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Rat entscheidet heute über Ankauf von Sinn/Leffers

Auf der Tagesordnung der heutigen Ratssitzung steht der Beschlussvorschlag der Verwaltung, das Vorkaufsrecht der Stadt für die Immobilie Alleestraße 21-25 (ehem. Sinn/Leffers) geltend zu machen. Ziel der Stadtplanung sei es, „durch geeignete städtebauliche und sonstige Maßnahmen die Alleestraße und deren Umfeld aufzuwerten und so eine attraktive, lebenswerte und am Gemeinwohl orientierte Remscheider Innenstadt zu schaffen". Dazu gehöre auch eine neue Nutzung des Textilkaufhauses. Dieses stelle einen elementaren Baustein der anstehenden Sanierung der Alleestraße dar. Der langjährige Leerstand solle durch öffentliche und niederschwellige Nutzungen ersetzt werden wie etwa „eine kulturelle Ankernutzung (z.B. die Zentralbibliothek oder ein Standort der Volkshochschule), bislang fehlende Veranstaltungs-, Versammlungs- und Gruppenräume für Vereine und Gruppen, (DIY-)Werkstätten und Pop-Ups“. Daraus ergebe sich dann „ein bislang nicht da gewesenes Zentrum im Zentrum der Remscheider Innenstadt“. Denkbar sei auch „eine Dachterrasse mit Panoramablick in die Kölner Bucht, eine gastronomische Nutzung durch einen karitativen/gemeinnützigen Verein oder eine Passage zur besseren Vernetzung von Alleestraße und Bank- bzw. Blumenstraße.“ So werde ein langjähriger Missstand durch eine attraktive Anlaufstelle für die Bevölkerung ersetzt. Und die von Trading-Down-Prozessen besonders betroffene untere Alleestraße erhalte einen Publikumsmagneten, was ihre Position gegenüber der belebten und vielfrequentierten oberen Alleestraße rund um das Allee-Center stärke.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Der Rat der Stadt hat gestern dem Ankauf des Gebäudes zugestimmt, Es ist von einer Kaufsumme von 750.000 Euro die Rede. Die Kosten für den Abbruch des Gebäude lägen darunter, heißt es.

SPD Remscheid am :

Der Grundstein für die Aufwertung der Remscheider Innenstadt ist gelegt. Mit dem in der vergangenen Ratssitzung beschlossenen Abriss des leerstehenden SinnLeffers-Gebäudes wird ein „Schandfleck“ bald der Vergangenheit angehören. Doch das ist nur der Anfang: Zahlreiche weitere Bauprojekte werden in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass der Bereich rund um die Alleestraße attraktiver wird. „Innenstädte sind auch im digitalen Zeitalter noch ein wichtiger Ort der Begegnung und ein Aushängeschild für die gesamte Stadt,“ betont Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Für uns als SPD ist es dabei ein zentrales Anliegen, den Menschen eine lebenswerte städtebauliche Atmosphäre zu bieten, die sich am Gemeinwohl orientiert. Mit dem Abriss des SinnLeffers-Gebäudes wird nun der erste große Schritt umgesetzt, viele weitere Schritte werden folgen. Wir bleiben dran und werden uns mit ganzer Kraft für eine Verschönerung der City einsetzen.“ Der bestehende langjährige Leerstand auf der unteren Alleestraße soll durch öffentliche und niederschwellige Angebote ersetzt werden. Denkbar sind bislang fehlende Kultur-, Veranstaltungs- und Versammlungsräume für Vereine und Gruppen, gastronomische Angebote oder auch Begegnungsräume im Grünen. So wird als erste städtebauliche Maßnahme das SinnLeffers-Areal in einen temporären Garten verwandelt. Nadine Gaede, Sprecherin der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid: „Durch die Umgestaltung wird ein langjähriger Missstand der Alleestraße beseitigt und durch eine attraktive Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger Remscheids ersetzt. Die untere Alleestraße erhält einen Publikumsmagneten und wird aufgelockert, was auch den angrenzenden Quartieren um den Markt oder der Alten Bismarckstraße zugutekommt.“

Bettina Stamm (echt.Remscheid) am :

Wann wurde der Abriss des Sinn Leffers Gebäudes und die Anlage eines „temporären Garten“ beschlossen? Gem. §12 (1) GemHVO sollen, bevor Investitionen von erheblicher finanzieller Bedeutung beschlossen werden, unter mehreren in Betracht kommenden Möglichkeiten durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich unter Einbeziehung der Folgekosten die für die Gemeinde wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden. Darüber hinaus haben die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch im Bausektor an Bedeutung gewonnen. „Gem. Bundesumweltamt ist der Bausektor für rund 60 Prozent des Abfallaufkommens in Deutschland sowie 35% des Energieverbrauchs und 40% der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Mit jedem Abriss geht "graue Energie" verloren, die in die Herstellung der Baustoffe wie Beton, Stahl und Steine fließt.“ (https://www.klimareporter.de/gebaude/sanieren-statt-abreissen) Wir bitten in diesem Zusammenhang die Verwaltung um die Darstellung der Kosten und Folgekosten bei a). Abriss des Gebäudes und Neubau b). Bestandserhalt samt Sanierung und Umbau des Gebäudes. In der Beschlussvorlage DS 16/1503 wird festgestellt: „ Das genannte Objekt stellt einen elementaren Baustein der anstehenden Sanierung der Alleestraße durch die Stadt Remscheid dar. In der die Sanierung betreffenden Rahmenplanung Sanierungsgebiet Alleestraße wird dies u.a. durch die Benennung als einer von fünf Impulsbereichen erkenntlich.“ Die Ausweisung der Alleestr. als Sanierungsgebiet soll eine positive Entwicklung einleiten, um die Negativspirale in Form von städtebaulicher Verwahrlosung und sich ausdehnenden Leerstand zu stoppen. Vor dem Hintergrund, dass dieses Objekt “einen elementaren Baustein der anstehenden Sanierung der Alleestraße darstellt”, ist es fraglich, inwiefern eine Baulücke als Impulsgeber, auch für Folgeinvestitionen, für die untere Alleestr. dienlich sein kann. Über welchen Zeitraum ist ein „temporärer Garten“ geplant? Welche weiteren Maßnahmen sind konkret in der Planung? Hält die Stadt an der ursprünglich geplanten Nutzung für dieses Gebäude bzw. diesen Standort fest?

David Schichel am :

Der Abriss würde noch nicht beschlossen, sehr geehrte Frau Stamm, sondern nur der Ankauf. Aber Gegenfrage: Würden Sie das Gebäude lieber stehen lassen?

Bettina Stamm am :

Lt. Waterbölles-Eintrag vom 21. 9. hat die SPD in der vergangenen Ratssitzung bereits den - offensichtlich alternativlosen - Abriss beschlossen. Ähnliches war der Presse zu entnehmen, deshalb die Nachfrage. Da der Rat den Kauf des Gebäudes beschlossen hat, besteht ja nun die Möglichkeit einer Gebäudebegehung, da die gem. Vorbereitender Untersuchung bisher nicht möglich war. Somit könnten auch Aussagen zum Zustand der Innenräume, Statik und Gebäudetechnik getroffen werden. Wir befürworten den Ankauf und die Planungen für den Standort. Ob Modernisierung / Sanierung im Bestand oder Abriss, es geht nicht um die schnellste, sondern um die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung. Eine Entscheidung kann somit erst nach Vorlage eines Wirtschaftlichkeitsvergleich unter Einbeziehung der Kosten und Folgekosten erfolgen.

Martina Litzner am :

Sehr geehrte Frau Stamm, im Rahmen einer eventuellen Gebäudebegehung des seit 13 Jahren leer stehenden und vom bisherigen Eigentümer zunehmend verwahrlosend gelassenen Sinn-Leffers Gebäudes hoffe ich, dass Sie als Mitglied einer evtl. Begehung sich insbesondere nicht vor Ratten und sonstigen Schädlingen sowie Schimmel ekeln. Eine Sanierung eines derart heruntergekommenen Gebäudes könnte möglicherweise mehr Ressourcen und Geld verschlingen als ein Abriss und Neuaufbau. Ich besitze nicht das Fachwissen und die Kompetenz dies schlussendlich zu entscheiden, Sie Frau Stamm allerdings auch nicht.

Markus Eschweiler am :

Sehr geehrte Frau Litzner, Frau Stamm hat nicht für sich in Anspruch genommen, dass sie alleine über das Sinn-Leffers Gebäude entscheiden möchte. Sie hat lediglich daraufhin hingewiesen, dass dies, natürlich von Fachleuten, untersucht werden muss. Und dann anhand von Fakten die weitere Vorgehensweise im Rat entschieden wird.

Eija Tirkkonen am :

Ratten nagen nicht an tragenden Betonbauteilen. Daher wäre tatsächlich zu prüfen, ob eine Kernsanierung in Frage kommt. Zuerst zu entscheiden, dass abgerissen wird, bevor eine Nutzung feststeht ist kurios. Freihlich war schon der Kauf der Immobilie ohne eine definierte Nutzungsabsicht wenig glaubwürdig. Wenn SinnLeffers Kauf ein Impulsbringer für weitere Immobilien sein sollte, müsste eine Nutzung her, die für Frequenz sorgt. Warum sagt die Stadt nicht einfach, dass die Bibliotek hier untergebracht werden soll. Das wäre nachvollziehbares Vorhaben, weil die Stadt ja der Betreiber wäre. Ein fertiges Projekt.

Martina Litzner am :

Ich hoffe Frau Tirrkonen, das Sie auch künftig in die Entscheidungen über das Sinn Leffers Gebäude eingebunden sind. Ihre Argumente sind für mich nachvollziehbar, auch wenn ich zuvor da etwas skeptisch war und vielleicht eine zunächst andere Meinung vertreten hatte, die wahrscheinlich falsch ist. Ich glaube, dass Sie im Gegensatz zu anderen Kommentator-innen und Politiker-innen über Fachwissen verfügen. Dafür: Respekt

Dirk Schaefer am :

Ob sich die Sanierung eines über 50 Jahre alten Gebäudes,welches fast 13 Jahre sich selbst überlassen wurde, Sinn macht? Weder Front und Rückansicht als auch das Dach sehen für mich nach einer günstigen Lösung aus. Und wie es darunter aussieht,ist bestimmt noch interessanter! Wie alt die Maklerfotos sind,kann ich leider nicht sagen: http://www.sayan-immo.de/Remscheid/SAYAN-Immobilien-Kaufhaus-in-Remscheider-City-Lage-sucht-Eigennutzer-oder-Entwickler--obj-REM-Alleestrasse.html Gab es da nicht mal eine Begehung durch die Feuerwehr,bei der es im inneren schon reichlich wüst aussah? Viel mehr Sorgen macht mir aber,dass sich jetzt ein jahrelanges Hickhack über das was und wie in diese Sache entwickelt.Denn für schnelle Entscheidungen und entsprechendes handeln,ist Remscheid bei seinen Vorhaben bis jetzt ja nicht gerade bekannt.

Martina Litzner am :

Sehr geehrter Herr Eschweiler, ich habe Frau Stamm in meinem Kommentar nicht unterstellt, dass sie für sich in Anspruch genommen hat allein über das Sinn Leffers Gebäude zu entscheiden, das kann sie ja auch gar nicht in einer Demokratie. Ich bin da ganz bei Ihnen, dass hier Fachkompetenz und Fachleute gefragt sind. Und genau das wollte ich schlussendlich mit meinem Kommentar zum Ausdruck bringen. Das Wort "Fachleute" ist in den Beiträgen von Frau Stamm allerdings nicht vorgekommen. Bei Ihrem Kommentar schon und daher stimme ich Ihnen in diesem Teil zu. LG Martina Litzner

Eija Tirkkonen am :

Umweltbundesamt: Im Namen der Nachhaltigkeit soll die Entstehung Abfälle möglichst vermieden werden, etwa durch die Erhaltung bestehender Bausubstanz und auf lange Nutzungsdauer ausgelegte Konstruktionen.Die Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen sollte auf das unumgänglich notwendige Maß beschränkt bleiben und umweltgerecht erfolgen. Nur so können natürliche Rohstoffe und Deponieraum eingespart und die Ziele des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, der europäischen Abfallrahmenrichtlinie oder des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess III) erreicht werden. Diese Vorgaben untersagen meines Erachtens den Abbruch vom SinnLeffersgebäudes, bevor die Untersuchung einer möglichen Erhaltung überprüft wurde.

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