleme weiter bestehen bleiben würden. Eine neue, zur Gleisachse schiefwinkligen Straßenbrücke mit beidseitigen Kappen und Gehwegen würde vom Intzeplatz in die Intzestraße führen und die Baisieper Straße so anschließen, dass die Schleppkurven für Busse konfliktfrei angesetzt werden können. Das würde bedeuten, dass die Busse leichter den Knotenpunkt passieren können. Dies ist die Mindestvoraussetzung, wie auch schon in den Vorlagen 16/0427 und 16/0956 beschrieben. Fahrzeuge des Umweltverbundes sind nach Auffassung der Verwaltung bei einer Neuplanung eines Brückenbauwerks unabdingbar, um der Bedeutung des ÖPNV nach den Nachhaltigkeitskriterien gebührend Rechnung zu tragen.“
Ein Ausschluss von Gelenk-Bussen bei einer neuen Brücke sei nicht denkbar. Bei der großen Stützweite der neuen Brücke biete sich eine Verbundbrücke an, wie sie vor rund zehn Jahren auf der Lenneper Straße (zwischen Hausnummer 85 und 87) ebenfalls diagonal über die Gleisanlagen errichtet worden sei.

„In der bisher bestehenden Brücke liegen sehr viele Versorgungsleitungen, wie Gas, Wasser und Strom, weshalb mit umfangreichen Verlegungsarbeiten der Versorger zu rechnen ist. Die auf der alten Brücke liegenden Leitungen müssen für den Bau mittels Provisorium über die Gleise an einer anderen Stelle außerhalb des Baufeldes verlegt werden. Ein solches Provisorium könnte aufgrund der Leitungslage aus Sicherheitsgründen nicht für einen Fußgängerverkehr freigegeben werden. Es wird eine große Schneise über den Gleisen erforderlich sein, die bautechnisch und bewuchsfrei zu planen und herzustellen ist. Bei der zu überbrückenden Entfernung von Böschung zu Böschung wird es nur mit einer aufwändigen Stützkonstruktion im Böschungs- und Gleisbereich möglich sein, dieses Problem zu lösen. (…)

Aufgrund der Nähe der Brückenwiderlager im Bereich Intzestraße wäre eine Vorbeifahrt für den Fahrzeugverkehr während der Bauphase nicht möglich. Das würde bedeuten, dass die Strucker Straße in beiden Richtungen vorab für den Begegnungsverkehr ausgebaut werden müsste. Die weitere Umleitungsstrecke verläuft durch das Viertel Oststraße, Joachimstraße und Breslauer Straße. Auch hier müssten gegebenenfalls vorab Änderungen am Straßenraum vorgenommen werden, um den Zweirichtungsverkehr zu ermöglich. Hierzu zählen jedoch in jedem Fall ein Wegfall nahezu aller Parkmöglichkeiten, was während der Bauphase zu weitreichenden Parkplatzproblemen führen würde.

Auf der Seite des Intzeplatzes ist gleichfalls durch die neu zu konstruierenden Brückenwiderlager eine Vorbeifahrt nicht möglich. Zusätzlich müsste hier eine Ferngasleitung verlegt werden, wofür tiefe Ausschachtungen notwendig sind. Der Intzeplatz müsste vollständig gesperrt werden, damit dieser als Baustelleneinrichtungsfläche zur Verfügung stehen kann. Für die Buslinien ergeben sich aus einer solchen Verkehrsführung weitere Probleme, (…), es kann allerdings von einer großräumigen Umstrukturierung des ÖPNVs in diesem Bereich ausgegangen werden.

Für die Entwurfsplanungen, Untersuchungen, Abstimmungs- und Vertragsgestaltung mit Versorgern und der Deutschen Bahn kann von einer Vorlaufzeit von mehreren Jahren ausgegangen werden. Die Bauzeit würde schätzungsweise bei 24 Monaten liegen. Die Kostenschätzung der TBR schließt mit einer Summe von 9.924.800 € brutto ab. In dieser Summe sind jedoch noch kein Planungskosten (Statik, Prüfstatik, Bauüberwacher etc.), Begleitkosten durch die TBR oder gar eventuelle Unwägbarkeiten enthalten. (…) Der Durchstich Intzestraße verursacht, laut der aktuellen Kostenberechnung, Baukosten in Höhe von 3.722.000 € brutto. Hier sind, aufgrund der Vergleichbarkeit, auch Planungskosten und Begleitkosten rausgerechnet. (…)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Für den Fall, dass die Stadt eine neue Brücke planen müsse, würde sie dies zeitlich bis zu zehn Jahre zurückwerden, sagte der städtische Verkehrsplaner in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Dies uns die die damit verbundenen erheblichen Mehrkosten beeindruckten die Kommunalpolitiker. Sven Chudzinski (FDP): „Bei Abwägung aller Fakten müssen wir uns wohl mit dem Durchstichs Intzestraße zur Lenneper Straße abfinden, der eine größere versiegelte Verkehrsfläche bedeutet!“

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!