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Impfzentrum: In Spitzenzeiten 1000 Impfungen am Tag

Gestern haben die Impfzentren in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW ihren Betrieb eingestellt. „Die Bilanz ihrer Arbeit kann sich sehen lassen“, stellt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales fest. „Insgesamt wurden rund 13,1 Millionen Impfungen verabreicht, davon etwa 6,9 Millionen Erstimpfungen, 6,2 Millionen Zweitimpfungen und 24.000 Auffrischungsimpfungen.“ Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den Betriebsärztinnen und -ärzten hätten die Impfzentren so ganz wesentlich dazu beigetragen, dass inzwischen mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft seien. Bei der erwachsenen Bevölkerung (18+) sind es sogar schon fast vier von fünf Personen. Die Bilanz des Remscheider Impfzentrums in der Sporthalle West, das am 8. Februar  in Betrieb ging: Rund 50.000 Erstimpfungen und 45.000 Zweitimpfungen, allein am Donnerstag noch einmal rund 300. Hinzu kamen 27.000 Erstimpfungen und 26.000 Zweitimpfungen bei den Haus- bzw. niedergelassenen Ärzten. Des Weiteren impften gegen Corona auch die Betriebsärzte und die Krankenhäuser. Dies geschah jedoch in Eigenregie, weshalb hierfür die genauen  Zahlen nicht bekannt sind. „Insgesamt  gute Werte", befand Remscheids Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan; er geht von rund 80.000 komplett geimpften Remscheidern aus. !" (Die rund 12.000 Remscheider Kinder bis zwölf Jahre dürfen derzeit nicht geimpft werden, weil die Impfseren für sie noch nicht zugelassen sind.) "Wenn die fünf Impfstraßen ausgelastet waren, ergab das 1.000 Impfungen am Tag!, so Eul-Jordan.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betonte in einer Presserklärung, dass der Impferfolg in NRW auf einen Kraftakt aller Beteiligten in Bund, Land und Kommunen zurückzuführen sei. „Hierfür möchte ich insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreise, der kreisfreien Städte und der Kassenärztlichen Vereinigungen, dem medizinischen und pharmazeutischen Personal, aber natürlich auch den Hilfsorganisationen für ihr großartiges Engagement danken. Sie alle haben Geschichte geschrieben." Das betonten gestern Mittag in einer Abschluss-Pressekonferenz im Sportzentrum West auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus. Der OB: "Wir hatten nur wenig Beschwerden, aber einen ganzen Ordner voller Dankeschön!" Dank eigener Verwaltungsmitarbeiter, die sich freiwillig gemeldet hätten, sei das Remscheider Impfzentrum eines der wirtschaftlichsten in ganz NRW gewesen, erklärte Neuhaus. Die Organisation des Remscheider Impfzentrums hatte die städtische Berufsfeuerwehr übernommen mit ihrem Chef Guido Eul-Jordan und mit Sascha Ploch, Sachgebietsleiter Freiwillige Feuerwehr/Katastrophenschutz. Von den Remscheider Ärztinnen und Ärzten, die in der Sporthalle die Spritzen gesetzt hatten, nahm gestern Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Kreisstelle Remscheid) an der Pressekonferenz teil.

Wie zuvor Laumann erinnerte gestern auch Guido Eul-Jordan daran, dass die Startbedingungen der Impfzentren nicht einfach waren: „Die anfangs sehr begrenzten Impfstoffmengen, die damit nötigen Priorisierungen der Impfberechtigten und die zunächst noch nicht abschließend geklärte Frage, wie die Impfstoffe überhaupt gelagert und transportiert werden können: Das alles hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Ich bin auch heute noch davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, mit den Impfungen zunächst in den stationären Pflegeeinrichtungen anzufangen. Damit konnten wir Menschenleben retten“, so Laumann. Vor Ort waren die schnelle Folge von 40 Erlassen aus Düsseldorf, die oft freitagsabends in den Rathäusern eintrafen und am häufig schon am nächsten Morgen in Kraft treten sollten,  als zusätzliche Belastung empfunden worden.

Der Schwerpunkt der Corona-Impfungen wird künftig in den Arztpraxen liegen. Sollte es aber zu Engpässen beim Impfen kommen, kann die "Koordinierende COVID-Impfeinheit" (KoCI) bei künftigen Zweit- und Drittimpfungen unterstützend einspringen, die im Gesundheitshaus an  der Hastener Straße beherbergt ist. Eine KoCI ist in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt in NRW vorgesehen. Sie soll jenen Personengruppen mobile Impfangebote anbieten, die „nicht den Weg in die Arztpraxis finden“, so Minister Laumann. Im Winter kann sich Jens Pfitzner, stellvertretender Fachdienstleiter des Gesundheitsamtes, solche Einsätze aber nicht mehr in Pavillons oder Zelten vorstellen, sondern nur noch in geschlossenen Räumen.

Dier Sporthalle West wird den Sportlerinnen und Sportlern und den Schulklassen übrigens so schnell noch nicht zu Verfügung stehen. Für rund drei Millionen Euro muss zunächst die Elektrik aus Brandschutzgründen erneuert werden, wie gestern Sportamtsleiter Martin Sternkopf und Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement erläuterten. Das habe allerdings nichts mit dem Impfen der vergangenen sieben Monate zu tun, sondern sei „von langer Hand geplant“.

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Kommentare

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Wolfgang Güntsch am :

Herzlichen Dank an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Impfzentrums. Ihr habt einen tollen Job gemacht! Unsere Familie hat alle Impfungen im Zentrum bekommen. Wir sind stets zuvorkommend und kompetent beraten worden. Danke dafür.

Martina Litzner am :

Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei allen Einsatzkräften, bei welchen ich Mitte August an einem Samstag unterhalb des Brunnens am Alleecenter meine zweite Impfung erhalten habe. Alles war sehr gut organisiert und alle waren sehr freundlich und hilfsbereit z. B. beim Ausfüllen der Formulare und auch die Ärztin war klasse. Ich hab den Pieks gar nicht gemerkt. Ich weiß, dass die Impfung keinen Hundertprozentigen Schutz bieten kann, daher halte ich mich weiterhin an die entsprechenden Regeln, ich bin aber sehr glücklich, dass mir die Einträge in meinen Impfpass auch wieder mehr Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen, ohne dass ich jedesmal einen tagesaktuellen Test benötige. Und ja, nach der Impfung gings mir zwei drei Tage nicht so gut, wie bei einer Erkältung, aber das war es dann auch, einen Chip von Bill Gates habe ich bislang nicht entdeckt.

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