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Abschied von "Confetti": Fröhlich und wehmütig zugleich

Foto: Lothar Kaiser

Was sich das Team der Interkulturellen Kindertagesstätte „Confetti“ in der Rosenhügeler Straße und der Vorstand des Trägervereins, des Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e. V. (IKE) mit seiner Vorsitzenden Erden Ankay-Nachtwein und ihrer Stellvertreterin Dolores Johann im Frühjahr noch gar nicht so recht vorstellen konnten: Am 1. April ging Ute Holdorf, die Leiterin der Kita, nach gut 21 Jahren in den Ruhestand. “Wohlverdient“, meinten damals auch die Eltern der 75 Kinder, viele davon mit Migrationshintergrund, um deren Bedürfnisse sich in der Kita ein mehrsprachiges Team individuell kümmert. Umso mehr bedauerten Eltern, Vorstand und Team, Ute Holdorf nicht schon im April gebührend verabschieden zu können. Doch das verhinderte die Corona-Pandemie.
Vielleicht umso herzlicher klang das Loblied „Das hast Du gut gemacht“, das gegen Ende der gern nachgeholten Abschiedsfeier Sonja Hübner sang, eine der Kita-Muttis. Einer fröhlichen Feier, auf der Kinder und Erzieherinnen die vergangenen Jahre Revue passieren ließen, von der ersten Station im Otto-Pfeiffer-Haus bis zum neuen Domizil auf dem Rosenhügel, das im November 2015 unter dem Namen „Confetti“ bezogen wurde. Eine Feier mit vielen Weggefährten, darunter Marion Noisten vom Stadtteilbüro Rosenhügel und Manfred Saure, der Vorsitzende des Bürgervereins Rosenhügel e.V., bei der es für Ute Holdorf auch wehmütige Momente gab, wie ihr anzusehen war. Verständlich nach so vielen Jahren in dem Familienzentrum, das schon seit Juni 2009 auch „anerkannter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung“ ist.

Ihr gemeinsamer Weg mit Ute Holdorf sei lang gewesen, aber erzählenswert, sagte gestern Erden Ankay-Nachtwein. "Als wir vor 29 Jahren den ‚Förderverein für Interkulturelle Erziehung‘ gründeten, war für uns ganz klar, dass die ‚Bildungswelt für Kinder‘ ohne Mitwirkung der Eltern und ohne entsprechende Unterstützung nicht funktionieren. Und als dann Ende der 1990er Jahren die Verwaltung der Stadt vorschlug, nach dem gleichen Konzept auch eine KiTa zu übernehmen, war die Entscheidung nicht einfach und die Durchsetzung auch nicht!“ Ihrer Einstellung, zugleich IKE-Ansatz, dass Bildung Spaß machen und bei den Kindern Neugierde wecken muss, um am Ende erfolgreich zu sein, sei Ute Holdorf in allen den Jahren treu geblieben, bescheinigte ihr die IKE-Vorsitzende. „Du warst das prägende Gesicht der Kita, immer bestrebt, den Kindern und den Eltern einen weltoffenen Blick auf die wichtigen Dinge des Lebens zu vermitteln. Dazu gehört eine interkulturelle Denkweise, gegenseitige Achtung, Akzeptanz, Ausdauer und vor allem der Wille und das Wollen, den Menschen in der Gesellschaft einen Platz zu geben! Dafür hast du dich immer eingesetzt.“
Zugleich habe sie stets die verlässliche Zusammenarbeit mit allen gepflegt, die ebenfalls qualifizierte Bildungsarbeit als wichtige Aufgabe ansehen (was gestern Sozialdezernent Thomas Neuhaus in seinem Grußwort bestätigte). Dank dieses unerschütterlichen Einsatzes, dieser Beharrlichkeit, oft mit einem Lächeln verbunden, kurz: ihrer Liebe zum Beruf  sei es ihr  gelungen, vertraute Unterstützer zu gewinnen und mit der Kita „etwas noch nicht Dagewesenes“ zu schaffen.

Rabia Kücükyareli übernahm am 1. April die Leiotung der Kita. Foto: Lothar KaiserDie neue Leiterin von „Confetti“ ist seit dem 1. April Rabia Kücükyareli (Foto links), die schon seit vielen Jahren dem Team angehört. Ihre Stellvertreterin ist Annette Danowski. „Dieses Team wird sich mit Leidenschaft für die Philosophie der Kita ‚Confetti‘ einsetzen, es wird das Bewährte bewahren und zugleich die Kita auf neue Wege bringen!“, heißt es auf der Homepage der Kita.
Zitat aus der Konzeption der Kita: „Das Anderssein der Anderen als Bereicherung für sich selbst zu begreifen, sich gegenseitig zu verstehen und zu verständigen, um so miteinander vertraut zu werden - darin liegt das Hauptanliegen der Kita Confetti. (…) Jedes Kind erfährt bei uns Achtung und Wertschätzung der eigenen Kultur und Muttersprache. Für einen erfolgreichen Start in der Schule und für eine Teilhabe am späteren gesellschaftlichen Leben sind gute Deutschkenntnisse unerlässlich. Daher ist für uns eine intensive alltagsintegrierte Sprachförderung vom 1. Kindergartentag an unerlässlich.“

 

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Sonja Hübner am :

Der Name der Sängerin ist Sonja Hübner.

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