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Der Honsberg gehört zu den "Sorgenkindern"

Remscheid hat „Sorgenkinder“, städteplanerische Problemzonen: Rosenhügel und Honsberg. Auf dem Rosenhügel tut sich inzwischen was, auf dem Honsberg soll sich künftig was tun. Die Stadtverwaltung möchte untersuchen, ob der Stadtteil für zwei Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen in Frage kommt – „Stadtumbau West“ und „Soziale Stadt“. Den Auftrag für diese Prüfung will sich die Verwaltung vom Bauausschuss holen. Aber auch der Finanz-, der Jugendhilfe-, und der Migrationsausschuss werden sich mit dem Plan beschäftigen, ebenso die Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Die Argumente, die die Stadt für den Prüfantrag ins Feld führt, klingen fast schon wie ein Untersuchungsergebnis.

Der Einwohnerrückgang ist im Ortsteil Honsberg fast viermal so groß wie im gesamten Stadtgebiet. Zwischen 1995 und 2005 verlor der Stadtteil 19 Prozent seiner Einwohner. Im gleichen Zeitraum waren es in ganz Remscheid nur 4,5 Prozent. Der Zustand der Mietshäuser und –wohnungen mag der eine Grund für diese überproportionale Abwanderung gewesen sein. Hinzu kommen aber auch Schwachstellen in der Infrastruktur. So mancher kleine Einzelhändler hat dem Wettbewerbsdruck nicht standhalten können und sein Geschäft geschlossen. „Die wohnungsnahe Versorgung der Bevölkerung in fußläufiger Entfernung ist gefährdet“, stellt die Stadtverwaltung fest. „Leerstände ehemaliger Einzelhandelsbetriebe beeinträchtigen das städtebauliche Erscheinungsbild. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf, dem drohenden Funktionsverlust des Stadtteils Honsberg entgegenzuwirken.“

Um solche Schwachstellen kümmert sich die Stadterneuerungspolitik des Landes mit gezielten Fördermaßnahmen. Dabei schließt die städtebauliche Sanierung gegen Stadtflucht auch Zuschüsse zur Wiedergewinnung von Brachflächen ein, für Wohnbebauung wie für Gewerbeansiedlung. Bau- und Sozialdezernat der Stadt wollen sich, die Zustimmung der Politik vorausgesetzt, um Zuschüsse des Landes kümmern, aber auch „um die Einbeziehung und Vernetzung aller Akteure im Stadtteil“. Mit Landesmitteln allein wird es dann nicht getan sein; auch die Stadt wird Geld aufbringen müssen, soll der Honsberg „aufgemöbelt“ werden. Wieviel? Das kann im Rathaus noch niemand sagen: „Über Auswirkungen auf künftige Haushalte ist derzeit noch keine Aussage möglich“.

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Kommentare

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Karl Heinz Christians am :

Zu den Überlegungen, was den Honsberg zu dem gemacht hat, was er heute ist, kann man ein ganzes Buch schreiben. Aber eigentlich war immer die Verwaltung mit ihren Beamten und Politikern daran schuld. Die Wohnungspolitik hat vielfach arme Leute zum Honsberg gebracht, es wurde angeschrieben in den kleinen Geschäften, und am Ende zahlte niemand mehr. Andere Geschäfte hat das Ordnungsamt aus den verschiedensten Gründen heraus geschlossen oder mit Knöllchen beim Be-und Entladen versehen, weil die Parkscheibe fehlte. Diese Läden sind zum Teil jetzt Wohnungen oder Praxen. Die Industrie in der Umgebung zog auch ab oder verkleinerte sich. Die enge Zufahrtsstraße ist eine Zumutung für jeden Bus oder LKW und wird immer schlechter. Welche Geschäfte haben hier noch eine Zukunft? Wegen jeder Kleinigkeit muss man fahren oder meilenweit gehen. So will ich hoffen, dass sich bis zu meinem Ableben hier noch einmal etwas tut.

Chronist am :

Auf Antrag der CDU wurde in der Ratssitzung vom 22. Juni der Prüfauftrag "wegen Beratungsbedarfs" noch nicht erteilt, sondern das Thema zurück an die Fachausschüsse verwiesen. Auch da gilt, was für das "Schaufenster der Wirtschaft" gilt: Je früher Fakten vorliegen, desto eher man kann entscheiden.

Chronist am :

Im Jugendhilfeausschuss teilte Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz heute mit, das die Vorlage von der Verwaltung komplett zurückgezogen worden sei; sie soll durch eine neue ersetzt werden. "Am Honsberg muss dringend etwas geschehen; da sind sich alle einig", bekräftigte Mast-Weisz. Die neue Vorlage soll, das war in der alten nicht der Fall, Auskunft darüber geben, mit welchen Summen Haus- und Grundbesitzer bereit wären, sich an dem Projekt zu beteiligen. Auch soll deutlich werden, welche Kosten auf die Stadt zukommen - ungeachtet der zu erwartenden Landeszuschüsse.

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