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Park-Idylle in der City wartet auf gestaltende Korrektur

KOD sind 'ältere dubiose Gestalten' aufgefallen“, hieß es in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung  Alt-Remscheid, über die der Waterbölles am 30. September berichtete. Von „wachsender Kriminalität“ im Bereich des Parks / Spielplatzes an der Marienstraße / Ecke Alleestraße war die Rede. Doch die CDU konnte ihre Besorgnis lediglich an einer Körperverletzung festmachen, der die Polizei hatte nachgehen müssen. Dass sich dort ein „sozialer Brennpunkt“ entwickelt oder schon besteht, ist nicht von der Hand zu weisen. Das berichtete am Samstag ein Anwohner den BV-Mitgliedern, die sich dort zu einer Ortbesichtigung getroffen hatten. Und das belegen auch die fast 100 Platzverweise, die der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) für den Kinderspielplatz an der Marienstraße und den oberhalb gelegenen Park an der Alleestraße schon aussprechen musste.

„Eltern fühlen sich von dem Spielplatz verdrängt, besonders an den Wochenenden, wenn es auf der Marienstraße wenig Fußgängerverkehr gibt, also weniger sozialer Kontrolle“, hatte in der BV-Sitzung Roland Gedig (CDU) berichtet. Und das bestätigte am Samstag auch ein Vater, als er mit seinem Sohn an der Grünanlage vorbei Richtung Rathaus ging. Die Familie wohne schon lange in der Nachbarschaft, aber sein Sohn habe den Spielplatz noch nie betreten. Da könnten sich Kinder nicht wohlfühlen.

Von Zechern und Randalierern war am Samstag nichts zu sehen. Auch nichts von zerbrochenen Bier- oder Schnapsflaschen. Das mag an kühlem Wind gelegen haben bzw. an den Freiwilligen, die an dem diesjährigen Müllsammeltag auch in der Grünanlage Unrat gesammelt hatten. So wirkte alles „picobello“, als die BV-Mitglieder am Nachmittag um 16 Uhr dort nach dem Rechten sahen. Aufgefallen ist ihnen ein kleiner Trampelpfad, der im unteren Teil des Spielplatzes hinter dichte Büsche führt, geradezu eine Einladung für „Wildpinkler“…

Nur einen Steinwurf von der verkehrsreichen Alleestraße entfernt, wirken der Spielplatz und der obere Park, sobald man sie betreten hat, wie eine idyllische Oase. Kleine Kinder finden hier ebenso gute Spielmöglichkeiten wie Jugendliche (Tischtennis), und im Park laden Tische und Stühle zu einer kurze Rast ein. Wenn man  diese denn von außen entdeckt hat... Denn von dem Metallzaun, der das Gelände vom Bürgersteig der Alleestraße trennt, steht wie ein Sichtschutz eine ganze Batterie von Telefon- und Stromverteilerkästen (siehe zweite Bildreihe links).  

Die beiden einzigen, offiziell angelegten Eingänge zu der Anlage befinden sich an der Marienstraße. Einen Teil des Metallzauns an die westliche Seite des Platzes zu versetzen und so einen dritten Eingang zu öffnen, verbunden mit einem neuen Gehweg schräg durch den Park zum oberen Eingang an der Marienstraße, könnte zu mehr Fußgängerverkehr und somit zu größerer sozialer Kontrolle verhelfen. Und der Verzicht auf die dichten Büsche am Spielplatz zu Gunsten einer weiteren Baumpflanzung und neuer Bodendecker würden das schöne Bild der Anlage gewiss nicht beeinträchtigen, auch nicht aus der Sicht eines engagierten Landschaftsgärtners.

Fazit: Die Spiel- und Grünanlage hätte es verdient, von mehr Remscheiderinnen  und Remscheidern entdeckt zu werden. „Das ist ja richtig schön  hier“, sagten am Samstag gleich mehrere BV-Mitglieder, als sie sich auf dem Platz umsahen. „Sieht man von außen gar nicht…!!“

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Kommentare

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Martina Litzner am :

Ich wohne in der Nähe und komme sehr oft zu verschiedenen Zeiten dort vorbei, auch an Wochenenden, sollte mir etwas auffallen, werde ich dies sofort an die Polizei oder den KOD melden, das war auch der Spielplatz meiner Kindheit. Es kann nicht sein, dass dies nun ein Hort der Kriminalität sein soll. Auf meine Aufmerksamkeit kann gezählt werden.

CDU-Fraktion am :

Das Betreten von Kinderspielplätze ist Personen über 14 Jahren nur gestattet, wenn sie Kinder begleiten, beaufsichtigen oder abholen. Auf Kinderspielplätzen darf kein Alkohol verzehrt werden. Das muss jetzt durchgesetzt werden! Dafür brauchen wir die Einsätze des Kommunalen Ordnungsdienstes und gemeinsame Streifen von Polizei und KOD, die sich – einst von der CDU-Fraktion gefordert - in Remscheid bewährt haben. Wir möchten, dass sich im oberen Bereich der Anlage durchaus auch Personen ohne Kinder aufhalten und diese kleine grüne Oase mitten in der Stadt genießen dürfen. Es gibt ja durchaus auch Personen, die sich im Park aufhalten und sich völlig korrekt verhalten. Hier darf es zu keinen Pauschalisierungen kommen. Durch vermehrte Einsätze von KOD und Polizei – auch an den Wochenenden – sollen denen Sanktionen drohen, die sich „daneben“ benehmen. Die Verwaltung wird aufgefordert, die entsprechenden Regelungen in der ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet Remscheid (Ordnungs- und Sicherheits-VO) auf dem Kinderspielplatz an der Marienstraße strenger zu kontrollieren und umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, das altersgerechte Spielangebot auf diesem Spielplatz zu überprüfen und eine Planung zur Verbesserung der Situation vorzulegen. Die Verwaltung wird beauftragt, weitere Kinderspielplätze im Stadtgebiet dahin gehend zu überprüfen, ob sie zweckentfremdet genutzt werden und berichtet darüber im Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit und in den entsprechenden Bezirksvertretungen. Die Verwaltung prüft, welche weiteren baulichen Maßnahmen den Bereich des Spielplatzes ggf. sicherer machen können. Hierbei wird u. a. ein weiterer (Fußgänger-)Zugang von der Alleestraße oder Finkenstraße geprüft. Die Verwaltung prüft die Anbringung einer Ladestation und von Abstellmöglichkeiten für E-Bikes im oben genannten Zugangsbereich und am Zugang Marienstraße als innovativer Service für die Bürgerinnen und Bürger und zur sozial-gesellschaftlichen Aufsicht.

Chronist am :

Nach dem Spielplatz an der Marienstraße glaubt die CDU-Fraktion einen weiteren sozialen Brennpunkt in der Innenstadt ausgemacht zu haben und fragt die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am 2.und der BV Alt-Remscheid am 9. November: „Ist der Bökerspark eine Problemzone mit Drogen und Alkohol?“ Nach Informationen von Bürgerinnen und Bürger und eigenen Beobachtungen würden auch dort Gruppen teilweise aggressiv auftreten; es herrscht oft eine „aufgeheizte Stimmung“. Bereits 2014 hätten Bürgerinnen und Bürger für den Treffpunkt in dem Park gefordert, so die CDU. Und meint: „Wer seine Stadt liebt und ihren Bürgerinnen und Bürgern das Leben so schön wie möglich machen möchte, der verschließt auch nicht den Blick vor den dunklen Seiten und offenkundigen Schandflecken.“

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