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Maisonettewohnungen über Parkdeck und ALDI-Markt

Aldi zieht‘s zur Hastener Straße 23a, und dafür soll die Filiale an der Hammesberger Straße aufgegeben werden. In der direkten Nachbarschaft eines Discounters, eines Fachgeschäft für Tiernahrung und eines Geschäfts für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik auf der anderen Straßenseite soll die neue Filiale entstehen, gleich unterhalb des städtischen Gesundheitsamtes.

Der Plan, den bisherigen Standort aufzugeben, ist nicht neu. „Imbiss und neue Häuser oder noch ein Discounter?“, titelte dazu der Waterbölles bereits am 24. Oktober 2016. Für das größtenteils als Parkplatz genutzten Grundstücks bestehe „dringender städtebaulicher Handlungsbedarf“, bestätigte damals die Stadtverwaltung, lehnte allerdings einen weiteren Discounter ab, weil der größer werden sollte als der jetzige. Grünes Licht gab es nur für Wohnungen und eine Bäckerei. Und zur Sicherung des Bebauungsplanes Nr. 166  1. Änderung – Gebiet: Gesundheitshaus – Hastener Straße – wurde kurz darauf eine Veränderungssperre von zunächst zwei Jahren erlassen. Die ist inzwischen ausgelaufen.

Der nun geplante mehrgeschossige Neubau mit Klinker-Fassade soll im Erdgeschoss die neue Filiale von ALDI Nord aufnehmen mit maximal 800 m² Verkaufsfläche und einer Lagerfläche inklusive Leergutlager und Backwarenraum von maximal ca. 848 m², darin enthalten die erforderlichen Sozial- und Nebenräume mit ca. 77 m². Das  Bauvorhaben sei mit dem geltenden Einzelhandelskonzept der Stadt vereinbar, betont Andreas Huth vom Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften auf Anfrage. Der bisherige ALDI-Markt an der Hammesberger Straße muss mit Eröffnung des neuen Marktes an der Hastener Straße aufgegeben werden. Eine Nach-/ Weiternutzung als Einzelhandelsbetrieb sei ausgeschlossen, so Andreas Huth. Er sieht die Zukunft des Geländes an der Hammesberger Straße in einem Gewerbegebiet, geeignet etwa für einen Handwerksbetrieb.

Über dem neuen ALDI-Markt ist ein Parkdeck mit 70 Pkw-Stellplätze geplant, und darüber dann – der Clou des Bauprojekts – sechs zweigeschossige Maisonettewohnungen, optisch wie Reihenhäuser wirkend, drei Wohnungen mit 60 Quadratmetern und drei mit 100 bis 120 Quadratmetern (Holzrahmenbauweise). Die Dachflächen über den Wohnungen sollen eine extensiven Dachbegrünung erhalten, eine Photovoltaikanlage soll geprüft werden. Die Zu- bzw. Ausfahrt für die Warenanlieferungen wird über die Hastener Straße im Erdgeschoss führen. Die Planung werde „über ein Verkehrsgutachten sowie ein Schallgutachten untersucht“, heißt es in der Beschlussvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 28. September.

Die Wohnnutzung hat eine Flächengröße von ca. 560 m², das Gesamtprojekt hat eine Flächengröße von ca. 2.440 m². Das Baugelände liegt im Geltungsbereich des seit dem 18. November 2020 rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 166 „1. Änderung Gebiet: Gesundheitshaus / Hastener Straße“. Der setzt ein Mischgebiet fest. Danach wäre der Bau eines Discounters an dieser Stelle nicht zulässig. Deshalb wird in der Vorlage die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beantragt, der die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Projekt schaffen soll und dessen Kosten der Investor tragen wird. Dazu gehört auch ein „Durchführungsvertrag“ zwischen der Stadt  Remscheid und dem Investor. Demnach soll ein separater städtebaulichen Vertrag abgeschlossen werden, wonach „die Nutzung des Einzelhandelsstandorts an der Hammesberger Straße 1:1 maximal 800 m² verlagert und auch für die Rechtsnachfolger vollständig aufgegeben (wird)“.

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Chronist am :

„Eine erfreuliche Lösung“, befanden gestern die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid – und stimmten zu.

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